Chatroulette sammelt IP-Adressen & Screenshots

Social Media Andrey Ternovskiy, der Gründer von Chatroulette, will den Missbrauch der Plattform nicht mehr länger hinnehmen und setzt seit einiger Zeit härtere Methoden zum Schutz des Dienstes ein.

Der Service verbindet Nutzer weltweit nach dem Zufallsprinzip in einer Videokonferenz. In der Zeit unmittelbar nach dem Start sprach sich das Angebot herum wie ein Lauffeuer und wurde von zahlreichen Anwendern genutzt, um rund um die Welt mit Fremden zu kommunizieren.


Dies war allerdings "bevor er von verrückten Leuten entdeckt wurde, die begannen, die freie und demokratische Natur des Dienstes zu missbrauchen", so Ternovskiy in einer Mitteilung an die Nutzer. Chatroulette ist inzwischen dafür berüchtigt, dass man häufig mit Usern verbunden wird, die den Dienst nutzen, um ihren exibitionistischen Neigungen nachzugehen.

Für die Betreiber bringt dies Probleme mit den Jugendschutz-Gesetzen mit sich. Außerdem hat Ternovskiy Probleme dabei, Investoren davon zu Überzeugen, Gelder zur Verfügung zu stellen. Kürzlich wurden deshalb bereits automatische Filtersysteme installiert.

Diese analysierten die übertragenen Bilder und sollen beispielsweise einen Nutzer blockieren, der seinen Penis vor der Webcam präsentiert. "Das hat uns ein bisschen geholfen", so Ternovskiy. Ein wirklicher Durchbruch war es aber nicht.

Seit einiger Zeit ist man deshalb dazu übergegangen, IP-Adressen und Screenshots von den Übertragungen zu speichern. Seitdem habe man den Zugang zu Chatroulette schon für tausende IP-Adressen blockiert. Außerdem befindet sich der Betreiber in Gesprächen mit Strafverfolgungsbehörden und kündigte an, diesen belastendes Material über Störer zu übergeben.
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Oh, eine WEB 2.0 Funktion die missbraucht wird! Das ist ja ganz was neues.
 
@The Grinch ^^ jau, vorallem wird die IP gebannt. Einmal stecker von router ziehen und schon können wieder kleine Kinder erschreckt werden xD
 
@muffdog: So dämlich sind die wahrscheinlich auch nicht.... Die werden sicherlich den ganzen IP Block bannen... So dass du nach nem Router Restart auch nicht mehr reinkommst... Aber naja über Proxy, VPN usw... Wird es dennoch gehen und damit kennt sich ja heutzutage jeder Internet Freak aus :D ^^
 
@alxzr: Das wäre doch mal lustig, wenn die wegen einem den ganzen T-Online Block sperren. Da wird das Geschrei dann aber groß sein.
 
[re:4] main am 28.07.10 14:22 Uhr
(+3
@alxzr: Welchen Block willst du denn bitte sperren, bspw. alle T-online IP Adressen ? Sinnvoll wäre es evt. einen Fingerprint des Users zu erstellen und diesen zu blocken. Siehe auch: http://panopticlick.eff.org/


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