Wettbewerb will man nicht:
Taxigewerbe wettert gegen Mitfahrdienste
"Ride-Sharing"- und andere Mobilitätsanbieter setzen dem traditionellen Taxigewerbe immer mehr zu. Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband BZP macht jetzt einmal mehr deutlich, dass man sich unfair behandelt fühlt. Die neue Konkurrenz sei "inakzeptabel".
Wie der Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands BZP, Michael Müller, der Welt am Sonntag (via heise) mitteilt, halte er die neuen Mitfahrdienste, die sich vor allem in Metropolen als Konkurrenz zum Taxi zu etablieren versuchen, schlichtweg für "inakzeptabel". Nach seiner Ansicht müssten die Anbieter denselben Service bieten wie die Taxibranche, ansonsten müsse man von verzerrten Wettbewerbsbedingungen ausgehen. Man müsse den Anbietern vorwerfen, "Rosinenpickerei" zu betreiben. "Die spielen ein bisschen rum, kaum einer verdient Geld. Die kaufen sich Marktanteile. Und zwar dort, wo man das meiste Geld machen kann: In den Innenstädten, zu bestimmten passagierstarken Zeiten", kritisierte Müller. "Und all diese Sharing-Dienste sind nicht 24 Stunden, sieben Tage im Einsatz, überall. So wie wir."
Die Konkurrenz, die sich aktuell vor allem in Metropolen aufstellt, kommt außerdem jetzt nicht mehr aus dem Ausland. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und Daimler haben vor wenigen Tagen ein Mitfahrangebot für die Hauptstadt angekündigt. Mit Clevershuttle bringt die Deutsche Bahn ihre Idee eines modernen Mobilitätsdienstes nach Hamburg, Berlin, München und Leipzig. Unter den Namen Moovel und Moia starten Daimler und Volkswagen ähnliche Angebote in Stuttgart und Hamburg. Man darf gespannt sein, wie die Taxibranche ihren Kampf gegen diese neue Konkurrenz aufnehmen wird.
Sorgen um die eigenen Geldquellen werden laut
In vielen Ländern der Welt gehört es seit Jahren zum Alltag, dass man neben traditionellen Taxi-Anbietern auch unter vielen weiteren Mobilitäts-Diensten wählen kann - auch, weil beispielsweise die USA schnell dafür gesorgt hat, dass Fahrer bei Uber, Lyft und Co. eine entsprechende Lizenz beantragen mussten. Vielerorts hat das dazu geführt, dass für Kunden ein deutlich besserer Service geboten wird - so ist es in den USA ganz üblich, dass man Getränke und andere kleine Annehmlichkeiten als Mitfahrer kostenlos nutzen kann. Nachdem beispielsweise Uber hierzulande wegen anhaltender Klagen und hartem Gegenwind aus der Taxibranche erst gar nicht seinen "Ride-Sharing"-Dienst aufbauen konnte, etablieren jetzt immer mehr Anbieter neue Modelle - und das schmeckt dem Taxigewerbe immer noch überhaupt nicht.Wie der Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands BZP, Michael Müller, der Welt am Sonntag (via heise) mitteilt, halte er die neuen Mitfahrdienste, die sich vor allem in Metropolen als Konkurrenz zum Taxi zu etablieren versuchen, schlichtweg für "inakzeptabel". Nach seiner Ansicht müssten die Anbieter denselben Service bieten wie die Taxibranche, ansonsten müsse man von verzerrten Wettbewerbsbedingungen ausgehen. Man müsse den Anbietern vorwerfen, "Rosinenpickerei" zu betreiben. "Die spielen ein bisschen rum, kaum einer verdient Geld. Die kaufen sich Marktanteile. Und zwar dort, wo man das meiste Geld machen kann: In den Innenstädten, zu bestimmten passagierstarken Zeiten", kritisierte Müller. "Und all diese Sharing-Dienste sind nicht 24 Stunden, sieben Tage im Einsatz, überall. So wie wir."
Es wird sich ändern, ob die Taxis wollen oder nicht
Natürlich ist auch dem Taxigewerbe bewusst, dass sich ihre Branche unweigerlich in den nächsten Jahrzehnten komplett verändern wird. Dass man von allen Branchen-Beteiligten einfordert, dass diese sich nach denselben Spielregeln richten müssen, ist verständlich. Man muss Müller aber den Vorwurf machen dürfen, dass seine Aussagen dem Wunsch nach Innovation in seiner Branche keine Rechnung tragen, sondern vielmehr auf den Status quo verweisen.Die Konkurrenz, die sich aktuell vor allem in Metropolen aufstellt, kommt außerdem jetzt nicht mehr aus dem Ausland. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und Daimler haben vor wenigen Tagen ein Mitfahrangebot für die Hauptstadt angekündigt. Mit Clevershuttle bringt die Deutsche Bahn ihre Idee eines modernen Mobilitätsdienstes nach Hamburg, Berlin, München und Leipzig. Unter den Namen Moovel und Moia starten Daimler und Volkswagen ähnliche Angebote in Stuttgart und Hamburg. Man darf gespannt sein, wie die Taxibranche ihren Kampf gegen diese neue Konkurrenz aufnehmen wird.
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