Vernichtendes AV-Test-Urteil für Googles Malware-Schutz Play Protect
Seit dem vergangenen Sommer bietet Google einen eigenen Malware-Scanner an. Dieser nennt sich Play Protect und ist Bestandteil des Play Store. Das Magdeburger Sicherheitsinstitut AV-Test hat den Google-eigenen Malware-Schutz in die Liste der Android-Antiviren-Apps aufgenommen und das erste Testurteil ist regelrecht vernichtend.
Über den Sinn und Unsinn von Android-Virenschutzprogrammen gibt es durchaus unterschiedliche Meinungen. So hat Google selbst immer wieder darauf verwiesen, dass Anwendungen, die im Play Store landen, geprüft werden und entsprechend frei von Viren sind. Dennoch gibt es immer wieder Berichte, wonach es Angreifern gelingt, Schadcode auch in den Play Store einzuschleusen und ihn darüber zu verteilen.
Das ist auch der Hintergrund, warum nun auch Google eine Virenschutzanwendung anbietet. Doch laut den ersten Ergebnissen von AV-Test versagt das System des Android-Anbieters aber auf ganzer Linie. Denn zum einen fehlen Google Play Protect zahlreiche Sicherheitsfunktionen, die Konkurrenten bieten - wohlgemerkt sind diese aber auch nicht das Ziel dieser Security-Lösung.
Google Play Protect versagt auf ganzer Linie
Zum anderen - und das ist das eigentliche Problem oder Versagen - bietet Google Play Protect eine miserable Erkennungsquote. Denn in der Kategorie der Echtzeit-Erkennung der allerneuesten Android-Malware kam Play Protect auf gerade einmal 65,8 Prozent, bei rund vier Wochen alter Malware waren es 79,2 Prozent. In beiden Fällen lag der Industrie-Durchschnitt weit darüber, nämlich bei 95,7% bzw. 98,4%.
Siehe auch: AV-Test - Windows Defender landet erstmals im (guten) Mittelfeld
Das ist auch der Hintergrund, warum nun auch Google eine Virenschutzanwendung anbietet. Doch laut den ersten Ergebnissen von AV-Test versagt das System des Android-Anbieters aber auf ganzer Linie. Denn zum einen fehlen Google Play Protect zahlreiche Sicherheitsfunktionen, die Konkurrenten bieten - wohlgemerkt sind diese aber auch nicht das Ziel dieser Security-Lösung.
Google Play Protect versagt auf ganzer Linie
Zum anderen - und das ist das eigentliche Problem oder Versagen - bietet Google Play Protect eine miserable Erkennungsquote. Denn in der Kategorie der Echtzeit-Erkennung der allerneuesten Android-Malware kam Play Protect auf gerade einmal 65,8 Prozent, bei rund vier Wochen alter Malware waren es 79,2 Prozent. In beiden Fällen lag der Industrie-Durchschnitt weit darüber, nämlich bei 95,7% bzw. 98,4%.
Klarer letzter Platz
Damit landete Google Play Protect abgeschlagen auf dem letzten Platz. Damit ergeht es den Kaliforniern in gewisser Weise gleich wie Microsoft mit dem Windows Defender. Denn die Redmonder landeten früher regelmäßig abgeschlagen auf dem letzten Platz, zuletzt konnte man sich stark verbessern und zur Drittanbieterkonkurrenz aufschließen.Siehe auch: AV-Test - Windows Defender landet erstmals im (guten) Mittelfeld
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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