Xiaomi Redmi Pad Test: Gutes Mittelklasse-Tablet - mit einem Haken

Xiaomi bringt das Redmi Pad nach Deutschland: Für rund 300 Euro werden eine ordentliche Performance, bis zu 6 GB RAM, ein 90-Hertz-Display und zwei große Android-Updates geboten. Xiaomi macht hier also vieles richtig, wie unser Kollege Andrzej Tokarski bei seinem Test des Tablets feststellen konnte. Allerdings gibt es auch zumindest einen großen Schwachpunkt, den Interessierte bei einem Kauf beachten sollten.
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Verarbeitung und Display überzeugen

Design und Verarbeitung bieten beim Xiaomi Redmi Pad keinen Anlass zur Kritik. Das Gehäuse besteht aus Metall und ist gut verarbeitet. Mit 7,05 Millimetern ist es recht dünn und es bringt 445 Gramm auf die Waage. Die vier Lautsprecher liefern einen guten Sound, auch wenn dieser beim Samsung Galaxy Tab S6 Lite, ein direkter Konkurrent, etwas besser klingt. Nicht ganz überzeugen können die beiden 8-Megapixel-Kameras, die aber zumindest bei guten Lichtverhältnissen brauchbare Fotos schießen.

Ein Highlight ist das Display. Dieses ist 10,6 Zoll groß und löst mit 2000 x 1200 Pixeln auf. Die maximale Bildwiederholrate beträgt 90 Hertz, mit 400 Nits ist es zwar hell, aber nicht ganz so hell wie etwa das Apple iPad 9. Ein aktiver Eingabestift wird leider nicht unterstützt.

Gute Performance, großes Update-Versprechen

Xiaomi verbaut hier den Mediatek Helio G99 sowie wahlweise 3 GB, 4 GB oder auch 6 GB RAM und 64 GB / 128 GB internen Speicher. In Benchmarks schneidet das Redmi Pad dadurch ordentlich ab und empfiehlt sich sogar als gutes Spiele-Tablet, wenn man bei Titeln wie PUBG Mobile und Co. mit mittleren Grafikeinstellungen leben kann. Allerdings: Fortnite lief im Test leider nicht.

Im Auslieferungszustand läuft auf dem Redmi Pad Android 12 mit aufgesetzter Benutzeroberfläche MIUI 13, die das Betriebssystem recht stark anpasst. Xiaomi verspricht zwei große Android-Updates und drei Jahre Sicherheitsupdates - da kann derzeit nur Samsung mithalten. Dank Widevine L1 laufen Netflix und Co. in HD-Auflösung.

Kein Multitasking beim 3-GB-Modell

Bedauerlicherweise machte sich im Test ein ärgerlicher Schwachpunkt bemerkbar, zumindest dann, wenn man sich für das Modell mit 3 GB RAM entscheidet: Bei diesem hat Xiaomi nämlich den Mehrfenstermodus deaktiviert. Es ist daher nicht möglich, zwei Apps nebeneinander laufen zu lassen. Andere Tablets mit ähnlichen Spezifikationen sind dazu in der Lage. Auch stürzte etwa die YouTube-App nach einer Weile ab, wenn man sie im Hintergrund laufen ließ.

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