Telekom bringt Breitband per Richtfunk auf's Land

Breitband Die Deutsche Telekom hat im Rahmen ihres Programms "Mehr Breitband für Deutschland" fünf weitere Gemeinden im ländlichen Raum in Baden-Württemberg an das Breitband angeschlossen.

Dabei wurden die örtlichen Kabelverzweiger mit DSLAMs von Ericsson ausgerüstet und teils per Glasfaser, teils per Richtfunk angebunden. Im landkreisübergreifenden Modellprojekt haben sich die Gemeinden Althütte, Auenwald, Großerlach, Michelfeld und die Stadt Murrhardt zusammengeschlossen.


Die Deutsche Telekom hatte den Zuschlag bei der öffentlichen Ausschreibung des Projektes erhalten. Ericsson ist dabei Partner für die DSL-Technik und bietet überall dort, wo das Verlegen von Glasfaser technisch oder wirtschaftlich nicht möglich ist, die Anbindung über das eigene Richtfunk-Netz an, teilten die Partner mit.

Ericsson hatte Ende 2007 das bundesweite Richtfunknetz der Deutschen Telekom übernommen und vermietet die Richtfunkkapazitäten seitdem an die Deutsche Telekom, aber auch andere Netzanbieter sowie weitere Großkunden oder Sicherheitsbehörden, so im Rahmen des Ausbaus des digitalen Behördenfunks (BOS).

Das vom Land Baden-Württemberg geförderte Modellprojekt Großerlach wurde von den fünf Gemeinden, die teils im Rems-Murr-Kreis, teils im Landkreis Schwäbisch Hall liegen, gemeinsam realisiert. Rund 4.200 Haushalte können so bis Ende 2009 erstmals Breitband mit bis zu 16.000 Kbit/s erhalten, unabhängig davon, ob die Kabelverzweiger per Glasfaser oder Richtfunk angebunden wurden. Für die sogenannte letzte Meile vom Kabelverzweiger bis in die Haushalte werden die vorhandenen Telefon-Kupferkabel genutzt.
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Na toll und was ist mit andere ländlichen Gebieten? Ich lese nur Baden-Württemberg etc.!
 
@diggiart: Hmm Kabel Baden-Württemberg macht auch hier Tempo, frage mich welches Bundesland wohl am meisten benachteiligt ist? Thüringen?
 
@silent-boy: Brandenburg / Spree-Neiße :)
 
@diggiart: Die anderen ländlichen Gebiete müssen halt aus ihrer Starre erwachen, Fördermittel beantragen und sich bei den Unternehmen melden - die kommen nicht von sich aus auf die Gemeinden zu. Je nach Bürgermeister klappt das mal besser und mal schlechter, bei uns auch eher schlechter... Zumal bei uns auf der "letzten Meile" auch kein Kupferkabel liegt. Schreib einfach mal ne eMail an deinen Bürgermeister und Frage nach dem Stand der Dinge - ich hab da z.B. erfahren, dass Sachsen kein Geld aus dem Konjunkturprogramm II in den DSL-Ausbau stecken wird (die Länder entscheiden selbst über die Verteilung der Gelder) und deswegen andere Förderprogramme (ELER und GAK) beantragt wurden, was aber dauern wird (Bürokratie), anschließend erfolgt eine Ausschreibung, die wieder Zeit verschlingt... also bis Ende 2010 klappt das in keinem Fall, aber an Merkels Versprechen erinnert sich wohl keiner mehr...
 
@diggiart: Es ist immerhin ein Anfang... natürlich würde ich mich freuen wenn bald Rheinland-Pfalz dazu kommt! :-)


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