Dell verlängert Garantie wegen defekter Nvidia-GPUs

Notebook Während Nvidia weiterhin keine Informationen zu den Materialproblemen bei seinen Grafikprozessoren heraus rückt, müssen die sich PC-Hersteller, bei deren Produkten die fehlerhaften GPUs verbaut sind, mit den Folgen herum schlagen. Nachdem Dell und HP bereits BIOS-Updates veröffentlicht haben, die bei vielen Notebooks für ein früheres Anspringen der Lüfter sorgen, um so den Verschleiß der Nvidia-GPUs zu bremsen, geht zumindest Dell nun noch einen Schritt weiter. Alle Kunden, bei deren Notebook eine Nvidia-GPU verbaut ist, erhalten eine Garantieverlängerung um ein Jahr.

Nach Angaben von Dell beschränkt sich die Garantieverlängerung auf Ausfälle und Probleme beim Grafikmodul. Das Angebot gilt weltweit, auch deutsche Kunden können also bei Problemen mit der Nvidia-Grafiklösung ihres Notebooks auf die Hilfe von Dell hoffen, auch wenn die eigentliche Garantie bereits einige Monate abgelaufen ist.

Dell will in den kommenden Wochen ausführliche Informationen zu der Garantieverlängerung herausgeben. Das Unternehmen bedankte sich über sein Firmen-Weblog ausdrücklich für die Geduld der Kunden und versicherte, dass man allen Betroffenen helfen will.

Die Garantieverlängerung gilt für folgende Systeme:
  • Inspiron 1420
  • Latitude D620
  • Latitude D630
  • Latitude D630c
  • Latitude D820
  • Latitude D830
  • XPS M1330
  • XPS M1530
  • Vostro Notebook 1310
  • Vostro Notebook 1400
  • Vostro Notebook 1510
  • Vostro Notebook 1710
  • Precision M2300
  • Precision M4300
  • Precision M65

Unterdessen hat sich Nvidia-Boss Jen-Hsun Huang einmal mehr äußerst zurückhaltend zu der Problematik geäußert. Gegenüber dem Wall Street Journal erklärte er, "wenn jeder einzelne Chips fehlerhaft wäre, müsste ich sie zurück rufen". Dies treffe in diesem Fall jedoch nicht zu, außerdem hätten die Computerhersteller auch noch ein Wörtchen mitzureden: "Ich kann nicht die Produkte unserer Kunden (Anm. d. Red.: die PC-Hersteller) zurück rufen".

Neben dem massiven Image-Schaden haben die Materialfehler, die dazu führen können, dass sich der Grafikchip durch Ermüdungserscheinungen des Lötmaterials vom Träger löst, für Nvidia auch finanzielle Folgen. Das Unternehmen musste knapp 200 Millionen US-Dollar für die Bewältigung der Probleme abschreiben und verbuchte deshalb zuletzt tiefrote Zahlen.
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