Deutsche IT-Firmen ziehen positive Zwischenbilanz

Die deutschen IT-Unternehmen haben nach dem ersten Halbjahr 2010 eine positive Zwischenbilanz gezogen. 74 Prozent der Firmen erwarten für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum. 14 Prozent rechnen immerhin mit stabilen und nur zwölf Prozent mit sinkenden Einnahmen.
Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des IT-Branchenverbandes BITKOM hervor. Im zweiten Quartal konnten 66 Prozent der befragten Unternehmen ein Umsatzplus im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum erzielen. "Die Stimmung in der Hightech-Branche ist weiterhin sehr gut", sagte BITKOM-Präsident Dieter Kempf.

Laut dem Branchenbarometer des Verbandes laufen derzeit die Geschäfte bei den Anbietern von IT-Dienstleistungen besonders gut. 76 Prozent dieser Unternehmen erzielten im zweiten Quartal ein Umsatzplus, verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Überraschend positiv läuft auch das Geschäft bei den Hardware-Herstellern. Dieses Segment ist seit Jahren von einem harten Preiswettbewerb geprägt. Dennoch erreichten 65 Prozent der Hersteller ein Plus.

Mit Blick auf das Gesamtjahr sind IT-Dienstleister besonders optimistisch. 82 Prozent erwarten steigende Umsätze. Sie profitieren dabei unter anderem vom steigenden Interesse am Thema Cloud Computing. Der Cloud-Umsatz mit Geschäftskunden und Privatverbrauchern wird in diesem Jahr nach BITKOM-Berechnungen um rund 55 Prozent auf insgesamt 3,5 Milliarden Euro steigen. Bis 2015 soll der Cloud-Markt sogar auf 13 Milliarden Euro zulegen. Ähnlich zuversichtlich sind die Software-Hersteller. Sie rechnen zu 75 Prozent mit höheren Umsätzen in diesem Jahr. Im IT-Hardware-Segment sind es immerhin 73 Prozent.

Neue Stellen wollen in diesem Jahr 57 Prozent der Hightech-Firmen schaffen, 28 Prozent halten ihre Mitarbeiterzahl stabil. Vor allem IT-Dienstleister und Softwarehäuser suchen neue Beschäftigte. Damit verstärkt sich nach Ansicht des BITKOM der Fachkräftemangel: Für 59 Prozent der Unternehmen ist der Mangel an hochqualifizierten Spezialisten das größte Wachstumshemmnis. Der Fachkräftemangel kostet die Branche etwa einen Prozentpunkt Wachstum pro Jahr. Rund 29.000 Stellen für Informatiker sind in der deutschen Wirtschaft derzeit unbesetzt. Unternehmen, Büro, Sap, Haus Unternehmen, Büro, Sap, Haus
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