Sony ECM-W5: Vielseitiges Funkmikrofon mit Bluetooth im Test
Das Sony ECM-W5 ist ein kompaktes Funkmikrofonsystem, das sich über zwei mitgelieferte Sender hinaus auf bis zu vier Funkstrecken erweitern lässt. Hinzu kommen ein zusätzlicher Audioeingang, interne Aufnahmen mit 32-Bit-Float und die Möglichkeit, den Ton über kompatible Bluetooth-Kopfhörer kabellos live abzuhören. Die Kollegen von ValueTech TV haben das System getestet.
Seine größten Vorteile bietet das Set an Sony-Kameras mit Multi-Interface-Schuh (MI-Schuh). Bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 410 Euro zeigen sich im Praxistest allerdings auch einige Einschränkungen.
Zum Lieferumfang gehören ein Empfänger, zwei Sender und ein Lade- und Transportgehäuse. Die Mikrofone lassen sich mit Clips oder magnetisch an der Kleidung befestigen. Positiv ist, dass sich der Akku des Ladegehäuses austauschen lässt. Weniger durchdacht fällt der Transport aus: Für die Fellwindschutze fehlt ein eigenes Fach.
Der Empfänger bezieht über den MI-Schuh kompatibler Sony-Kameras Strom und kann bis zu vier Audiokanäle ausgeben. Alternativ steht ein analoger Ausgang für Kameras anderer Hersteller zur Verfügung, allerdings mit eingeschränktem Funktionsumfang. Ein zusätzlicher Audioeingang ermöglicht es, etwa ein Lavaliermikrofon für eine Person hinter der Kamera einzubinden. Einen weiteren Zubehörschuh zur direkten Befestigung eines zusätzlichen Mikrofons besitzt der Empfänger nicht.
Die Bedienung erfolgt über ein Drehrad und einen seitlichen Schalter. Eine Automatik kann den Empfänger abhängig vom Kamera-Aufnahmemodus ein- und ausschalten. Im Test arbeitete die optionale Kopplung dieser Funktion mit den Sendern jedoch nicht zuverlässig. Für wichtige Aufnahmen empfiehlt sich deshalb der manuelle Betrieb.
Zu den Besonderheiten gehört die drahtlose Tonkontrolle über Bluetooth-Kopfhörer, sofern diese Bluetooth-LE-Audio mit LC3 unterstützen. Die Verzögerung fiel im Test gering aus. Allerdings funktioniert das Abhören nur während der Aufnahme: Bereits gespeicherte Clips lassen sich nicht über denselben Weg wiedergeben. Dafür bleiben kabelgebundene Kopfhörer an der Kamera oder deren Lautsprecher erforderlich.
Die interne Aufnahme mit 32-Bit-Float dient als zusätzliche Absicherung. Auch Timecode, eine Abtastrate von bis zu 96 kHz sowie getrennt konfigurierbare Lowcut-Filter und Rauschunterdrückung gehören zur Ausstattung. Welche Funktionen bei der direkten Kameraaufnahme verfügbar sind, hängt allerdings vom jeweiligen Modell ab.
Für 410 Euro bietet das ECM-W5 damit einen vielseitigen Funktionsumfang. Besonders für Nutzer kompatibler Sony-Kameras ist das System interessant. Die fehlende drahtlose Wiedergabekontrolle, die unzuverlässige Senderautomatik und der eingeschränkte Zubehörtransport verhindern jedoch eine uneingeschränkte Empfehlung.
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Seine größten Vorteile bietet das Set an Sony-Kameras mit Multi-Interface-Schuh (MI-Schuh). Bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 410 Euro zeigen sich im Praxistest allerdings auch einige Einschränkungen.
Zum Lieferumfang gehören ein Empfänger, zwei Sender und ein Lade- und Transportgehäuse. Die Mikrofone lassen sich mit Clips oder magnetisch an der Kleidung befestigen. Positiv ist, dass sich der Akku des Ladegehäuses austauschen lässt. Weniger durchdacht fällt der Transport aus: Für die Fellwindschutze fehlt ein eigenes Fach.
Der Empfänger bezieht über den MI-Schuh kompatibler Sony-Kameras Strom und kann bis zu vier Audiokanäle ausgeben. Alternativ steht ein analoger Ausgang für Kameras anderer Hersteller zur Verfügung, allerdings mit eingeschränktem Funktionsumfang. Ein zusätzlicher Audioeingang ermöglicht es, etwa ein Lavaliermikrofon für eine Person hinter der Kamera einzubinden. Einen weiteren Zubehörschuh zur direkten Befestigung eines zusätzlichen Mikrofons besitzt der Empfänger nicht.
Die Bedienung erfolgt über ein Drehrad und einen seitlichen Schalter. Eine Automatik kann den Empfänger abhängig vom Kamera-Aufnahmemodus ein- und ausschalten. Im Test arbeitete die optionale Kopplung dieser Funktion mit den Sendern jedoch nicht zuverlässig. Für wichtige Aufnahmen empfiehlt sich deshalb der manuelle Betrieb.
Zu den Besonderheiten gehört die drahtlose Tonkontrolle über Bluetooth-Kopfhörer, sofern diese Bluetooth-LE-Audio mit LC3 unterstützen. Die Verzögerung fiel im Test gering aus. Allerdings funktioniert das Abhören nur während der Aufnahme: Bereits gespeicherte Clips lassen sich nicht über denselben Weg wiedergeben. Dafür bleiben kabelgebundene Kopfhörer an der Kamera oder deren Lautsprecher erforderlich.
Klang ist in Ordnung
Die integrierten Mikrofone lieferten im Außentest an einer Sony Alpha 7R V einen soliden Klang. Dank der körpernahen Positionierung bleibt die Stimme auch bei Bewegungen und beim Wegdrehen von der Kamera gut erfassbar. Für externe Mikrofone besitzen die Sender jeweils einen 3,5-mm-Anschluss mit Schraubsicherung. Die Funkübertragung erfolgt im 2,4-GHz-Band, sodass in stark belegten Umgebungen Störungen nicht ausgeschlossen sind.Die interne Aufnahme mit 32-Bit-Float dient als zusätzliche Absicherung. Auch Timecode, eine Abtastrate von bis zu 96 kHz sowie getrennt konfigurierbare Lowcut-Filter und Rauschunterdrückung gehören zur Ausstattung. Welche Funktionen bei der direkten Kameraaufnahme verfügbar sind, hängt allerdings vom jeweiligen Modell ab.
Für 410 Euro bietet das ECM-W5 damit einen vielseitigen Funktionsumfang. Besonders für Nutzer kompatibler Sony-Kameras ist das System interessant. Die fehlende drahtlose Wiedergabekontrolle, die unzuverlässige Senderautomatik und der eingeschränkte Zubehörtransport verhindern jedoch eine uneingeschränkte Empfehlung.
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