Silk Road: Bitcoin-Drogenmarkt macht Mio.-Umsätze

Der Handel mit illegalen Drogen über den Online-Marktplatz "Silk Road" hat in den letzten Monaten massiv zugenommen. Inzwischen bieten über die Plattform rund 550 Dealer von Kokain bis Ecstasy alle gängigen Rauschmittel an. Im Februar waren es erst rund 300.

Das geht aus einem Papier von Nicolas Christin, Professor für Computer-Sicherheit an der Carnegie Mellon-Universität hervor. Dieser arbeitet seit einiger Zeit daran, den Handel über die Plattform zu analysieren, über die ein zunehmend großer Online-Schwarzmarkt für Drogen entstanden ist, der sich bisher allen Versuchen einer Schließung widersetzen konnte.

Der Zugang zu Silk Road erfolgt über das Anonymisierungs-Netzwerk Tor. Bezahlt werden die Drogen mit der Online-Währung BitCoin, bei der die Zahlungswege nicht nachvollziehbar sind. Die Dealer tauschen das virtuelle Geld später an Bitcoin-Börsen gegen Offline-Währungen ein.


Inzwischen soll über den Marktplatz ein monatlicher Umsatz von rund 1,9 Millionen Dollar generiert werden - Tendenz stark steigend. Christin schätzt, dass die Betreiber von Silk Road inzwischen rund 6.000 Dollar monatlich über die Provisionen verdienen, die sie bei jeder Transaktion erhalten. Im Februar waren es hingegen erst etwa 2.500 Dollar.

Allerdings spiegelt das Wachstum der Dollar-Werte nicht das reale Wachstum der Plattform wieder. Dieses ist letztlich etwas geringer, da in dem Zeitraum zwischen den Vergleichswerden der Kurs des Bitcoins zum Dollar ein gutes Stück gestiegen ist. Trotzdem nimmt der Drogenhandel über die Plattform immer noch signifikant zu. "Das ist ein stabiler Marktplatz und allgemein lässt sich sagen, dass er stetig wächst", erklärte der Wissenschaftler.

Um die Entwicklung nachzuvollziehen, hat er ein Programm entwickelt, dass die Plattform regelmäßig crawlt und Verkäufe sowie die Preisentwicklung analysiert. Hierfür werden unter anderem auch die Feedbacks, die die Dealer von Kunden erhalten, in die Betrachtung eingezogen. Dabei zeigte sich laut Christin eine überraschend hohe Kundenzufriedenheit: 97,8 Prozent der Käufer gaben positive Bewertungen ab - auch wenn diese teilweise mit Vorsicht zu genießen sind, da die Nutzung komplett anonymisiert ist.
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Wenn schon der Euro nicht floriert...
 
[re:1] Sapo am 08.08.12 12:07 Uhr
(+13
@therealsausage: Vielleicht sollte man den Drogenhandel verstaatlichen^^
 
@Sapo: Oder Drogen an die Börse bringen!? Wenn die wirklich was gegen Drogen unternehmen wollen ist das der sicherste Weg um dem Einhalt zu gebieten. Was man über Aktien/Börse nicht vernichten kann gibts nicht.
 
@Sapo: Tabaksteuer, Branntweinsteuer (früher: Branntweinmonopol), Biersteuer... wenn das mal nicht alles staatlich kontrolliert ist.
 
nicht schlecht... :D


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