Bei den Online-Händlern herrscht gute Stimmung

Handel & E-Commerce Der Wachstumstrend im Online-Handel setzt sich in Deutschland fort. Der wirtschaftliche Aufschwung kurbele den vorherrschenden Optimismus der Branche weiter dabei weiter an.
Zu diesem Schluss kommt der Betreiber der Auktionsplattform eBay in seinem neuen "Online Business Barometer". Fast zwei Drittel der Händler (60 Prozent) haben die gesetzten Umsatzziele in den vergangenen drei Monaten erreicht und jeder zweite Online-Unternehmer rechnet in den kommenden drei Monaten mit steigenden Umsatzerlösen, heißt es darin.

Im Vergleich zur ersten Ausgabe der Untersuchung, die vor einem Jahr veröffentlicht wurde, ist die Zuversicht der Online-Händler um 10 Prozent gestiegen: 69 Prozent der Internet-Verkäufer geben an, dass sie zuversichtlich auf die nächsten drei Monate blicken. Zudem erwartet fast die Hälfte der Händler (45 Prozent) höhere Umsätze im diesjährigen Weihnachtsgeschäft als in 2009.

Das logistische System, ein besonders wichtiger Einflussfaktor im Online-Handel, scheint in Deutschland gut zu funktionieren. Dafür spricht die große Anzahl an Warensendungen, verbunden mit einer hohen Zufriedenheit der Händler mit ihren Versanddienstleistern.

Besonders positiv beurteilen die Online-Unternehmer die Schnelligkeit (88 Prozent) und Verlässlichkeit (83 Prozent) der Abwicklung durch die Versandunternehmen. Kritisch betrachten die Händler hingegen sowohl die Rechtsunsicherheit als auch die Höhe der Kosten, die für sie mit dem Retourenmanagement verbunden sind. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) empfindet diese als unangemessen hoch.

Bei der Beurteilung der bestehenden technologischen Internetstandards in Deutschland zeigt sich, dass die Online-Händler mitunter noch deutliches Entwicklungspotential sehen. Drei Viertel der Händler (75 Prozent) sind der Meinung, dass hinsichtlich einer verlässlichen Netzabdeckung bereits ein hoher Standard erreicht ist und immerhin noch 64 Prozent empfinden den Standard bei der Schnelligkeit der Übertragungsraten als hoch.

Jedoch ist weniger als die Hälfte der Händler (40 Prozent) der Meinung, dass die mobile Breitbandversorgung in Deutschland gut entwickelt ist. Bezüglich des derzeit viel diskutierten Themas Mobile Commerce erkennen die Befragten neue Wachstumsmöglichkeiten für die Branche - 51 Prozent rechnen mit einem stärkeren Wachstum des Online-Handels durch die zunehmende Nutzung von Mobiltelefonen zum Einkaufen. Die Händler sind allerdings noch abwartend, was den Einfluss des M-Commerce auf die eigenen Umsatzerlöse betrifft. Nur 36 Prozent gehen derzeit davon aus, dass Mobile Commerce die eigenen Umsätze positiv beeinflussen wird.

Damit die positive Entwicklung der Branche auch weiterhin voranschreiten kann, sehen die Online-Händler in einigen Bereichen politischen Handlungsbedarf. 89 Prozent der Anbieter wünschen sich gesetzliche Regeln, die den Missbrauch von Abmahnungen besser unterbinden. Ebenso viele Händler sprechen sich für klare Regelungen bezüglich einer Beteiligung der Verbraucher an den Versandkosten im Falle eines Widerrufs aus.

Große Übereinstimmung (85 Prozent) besteht auch in der Forderung nach mehr Rechtsklarheit, dass Verbraucher im Widerrufsfall bei einer Dauernutzung der Ware Wertersatz leisten sollten. Zudem spricht sich mehr als jeder zweite Online-Händler (52 Prozent) dafür aus, eine zentrale politische Zuständigkeit in der Person eines Bundesministers für Internetangelegenheiten zu schaffen.
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