Blablacar rudert kräftig zurück:
Barzahlungs-Verbot war blöde Idee
Der Mitfahr-Dienst Blablacar zieht die Reißleine: Bevor das Angebot, das sich einst zur Marktführung hochkämpfte, in der Bedeutungslosigkeit versinkt, will man nun doch wieder Barzahlungen zwischen Fahrern und Mitfahrern gestatten. Das Unternehmen muss sich auf einen Kompromiss einlassen.
Als die ursprünglichen Dienste bei den Fahrtenvermittlungen - insbesondere die fast schon legendäre Mitfahr-Zentrale - durch zunehmende Kommerzialisierung immer umständlicher zu nutzen wurden, schlug die Stunde von Blablacar. Der Dienst funktionierte ohne dem Nutzer größere Hürden in den Weg zulegen. So konnte die Plattform ziemlich schnell an die Spitze aufsteigen.
Die eigentlich in Frankreich ansässige Firma witterte dann aber schon sprudelnde Einnahmen und verkündete vor zwei Jahren, dass die Zahlungen von Fahrten nur noch online über die Plattform abgewickelt werden können. Das sollte vor allem auch dazu dienen, eine Beteiligung der Firma sicherzustellen. Zuvor wurde diese von den Nutzern häufig einfach vermieden. Nun will man ein neues Konzept testen, erklärte Jaime Rodriguez de Santiago, Chef der deutschen Blablacar-Niederlassung, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.
Der Schritt führte allerdings in erster Linie dazu, dass zahlreiche Fahrer zu anderen Anbietern wechselten - denn das Problem bestand nun nicht mehr nur darin, dass man auf jeden Fall die Vermittlungsgebühren in voller Höhe abführen musste. Viele Gelegenheitsfahrer nehmen schlicht auch gern Mitfahrer an Bord, um unterwegs direkt einen Zuschuss zum Spritgeld zu bekommen - die reine Online-Transaktion hingegen sorgte dafür, dass man erst einmal alles vorstrecken musste und später dann eine Überweisung bekam.
Weil man mit der Barzahlung ohnehin nicht sinnvoll an streckenabhängige Gebühren kommt, stellt man nun auf pauschale Pakete um. Gelegenheitsnutzer sollen sich ab dem Sommer einen Wochenzugang für 2,99 Euro holen und Fahrten buchen können. Vielfahrer bekommen ein Halbjahrespaket für 14,99 Euro angeboten. Ab Mitte März soll das neue System außerdem zum Einführungspreis von 1,50 Euro und 1,99 Euro bereitgestellt werden, um erst einmal möglichst viele Nutzer ins Boot zu holen.
Siehe auch: BlaBlaCar beginnt jetzt die Umstellung auf Online-Zahlung
Die eigentlich in Frankreich ansässige Firma witterte dann aber schon sprudelnde Einnahmen und verkündete vor zwei Jahren, dass die Zahlungen von Fahrten nur noch online über die Plattform abgewickelt werden können. Das sollte vor allem auch dazu dienen, eine Beteiligung der Firma sicherzustellen. Zuvor wurde diese von den Nutzern häufig einfach vermieden. Nun will man ein neues Konzept testen, erklärte Jaime Rodriguez de Santiago, Chef der deutschen Blablacar-Niederlassung, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.
Der Schritt führte allerdings in erster Linie dazu, dass zahlreiche Fahrer zu anderen Anbietern wechselten - denn das Problem bestand nun nicht mehr nur darin, dass man auf jeden Fall die Vermittlungsgebühren in voller Höhe abführen musste. Viele Gelegenheitsfahrer nehmen schlicht auch gern Mitfahrer an Bord, um unterwegs direkt einen Zuschuss zum Spritgeld zu bekommen - die reine Online-Transaktion hingegen sorgte dafür, dass man erst einmal alles vorstrecken musste und später dann eine Überweisung bekam.
Umstellung auf Flatrates
Wie de Santiago ausführte, habe die Online-Zahlung die Gebührenflüsse an den Plattform-Betreiber durchaus verlässlicher gemacht. "Aber uns ist bewusst, dass sie nicht für alle perfekt ist", führte er aus. Immerhin existiere in Deutschland eine starke Bargeldkultur und die Hälfte der - noch verbliebenen - Fahrtenanbieter soll in neueren Umfragen erklärt haben, lieber Geld in die Hand zu bekommen.Weil man mit der Barzahlung ohnehin nicht sinnvoll an streckenabhängige Gebühren kommt, stellt man nun auf pauschale Pakete um. Gelegenheitsnutzer sollen sich ab dem Sommer einen Wochenzugang für 2,99 Euro holen und Fahrten buchen können. Vielfahrer bekommen ein Halbjahrespaket für 14,99 Euro angeboten. Ab Mitte März soll das neue System außerdem zum Einführungspreis von 1,50 Euro und 1,99 Euro bereitgestellt werden, um erst einmal möglichst viele Nutzer ins Boot zu holen.
Siehe auch: BlaBlaCar beginnt jetzt die Umstellung auf Online-Zahlung
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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