Intel wird doch nicht alle geplanten Spectre-Patches herausgeben

Sicherheit, Sicherheitslücke, Intel, Schwachstelle, Lücke, Amd, Arm, Spectre, Meltdown, Lücken Bildquelle: TU Graz
Der Chiphersteller Intel wird dann doch nicht mehr für alle Prozessoren Patches herausgeben, die von den jüngst bekannt gewordenen Sicherheitslücken betroffen sind. Wer mit älteren Chips arbeitet wird also mit dem Risiko leben müssen, dass sein System unter Umständen insbesondere mit einem Spectre-Exploit angegriffen werden kann.
In den vergangenen Wochen hatte Intel diverse Patches herausgegeben, mit denen Angriffe auf die fehlerhaften Bereiche in den Prozessoren zumindest erschwert werden sollen. Zuerst waren im Februar natürlich die aktuelleren Modelle Skylake, Kaby Lake, Coffee Lake, Broadwell und Haswell dran, die sich derzeit in großen Mengen bei den Verbrauchern und Unternehmen im Einsatz befinden. Im März folgten dann auch noch Updates für Sandy Bridge und Ivy Bridge.

Eigentlich sollten auch Prozessor-Modelle versorgt werden, die vor den genannten Serien auf den Markt kamen und durchaus noch in nennenswertem Umfang aktiv sind. Laut einer aktualisierten Fassung der entsprechenden Unterlagen Intels hat man von diesen Plänen inzwischen aber Abschied genommen.

Zehn Jahre alte Serien

Betroffen sind davon Prozessoren, die zu den Serien-Codenamen Bloomfield, Clarksfield, Gulftown, Harpertown, Jasper Forest, Penryn, Wolfdale und Yorkfield gehören. Auf den Markt kamen diese zumeist in den Jahren 2007 bis 2009. Es gibt durchaus noch PCs und Notebooks aus dieser Zeit, die heute noch im Einsatz sind. Die meisten aktiven CPUs dieser Baureihen dürften sich aber eher in Geräten wiederfinden, die mit eingebetteten x86-Rechnern ausgestattet sind.

Ebenfalls keine Spectre-Patches erhalten zwei Modelle des SoFIA-Prozessors aus der Atom-Reihe. Diese sind mit einem Erscheinungstermin im Jahr 2015 bedeutend jünger. Für die Entscheidung gegen eine Veröffentlichung von Patches gibt es laut dem Unternehmen verschiedene Gründe. Nicht immer ist es eine geringe Verbreitung. Teils verhindern auch Besonderheiten der Architektur eine vernünftige Implementierung der nötigen Korrekturen oder die Software, die auf den älteren Chips läuft, bietet keine sinnvollen Wege, ein Update auszurollen.

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