Selbstkühlendes Datenzentrum in einem alten Silo
Die Basis für das neue Datenzentrum des CLUMEQ Supercomputing Centers bildet ein Silo, in dem bis vor einigen Jahren noch ein in den 1960er Jahren gebauter Teilchenbeschleuniger untergebracht war. Nun findet sich hier ein Computer-Cluster, der sich über drei Etagen erstreckt.
Durch die Bauform des Silos konnten die Entwickler die Luftzirkulation deutlich besser regeln, als es in herkömmlichen Räumen möglich ist. Die Rechner wurden dafür ringförmig angeordnet. Dadurch entsteht an der Außenseite des runden Bauwerkes eine Kaltluftzone.

Die Lüfter der Server saugen hier Luft an und leiten sie in den inneren Bereich weiter. Einige große Ventilatoren saugen die warme Luft nach unten, wo sie wiederum abgekühlt, mit Außenluft durchmischt und in den Kreislauf zurückgeführt wird. So entstand ein weitgehend selbstkühlendes System, das keine zusätzlichen Klimaanlagen benötigt und sogar noch hilft, ein nahes Gebäude zu heizen.
Die kreisförmige Anordnung der Server mit Switches in der zweiten Etage sorgte außerdem dafür, dass nur sehr kurze Kabelstrecken benötigt werden. Das Datenzentrum bringt es nun auf eine Spitzenleistung von 86 Teraflops. Außerdem steht 1 Petabyte Speicherplatz im integrierten Storage-System zur Verfügung.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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