Neuer Chip kann mit Gehirnzellen kommunizieren

Forschung & Wissenschaft Einem Forscherteam der University of Calgary ist es gelungen, einen Chip zu entwickeln, der mit Gehirnzellen kommunizieren kann. Versuche mit Nervengewebe von Tieren verliefen erfolgreich. Bereits 2004 waren entsprechende Test relativ gut verlaufen. Der damals eingesetzte Chip konnte nun noch einmal entscheidend verbessert werden, teilte das Projekt-Team mit. Den Forschern ist es nun möglich, einen sehr genauen Einblick in die elektrische und chemische Signalübertragung im Nervengewebe zu bekommen.

Das Ziel liegt nicht darin, über den Chip Signale in das Gehirn zu senden. Statt dessen wollen die Forscher genauer und schneller erkennen können, welche Auswirkungen beispielsweise bestimmte Medikamente auf die Kommunikations-Prozesse zwischen den Zellen haben.

Dies könnte es beispielsweise ermöglichen, das Nervengewebe von Alzheimer- oder Parkinson-Patienten sehr gezielt mit den passenden Medikamenten zu versorgen. In den kommenden Monaten wollen die Forscher entsprechende Tests mit einer größeren Menge von Gehirnzellen, die von Epileptikern stammen, durchführen.

Aber auch das Auslesen von motorischen Signalen aus dem Gehirn könnte durch den Chip möglich werden. Dies würde eine direkte Steuerung von Arm- oder Bein-Protesen ermöglichen.
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