Experte: Vodafone-Unitymedia-Fusion ist eher gut für den Wettbewerb
Seitens der Experten in der Monopolkommission sieht man wenig Gründe, warum die Behörden dem Telekommunikationskonzern Vodafone Probleme bei der Übernahme von Unitymedia machen sollten. Denn bei dem Gremium sieht man die Vorteile für den Wettbewerb im Ausbau von Breitband-Angeboten.
Kurz nach Ankündigung des Zusammenschlusses hatte sogleich die Deutsche Telekom eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin lenkte sie die Aufmerksamkeit natürlich auf die so drohende Monopolisierung der TV-Übertragung in Kabelnetzen. Allerdings kann man wohl davon ausgehen, dass in den Bewertungen seitens der Behörden ganz andere Dinge eine Rolle spielen werden.
"Die Fusion von Unitymedia und Vodafone schafft einen großen neuen Spieler auf dem Breitband-Markt, was den Wettbewerb dort beleben wird. Das wird eine positive Wirkung auf den Breitbandausbau haben", sagte Achim Wambach, Vorsitzender der Monopolkommission, dem Handelsblatt. Bei dem Gremium handelt es sich um eine unabhängige Expertengruppe, die die Bundesregierung berät.
Die Zeichen der Zeit stehen aber klar auf dem Fokus des Breitband-Ausbaus. Daher kann man im Grunde sicher sein, dass die Situation beim Kabelfernsehen als nachrangig betrachtet wird - zumal schnelle Internet-Anbindungen durchaus ebenfalls als Alternative zum TV-Anschluss angesehen werden können.
Großer Internet-Vergleichs-Rechner
"Die Fusion von Unitymedia und Vodafone schafft einen großen neuen Spieler auf dem Breitband-Markt, was den Wettbewerb dort beleben wird. Das wird eine positive Wirkung auf den Breitbandausbau haben", sagte Achim Wambach, Vorsitzender der Monopolkommission, dem Handelsblatt. Bei dem Gremium handelt es sich um eine unabhängige Expertengruppe, die die Bundesregierung berät.
Eine Frage der Prioritäten
Wambach räumte ein, dass der Zusammenschluss durchaus Probleme für den Kabelmarkt mit sich bringen könnte. Immerhin versorgt Vodafone dann so viele Haushalte, dass es sich beispielsweise kein Privatsender mehr leisten könnte, aufgrund zu hoher Forderungen auf die dadurch gebotene Reichweite zu verzichten. "Es kommt jetzt darauf an, wie schwer für die zuständige Wettbewerbsbehörde die Vorteile auf dem Breitbandmarkt gegenüber den möglichen Nachteilen auf dem Kabelmarkt wiegen", führte Wambach daher aus.Die Zeichen der Zeit stehen aber klar auf dem Fokus des Breitband-Ausbaus. Daher kann man im Grunde sicher sein, dass die Situation beim Kabelfernsehen als nachrangig betrachtet wird - zumal schnelle Internet-Anbindungen durchaus ebenfalls als Alternative zum TV-Anschluss angesehen werden können.
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