Anonymous droht mexikanischem Drogen-Kartell

Logo, Anonymous, Guy Fawkes Maske, Markenzeichen Bildquelle: Anonymous
Das Kollektiv Anonymous hat sich in einer Botschaft an ein mexikanisches Drogenkartell gewandt. In dieser wird die Freilassung einer Person gefordert, die offenbar von der kriminellen Organisation entführt wurde. Dabei droht Anonymous mit der Veröffentlichung brisanter Informationen.
Hier könnte sich somit eine Auseinandersetzung zwischen einer der wohl gefährlichsten Organisationen im mexikanischen Drogenkrieg und dem schwer angreifbaren virtuellen Aktions-Netzwerk anbahnen. Bei dem angesprochenen Kartell handelt es sich nämlich um die "Los Zetas", die von desertierten Mitgliedern einer Spezialeinheit des mexikanischen Militärs aufgebaut wurde, als äußerst gewaltbereit gilt und schon tausende Menschen auf dem Gewissen haben soll.


Nachdem ein Anhänger von Anonymous entführt wurde, als er an einer Protestveranstaltung teilnahm, drohen andere Beteiligte nun damit, die geheimen Strukturen des Kartells offenzulegen. Die Rede ist hier von Informationen darüber, welche Polizisten von den Los Zetas bestochen werden, welche Taxifahrer für sie arbeiten und in welche Geschäfte die Gruppe verwickelt ist.

"Es war ein großer Fehler von euch, einen von uns zu ergreifen. Lasst ihn frei", so die Botschaft von Anonymous. Man könne sich zwar nicht mit Waffengewalt verteidigen, sei aber in der Lage das Wissen über ihre Autos, Adressen, Bars, Bordelle und alles andere, das dem Kartell gehört, einzusetzen.

"Es ist nicht besonders schwer: Wir alle wissen, wer sie sind und wo sie leben", hieß es weiter. Auch werde man Journalisten in den Massenmedien auffliegen lassen, die mit den Los Zetas verbunden sind und dafür genutzt werden, negative Berichte über das mexikanische Militär in der Presse zu lancieren. Genauere Informationen zu der Entführung gibt es nicht. Es ist lediglich bekannt, dass sich diese im mexikanischen Bundesstaat Veracruz ereignet haben soll.

Unter Experten gibt es laut einem Bericht des 'Houston Chronical' unterschiedliche Ansichten, wie die Drohung von Anonymous zu bewerten ist. ' Stratfor, ein Anbieter von geopolitischen Lageeinschätzungen, warnte davor, dass sich die Online-Community hier auf gefährliches Terrain begibt und eine Auseinandersetzung mit Los Zetas lebensgefährlich sei. Der ehemalige Chef der US-Drogenfahndung DEA, Mike Vigil, gibt hingegen zu bedenken, dass das Kartell Anonymous durchaus ernst nehmen muss: "Das ist ein mutiger Schritt. Eine Veröffentlichung von Namen würde sie auch gegenüber Rivalen identifizieren, und glauben sie mir, die werden ihnen nachstellen", sagte er. Logo, Anonymous, Guy Fawkes Maske, Markenzeichen Logo, Anonymous, Guy Fawkes Maske, Markenzeichen Anonymous
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