Auschwitz: QR-Code holt Zeitzeugen aufs Smartphone
Das Unvorstellbare greifbar machen, dieser Herausforderung stellt sich die Gedenkstätte im einstigen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau seit Kurzem mit einem neuen Medium. Auf ihrem Rundgang können Besucher die Augenzeugenberichte ehemaliger Häftlinge auf Handys oder Tablets mit QR-Codescannern empfangen und abspielen. So sollen die Stimmen der letzten Zeugen erhalten bleiben.
Auschwitz-Birkenau war das größte der Vernichtungslager der Nazis, in dem während des Zweiten Weltkriegs mehr als eine Million Menschen ermordet wurden. Noch gibt es ein paar letzte Zeitzeugen, die Schüler- und Besuchergruppen durch das ehemalige Lager führen, für viele ein intensives Erlebnis.
Mit den Ton- und Videoaufzeichnungen ihrer Berichte, will die Gedenkstätte diese Erfahrung weiterhin ermöglichen. Die QR-Technologie erlaubt eine direkte und individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema. "Vielleicht fühlen sich junge Menschen auf diese Weise eher angesprochen. Das kann ich nicht beurteilen, aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert", sagt ein Besucher aus Dresden.
Intensives Erlebnis
Bartosz Bartyzel, Pressesprecher: "Über die QR-Codes erhält man Zugang zum Wi-Fi-Netzwerk, das wir gratis zur Verfügung stellen. Wir können die Berichte ehemaliger Häftlinge abspielen und erfahren auf diese Weise, was sie in Auschwitz-Birkenau durchmachen mussten."Auschwitz-Birkenau war das größte der Vernichtungslager der Nazis, in dem während des Zweiten Weltkriegs mehr als eine Million Menschen ermordet wurden. Noch gibt es ein paar letzte Zeitzeugen, die Schüler- und Besuchergruppen durch das ehemalige Lager führen, für viele ein intensives Erlebnis.
Mit den Ton- und Videoaufzeichnungen ihrer Berichte, will die Gedenkstätte diese Erfahrung weiterhin ermöglichen. Die QR-Technologie erlaubt eine direkte und individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema. "Vielleicht fühlen sich junge Menschen auf diese Weise eher angesprochen. Das kann ich nicht beurteilen, aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert", sagt ein Besucher aus Dresden.
Ausweitung geplant
Das Projekt geht auf eine Initiative des Verbands der französischen Auschwitz-Deportierten zurück. Bisher sind die Zeitzeugenberichte auf Polnisch, Englisch und Französisch abrufbar. Eine Ausweitung ist geplant.Verwandte Videos
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