Hi-Fi-Anlagen: Eco-Modus spart bis zu 75% Strom

Die neueren Generationen kompakter Hi-Fi-Anlagen sind zunehmend darauf ausgelegt, Strom zu sparen. Sie verbrauchen 70 bis 75 Prozent weniger Energie als durchschnittliche Geräte. Darauf hat das Öko-Institut anlässlich des Beginns der Unterhaltungselektronik-Messe IFA hingewiesen.

Vor allem das automatische Umschalten in den Eco-Modus bei Nichtbenutzung trägt zur Effizienzsteigerung bei. Der Niedrigverbrauchsmodus verzichtet unter anderem auf die Displaybeleuchtung und benötigt damit weniger Energie als der Standby-Modus. Wenn ein Neukauf ansteht, empfehlen die Wissenschaftler des Öko-Instituts deshalb, zu energieeffizienten Geräten zu greifen.

Während für Geräte ohne Eco-Modus jährliche Stromkosten zwischen etwa 12 und 16 Euro anfallen, zahlen Besitzer einer effizienten kompakten Hi-Fi-Anlage mit Eco-Modus nur rund vier Euro für den Stromverbrauch pro Jahr, rechnete man bei dem Institut aus.


Geht man davon aus, dass derzeit rund 20 Millionen Geräte in Deutschland in Betrieb sind, könnte man jährlich etwa eine Terawattstunde Energie einsparen, wenn alle kompakten Hi-Fi-Anlagen durch effizientere Geräte ersetzt würden. Das entspricht einem CO2-Reduktionspotenzial von rund 700.000 Tonnen Kilogramm CO2-Äquivalenten pro Jahr in Deutschland.

"Ein wichtiger energierelevanter Punkt ist, ob das Gerät nach Abspielen einer CD automatisch sofort oder mit einer zeitlichen Verzögerung in den Eco-Modus wechselt", erklärte Siddharth Prakash, Experte für umweltfreundliche Elektronikgeräte am Öko-Institut.

Die meisten Hi-Fi-Kompaktanlagen verfügen nicht über einen Netzschalter. Daher sollten sie bei Nichtbenutzung automatisch nach einer zeitlichen Verzögerung in den Eco-Modus wechseln. Bei vielen Geräten ist aber entweder die automatische Energiesparfunktion gar nicht vorhanden oder nur mit einer komplizierten Tastenkombination auf der Fernbedienung möglich. Viele Geräte bleiben deshalb auch nach Abspielen einer CD immer im eingeschalteten Zustand.
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Hört sich nach einer Sinnvollen aber nicht gewollten Technologie an. So wie beim Fernseher mit seinem StandBy. Ich glaub den meisten leuten ist es scheiss egal. Denn wie lange ist im Vergleich zu anderen Geräten eine Hifi Anlage denn an? Ich glaube nicht das es sich durchsetzen wird bzw. das jemand deswegen sich nicht eine neue Hifi Anlage kaufen wird.
 
[re:1] ctl am 01.09.11 19:02 Uhr
(+4
@refilix: Ich wollte mir kürzlich einen neuen PC-Monitor kaufen: Es gab keinen mit einem Netzschalter. Ich wollte mir kürzlich eine neue Stereoanlage kaufen: Es gab keine mit einem Netzschalter. Ich wollte mir kürzlich einen neuen Bluray-Player kaufen: Es gab keinen mit einem Netzschalter. Diese Liste könnte jetzt beliebig so weitergehen. Am meisten Strom spart man immer noch, wenn man das Gerät vom Netz trennt: mit einem Netzschalter!
 
@refilix: Also ich kenne nicht die neuen Anlage, denn meine alte Anlage läuft immer noch. Dank guten neuen Lautsprechern lohnt es sich auch nicht diese zu entsorgen. Nur so nebenbei. Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte, ist die Tatsache, dass meine alte Anlage einen Standbymodus besitzt, der ca. 0,6Watt verbraucht(Uhr, Weckfunktion usw. Rest wird per Relais abgeschaltet). Einen Modus für einen Sleep-Funktion besitzt sie auch. Wäre also bloß Softwaresache, wie bei allen anderen Anlage auch, die einen Sleep Modus besitzen, diese mit bereits vorhandenen Mitteln zu optimieren, ohne viel Aufwand. Allerdings ist es meiner Meinung nicht wirklich sinnvoll, da die meisten Leute eine Anlage bestimmt bloß betreiben, wenn sie Musik hören wollen und wenn kein Bedürfnis mehr herrscht, einfach den roten Knopf auf der Fernbedienung drücken :-) @ctl schau doch mal bei Fujitsu vorbei. Viele derer Monitore sind abschaltbar. Schalter liegt allerdings leicht unhandlich auf der Unterseite des Geräts bei den Anschlüssen, mit ein wenig Übung, sollte es aber kein Problem sein auch den zu erreichen. Muss dich nur ein wenig Schlau machen, denn nicht alle Modelle haben die Schalter.
 
@ctl: Deshalb habe ich diverse Mehrfachsteckdosen mit *trommelwirbel* Netzschalter :P
 
[re:4] ctl am 01.09.11 19:30 Uhr
(+2
@lawlomatic: Die Mehrfachsteckdosen kann man nur als Notlösung betrachten. Es will sich schliesslich nicht jeder ein dutzend Mehrfachsteckdosen im Haus verteilen, nur weil die Hersteller keine Lust mehr auf Netzschalter haben. Ein anderes Problem ist, dass bei vielen Geräten danach die Einstellungen verloren gehen, wenn man sie vom Netz trennt. Es ist also an den Herstellern, diese Probleme zu beheben.


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