Microsoft: Botnetz-Admin war Antivirus-Entwickler

Spam, Lebensmittel, Pizza Bildquelle: cookipedia / Flickr
Microsoft hat nach eigenen Angaben den Betreiber des abgeschalteten Botnetzes Kelihos ausfindig gemacht. Es handelt sich um den Russen Andrey N. Sabelnikov, der früher als Entwickler für einen Hersteller von Antivirus-Software tätig war.
In einem neuen Dokument, das man dem zuständigen Gericht im US-Bundesstaat Virginia vorlegte, wirft Microsoft Sabelnikov vor, der sogenannte Botmaster hinter Kelihos gewesen zu sein. Er habe den Code für den Betrieb des Botnetzes geschrieben und an der Entwicklung der dazugehörigen Malware zumindest mitgearbeitet oder diese gar ebenfalls selbst geschaffen.

Sabelnikov habe das Kelihos-Botnetz, das für den Versand von Spam-Nachrichten, Identitätsdiebstahl und Aktienbetrug genutzt wurde, gesteuert, gewartet und ausgebaut. Dies habe sich bei einer Analyse der Kelihos-Malware herausgestellt, so Richard Boscovich, Anwalt in Microsofts Digital Crimes Unit in einem Blog-Eintrag.

Microsofts Papier zufolge hat Sabelnikov vor seiner kriminellen Tätigkeit unter anderem als Software-Ingenieur und Projekt-Manager für eine Firma gearbeitet, die Firewall-, Antivirus- und andere Sicherheits-Software anbietet. Um welches Unternehmen es sich handelt, gab der Softwarekonzern nicht preis.

Das Kelihos-Botnetz bestand bis vor einigen Monaten aus mehr als 41.000 Computern in aller Welt und wurde für den Versand von bis zu 3,8 Milliarden Spam-Mails am Tag verwendet. Microsoft hatte das System zusammen mit dem russischen Antivirus-Spezialisten Kaspersky Labs lahmgelegt, indem man die zur Steuerung verwendete Internetadressen sperren ließ.

Zunächst war Microsoft dabei auch gegen die Firma dotFREE vorgegangen, den Betreiber des Dienstes cz.cc, der die Registrierung kostenloser Subdomains unter dieser Adresse anbot. Normalweise dient das Angebot zur Verkürzung der URLs von privaten Homepages. Sabelnikov registrierte für den Betrieb und die Steuerung von Kelihos allerdings mehr als 3700 cz.cc-Domains, was dotFREE ins Visier von Microsoft geraten ließ. Inzwischen hat der Softwarekonzern klargestellt, dass dotFREE nicht in die Machenschaften rund um Kelihos involviert war. Spam, Lebensmittel, Pizza Spam, Lebensmittel, Pizza cookipedia / Flickr
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren9
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 16:00 Uhr ORICO USB3.0 HUB
ORICO USB3.0 HUB
Original Amazon-Preis
27,99
Im Preisvergleich ab
?
Blitzangebot-Preis
22,39
Ersparnis zu Amazon 20% oder 5,60

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Tipp einsenden