Vista: Qualitätsprobleme verzögern Ultimate Extras

Windows Vista Die unendliche Geschichte der "Ultimate Extras" für die Besitzer von Windows Vista Ultimate geht weiter - aber nur sehr langsam. Nachdem es in der letzten Zeit wieder ruhiger geworden war, gibt es nun wieder einige Neuigkeiten, sowohl positiver, als auch negativer Natur. Im Gespräch mit der Zeitung "San Francisco Chronicle" bestätigte der für die Ultimate Extras zuständige Windows Programm-Manager bei Microsoft Barry Goffe, dass man bald neue Ergänzungen veröffentlichen will. Er erklärte, dass es sich unter anderem um ein weiteres Spiel sowie eine exklusive Sammlung von Effekten und Templates für Windows Movie Maker und Windows DVD Maker handeln wird.

Wann die neuen Ultimate Extras Einzug halten werden, wollte er nicht genau angeben. Angesichts der Erfahrungen aus der Vergangenheit - Microsoft hatte bereits mehrfach vollmundig neue Ultimate Extras angekündigt, diese dann aber gar nicht oder mit Verspätung bereit gestellt - sei es besser, weniger zu versprechen und stattdessen mehr zu bieten, erklärte Goffe seine Zurückhaltung.

Goffe, der bei Microsoft die Entwicklung der Ultimate Extras leitet, versuchte erneut, die Gemüter der enttäuschten Ultimate-Kunden zu beruhigen. Vor der Markteinführung von Windows Vista hatte Microsoft angekündigt, regelmäßig neue, besondere und vor allem exklusive Erweiterungspakete für die teuerste Version des Betriebssystem bereit stellen zu wollen, die den Nutzern dieser Ausgabe einen Mehrwert bieten sollten.

Bisher wurden die Anwender jedoch enttäuscht. Bis zum heutigen Tag sind nur insgesamt fünf Ultimate Extras veröffentlicht worden. Allein dies nahm bereits ein Jahr in Anspruch. Microsofts Goffe versuchte nun, die Verzögerungen zu erklären. Der Hauptgrund seien unerwartete Probleme. Schon im Januar hatte er uns gegenüber angegeben, dass vor allem Schwierigkeiten mit Treibern ein Hindernis darstellen würden (wir berichteten).

Nun rückte er mit weiteren Details heraus. Eine spezielle Hürde für die Entwicklung neuer Ultimate Extras sei die Arbeit am ersten Service Pack für Windows Vista gewesen, da dadurch weniger Mitarbeiter bereit gestanden hätten. Das größte Problem stellen seinen Angaben zufolge aber die hohen Qualitätsmaßstäbe für die Auslieferung der Ultimate Extras über Windows Update dar.

Wenn eine Software über Windows Update verteilt werden soll, müssen unter anderem hohe Anforderungen in Sachen Sicherheit, Leistung und Qualität erfüllt sein, so Goffe. Außerdem sei eine Übersetzung in diverse Sprachen notwendig. Durch diese Vorgaben erreiche man zwar ein hohes Qualitätsniveau, so dass die Kunden tatsächlich hochwertige Software erhalten, andererseits führe dies zu neuen Schwierigkeiten.

So werde es dadurch zunehmend schwer, neue Ultimate Extras zu entwickeln, die einerseits den Vorgaben entsprechen, andererseits aber noch nicht Teil eines anderen Produkts sind und auch noch zeitnah fertig gestellt werden können. Die Kunden würden oft davon ausgehen, dass einige wenige Entwickler doch im Rahmen eines koffeinschwangeren Wochenendes neue Extras erarbeiten könnten, doch dies sei nicht so einfach wie gedacht.

In einigen Bereichen der Technologiebranche sei dies zwar durchaus üblich und ein gangbarer Weg, wenn man aber ein Betriebssystem bedient, das von rund einer Milliarde Anwender genutzt wird, müsse man eben sehr hohe Qualitätsvorgaben erfüllen, was wiederum viel Aufwand und entsprechend auch Zeit in Anspruch nimmt, erklärte Goffe.

Insgesamt hat sich die Situation also kaum verändert. Das Windows Ultimate Extras Team scheint zwar gelernt zu haben, dass man offener mit den Kunden kommunizieren muss, doch Goffes Äußerungen legen nahe, dass Personalmangel herrscht. Ob sich daran etwas ändern wird, bleibt aufgrund der Erfahrungen aus dem bisherigen Umgang mit den Ultimate Extras fraglich.

Dies ist vor allem deshalb problematisch, weil gerade die relativ kleine Gruppe der Käufer von Windows Vista Ultimate weiß, wie sie ihrer Enttäuschung Luft machen kann und so das Bild der Öffentlichkeit von Microsofts jüngstem Desktop-Betriebssystem stark beeinflusst.
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