Störungen im WLAN-Feld lassen Forscher durch Wände "gucken"

Forschung, Wlan, Wissenschaft, Signal, elektromagnetisches Feld, Felder Forschung, Wlan, Wissenschaft, Signal, elektromagnetisches Feld, Felder
Um herauszufinden, wie viele Personen sich in einem Raum aufhalten, muss man keinen Zugang und auch keine aufwendige Spionage-Technik haben. Es genügt, wenn auf einer Seite ein WLAN-Sender und auf der anderen ein entsprechender Empfänger verfügbar ist. Das haben Forscher aus Kalifornien jetzt demonstriert.

Sie konnten nachweisen, dass die Störungen am WLAN-Signal, die durch die Bewegungen von Personen verursacht werden, ausreichen, um ziemlich genau abschätzen zu können, wie viele Menschen sich in einem Raum aufhalten. Weder der WLAN-Hotspot noch der Empfänger müssen sich dafür im Inneren befinden, das Signal muss nur die Möglichkeit haben hindurchzugehen.

Störungen im Feld

Es ist im Grunde nichts Unbekanntes, dass ein menschlicher Körper Veränderungen in einem elektromagnetischen Feld verursacht, wenn er sich in diesem bewegt. Etwas überraschend ist dann aber doch die Tatsache, dass ein herkömmliches WLAN-Signal eine Qualität mitbringt, die für die genannte Aufgabe ausreichend ist. Denn handelsübliche Sender sind kaum darauf ausgelegt, komplett saubere Felder aufzubauen, hinzu kommt, dass auch die aufmodulierten Daten kleine Schwankungen verursachen.

Trotzdem gelang es den Forschern einen Algorithmus zu entwickeln, der zu ziemlich genauen Ergebnissen kommt. Nicht immer gelingt es, die Menge der Menschen im Raum hundertprozentig richtig zu bestimmen, allerdings gab es bei den Experimenten auch keine wirklichen gravierenden Fehler. Und all dies, ohne dass die Technik vor ihrem Einsatz für die jeweilige Situation kalibriert wurde.

Für eine weiterentwickelte Technik dieser Art gibt es unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. So könnten Sensoren die ohnehin vorhandenen WLANs nutzen, um beispielsweise jederzeit Daten darüber zu liefern, wie viele Menschen sich in einem Geschäft befinden und damit die Marktforschung unterstützen. Aber auch Sicherheitskräfte könnten so an eine preiswerte Möglichkeit kommen, Aufschluss darüber zu bekommen, wie viele Leute von einer Geiselnahme oder dem Einsturz von Gebäudeteilen betroffen sind.
Dieses Video empfehlen
Kommentieren9
Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Funktioniert wahrscheinlich nicht, wenn jemand wie ich die ganze Zeit über in der Ecke sitzt.
 
@andy01q: Warum? Weil du durch exzessiven Chipskonsum nun als supermassereicher Körper Funkwellen absorbierst?
 
@Not-Aus: Ne, dann würde es erst recht funktionieren. Er müsste durchlässig sein. Vermutlich so "salty" dass kein Wasser mehr in ihm ist. Wasser absorbiert die Wellen ja ziemlich gut. ;)
 
@Not-Aus: Nein. Weil auf obigen Bild nur jeweils ein Sender und ein Empfänger zu sehen ist = kreisförmiger Abstrahlpunkt.
Verkrümelt man sich als Person auf der "richtigen" Seite des Raums, also die, bei der hinter der Wand der Sender steht, in ne Raumecke, dann treffen einen dessen sich logischerweise kreisförmig ausbreitenden "Analysestrahlen" nur von ziemlich stark schräg. Und gehen dann ihre Richtung beibehaltend und daher sehr gut möglich: unempfangen durch die Wand wieder raus. So stark schräg wie die austreten, da hat andy völlig Recht, ist die Chance enorm hoch, das der gut möglich erst mehrere meter weiter hinten stehende Empfänger null davon mitkriegt / kriegen KANN.
 
Habe ich ein dejá vue oder gab es die Nachricht vor einigen Jahren schon mal?
 
@pcfan: Vor Jahren war die Gier nach Kunden-Bestandsdaten im Laden-WLAN nicht so offensichtlich.
 
Die sache mit der Alufolie hinter der Tapete wirkt plötzlich gar nicht mehr so lächerlich was?
 
@Trabant: Irgendwie hatte der TÜV aber was gegen das bekleben der Autoscheiben damit, versteh gaahnich was die sich so anstellen.. *fg
 
für diese Scanner Funktion und natürlich als Strahlenwaffe wird 5G jetzt flächendeckend aufgebaut!
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen