Mexiko: Mobilfunknetz von Drogenkartell enttarnt

Im Zuge ihres Krieges gegen die Drogenkartelle hat das mexikanische Militär nun ein Mobilfunknetz ausgeschaltet, dass eigens für die organisierte Kriminalität da war. In vier nördlichen Bundesstaaten des Landes entzogen sich dessen Nutzer so vor der Überwachung durch Behörden.
Wie das mexikanische Verteidigungsministerium mitteilte, wurde die Infrastruktur in den Regionen Nuevo Leon, Coahuila, San Luis Potosi und Tamaulipas betrieben. Die Ermittlungen hinsichtlich des Aufbaus des Mobilfunknetzes dauerten zwölf Monate an, bis nun ein umfassender Schlag durchgeführt wurde.

Offiziell wurden keine Angaben darüber gemacht, welches Drogenkartell die Infrastruktur betrieb. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass sie den Zetas diente, die in allen vier fraglichen Bundesstaaten eine starke Präsenz haben. Außerdem hatte die mexikanische Marine im Sommer bereits Kommunikationssysteme dieses Kartells ausgehoben.

Bei den Zetas handelt es sich um eine der brutalsten, gefährlichsten und auch am besten organisierten Gruppen in Mexiko. Ihren Ursprung hat sie in einer ehemaligen Spezialeinheit des mexikanischen Militärs, die selbst gegen die Drogenkartell im Einsatz war und eines Tages die Seiten wechselte.

Im Zuge der aktuellen Operation hat das Militär nun 167 Antennen und 166 solar-basierte Stromversorgungs-Module beschlagnahmt. Weiterhin konnten 2.600 Mobiltelefone und 1.400 andere Funkempfänger, mit denen wiederum die Kommunikation der Anti-Drogen-Einheiten abgehört wurde, sichergestellt werden. Nebenbei fiel den den Ermittlern noch ein Lastzug in die Hände, der über eine Tonne Marihuana geladen hatte.

Die Sendeanlagen waren zumeist in kaum besiedelten Umgebungen aufgestellt. Sie wurden außerdem getarnt - etwa grün angestrichen in einem Baum - um zufällige Entdeckungen zu verhindern. Die Kommunikation über die Mobilfunk-Infrastruktur erfolgte offenbar verschlüsselt. Mexiko Mexiko
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