Facebook wollte Patientendaten mit eigenen Nutzerdaten abgleichen

Facebook, Datenschutz, Social Network, Logo, soziales Netzwerk, Social Media, Facebook Datenschutz Bildquelle: Gerd Altmann/CCC0
Facebook hatte offenbar vor, die Patientendaten einer Reihe von ameri­ka­nischen Krankenhäusern mit den auf seiner Plattform gesammelten Nu­tzer­daten abzugleichen. Zwar sollten die Daten der Patienten ano­ny­mi­siert werden, doch mit Hilfe von Hashes wäre ein Abgleich mit den Daten von Facebook-Nutzern möglich gewesen.
Wie der US-Fernsehsender CNBC meldet, führte Facebook bis vor kurzem Gespräche mit einer Reihe von großen amerikanischen Krankenhäusern, bei denen es darum ging, dass diese anonymisierte Daten zu ihren Patienten weiterreichen sollten. Unter anderem wollte Facebook Informationen zu Krankheiten und den dagegen verschriebenen Behandlungsmaßnahmen sammeln, um sie in ein geplantes Forschungsprojekt einfließen zu lassen.

Die Informationen sollten mit Nutzerdaten von Facebooks eigener Plattform abgeglichen werden, um den Krankenhäusern so die Möglichkeit zu geben, zu ermitteln welche Patienten besondere Behandlungen benötigen könnten. Die Pläne für das Projekt wurden mittlerweile aber in Anbetracht der jüngsten Aufregung um Facebooks Umgang mit Nutzerdaten auf Eis gelegt. Das Unternehmen teilte mit, dass man nicht über die Planungsphase hinausgekommen sei und daher auch keinerlei Daten erhalten, geteilt oder analysiert habe.

Daten sollten verschlüsselt werden. Aber ...

Zuletzt sollen Vertreter des Konzerns mit großen Krankenhausunternehmen verhandelt haben, um den Datenaustauch möglich zu machen. Zwar sollten die Daten zunächst von persönlich identifizierbaren Informationen wie etwa dem Namen des Patienten befreit werden, mit Hilfe eines Hashing genannten Ansatzes sollte aber ein Abgleich mit den Nutzerdaten von Facebook erfolgen. Durch die Erstellung der Hashes hätte Facebook die Möglichkeit zu prüfen, welche Personen in beiden Datensätzen enthalten sind.

Durch die Datenauswertung, die zunächst vor allem mit Bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen erfolgen sollte, sollte unter anderem ermittelt werden, ob ein Patient zum Beispiel einzeln lebt oder wenige Freunde hat bzw. wenig Unterstützung aus seinem Umfeld erhält. Die Krankenhäuser hätten dann zum Beispiel die Möglichkeit Betreuer zu den betroffenen Personen zu schicken, um ihren Gesundheitszustand zu verbessern.

Das Thema Privatsphäre sollte vor allem durch die Anonymisierung der Daten abgedeckt werden, spielte aber während der Gespräche mit den Krankenhäusern bisher angeblich kaum eine Rolle. Auch das Thema Zustimmung durch die Patienten wurde bisher noch nicht diskutiert, heißt es. Facebook begründete die vorläufige Einstellung des Vorhabens mit dem Wunsch, zunächst mehr in andere wichtige Themen zu investieren, wie etwa den Schutz der Nutzerdaten und einen vorsichtigeren Umgang damit.

Siehe auch: Facebook, Datenschutz, Social Network, Logo, soziales Netzwerk, Social Media, Facebook Datenschutz Facebook, Datenschutz, Social Network, Logo, soziales Netzwerk, Social Media, Facebook Datenschutz Gerd Altmann/CCC0
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren23
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 13:40 Uhr x20 Smartphonex20 Smartphone
Original Amazon-Preis
59,99
Im Preisvergleich ab
?
Blitzangebot-Preis
50,99
Ersparnis zu Amazon 15% oder 9

Facebooks Aktienkurs in Euro

Facebook Aktienkurs -1 Jahr
Zeitraum: 1 Jahr

Tipp einsenden