Vista: Klage gegen Nvidia wegen fehlender Treiber?

Windows Vista Wer auf Microsofts neues Betriebssystem Windows Vista umsteigen will, braucht für viele seiner Hardware-Komponenten neue Treiber. Zwar werden auf den Installationsmedien bereits mehrere Tausend Treiberpakete mitgeliefert, doch gerade für Grafikkarten sind nur wenig ausgereifte Standardtreiber integriert. Während ATI bereits vor der offiziellen Verfügbarkeit von Vista einen entsprechenden Treiber in einer finalen Ausgabe vorlegen konnte, bietet man beim Konkurrenten Nvidia zwar für einige Karten einen finalen Treiber an, doch die Käufer der GeForce 8800 Serie und einiger Chipsätze müssen weiter warten. Dieser Umstand sorgt bei vielen Besitzern der teuren Nvidia-Grafikkarten für Unzufriedenheit, wie sich in den Web-Foren des Unternehmens zeigt.

Nachdem die Beschwerden der Anwender immer rüder wurden und in einigen Diskussionen bereits über rechtliche Schritte gegen Nvidia geredet wurde, entschieden sich die Moderatoren des Forums, derartige Unterhaltungen zu unterbinden und die auffälligsten Nutzer zu sperren. Diese Maßnahmen werden von vielen Kunden nun so ausgelegt, dass Nvidia versucht, ihre Probleme zu ignorieren.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht der Umstand, dass Nvidia seine Produkte angeblich als "Vista ready" bewirbt, aber nach Ansicht der Kunden keine funktionierenden Treiber liefern kann. Als Reaktion auf den Ausschluss einiger Forum-Mitglieder will man nun Beweise für ein Fehlverhalten seitens Nvidia sammeln und in den USA eine Sammelklage vorbereiten.

Um gegen das Unternehmen vorzugehen, wurde nun eine Webseite eingerichtet, die sich ausschließlich mit dem Thema Sammelklage beschäftigt. Käufer von Nvidia-Grafikkarten sollen Bilder von Verpackungen und Screenshots einschicken, auf denen es seitens des Herstellers heißt, dass das jeweilige Produkt für die Nutzung unter Windows Vista geeignet ist.

Nach Angaben der Befürworter einer Sammelklage hat man bereits eine Anwaltskanzlei mit der Prüfung möglicher Ansprüche beauftragt und erwartet innerhalb von drei Tagen eine Auskunft über die Erfolgaussichten. Sollte auch nach Rücksprache mit zwei weiteren Kanzleien kein Potenzial für eine Klage gegeben sein, will man das Vorhaben wieder fallenlassen.

Weitere Informationen: NvidiaClassAction.org
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