Sigma 50-120 mm F2.8 DC OS: Fast perfekter 70-200er-Ersatz für APS-C
Das Sigma 50-120 mm F2.8 DC OS aus der Contemporary-Reihe kombiniert eine durchgehende Lichtstärke von f/2,8 mit optischer Bildstabilisierung und einem Gewicht von rund 400 Gramm. Das kompakte Telezoom richtet sich an Nutzer von APS-C-Kameras, die eine vielseitige Brennweite ohne schweres Equipment suchen. Im Praxistest unserer Kollegen von ValueTech TV an der Fujifilm X-T50 überzeugte das Objektiv mit gleichmäßiger Bildqualität, schnellem Autofokus und guten Nahaufnahmefähigkeiten. Abstriche gibt es bei der Bedienung.
Das für Fujifilm X, Sony E und Canon RF erhältliche Objektiv deckt einen Brennweitenbereich von 50 bis 120 mm ab. An einer Fujifilm-Kamera entspricht der Bildwinkel ungefähr einem 75-180-mm-Objektiv am Kleinbild. Damit reicht es in weiten Teilen an den klassischen 70-200-mm-Bereich heran, erreicht dessen lange Brennweite aber nicht vollständig. Das Gewicht beträgt je nach Anschluss 390 oder 410 Gramm. Zur Ausstattung gehören ein 55-mm-Filtergewinde, elf Blendenlamellen und eine Gegenlichtblende. Der Preis lag zum Testzeitpunkt bei knapp 800 Euro.
Das Gehäuse ist an mehreren Stellen abgedichtet, besteht jedoch nicht aus Metall. Beim Zoomen fährt der Tubus aus, anders als bei Objektiven mit Innenzoom. Neben Zoom- und Fokusring gibt es einen Blendenring. Separate Schalter für Autofokus und Bildstabilisierung fehlen. Auch lässt sich der Blendenring weder auf klicklose Bedienung umstellen noch arretieren. Wer häufig zwischen Fokusmodi wechselt oder beim Filmen die Blende stufenlos verstellen möchte, muss daher Einschränkungen in Kauf nehmen.
Die Bildqualität wurde an der Fujifilm X-T50 mit 40-Megapixel-Sensor bei 50, 80 bis 85 und 120 mm geprüft. Über den gesamten Zoombereich liefert das Sigma eine gleichmäßige Leistung. Bereits bei f/2,8 ist die Schärfe im Bildzentrum gut, während Abblenden auf f/4 den Kontrast verbessert. Für die beste Randschärfe empfiehlt sich etwa f/5,6. Leichte chromatische Aberrationen bleiben sichtbar, sind insgesamt aber gut kontrolliert. Ein deutlicher Qualitätsabfall am langen Ende war nicht festzustellen.
Die elf Blendenlamellen ermöglichen eine angenehme Hintergrundunschärfe und eine deutliche Freistellung bei Offenblende. Auch im Gegenlicht traten im Test nur wenige störende Reflexionen auf. Hinzu kommen gute Nahaufnahmefähigkeiten: Die Naheinstellgrenze liegt je nach Brennweite zwischen etwa 23 und 55 Zentimetern, der Abbildungsmaßstab bewegt sich grob um 1:2. Für Blumen und kleinere Motive ist das Objektiv damit ebenfalls geeignet, ersetzt aber kein echtes Makroobjektiv mit 1:1-Abbildungsmaßstab.
Der Linearmotor fokussierte im Test schnell und verfolgte Motive auch bei Videoaufnahmen zuverlässig. In Verbindung mit der kamerainternen Stabilisierung der X-T50 gelangen zudem ausgesprochen ruhige Freihandvideos. Das Ergebnis lässt sich allerdings nicht allein dem Objektivstabilisator zuschreiben, da beide Systeme zusammenarbeiteten.
Im Vergleich zum Fujifilm XF 50-140 mm F2.8 ist das Sigma deutlich leichter und günstiger. Das Fujifilm-Modell wiegt mehr als doppelt so viel und kostete zum Testzeitpunkt knapp 1.400 Euro. Dafür bietet es eine längere Brennweite und einen Innenzoom. Ein belastbarer Bildqualitätsvergleich war im Test nicht möglich.
Das Sigma 50-120 mm F2.8 DC OS empfiehlt sich vor allem für Porträts, Reisen und Wanderungen, bei denen geringes Gewicht und Lichtstärke zählen. Die gleichmäßige Bildqualität, der schnelle Autofokus und die Nahaufnahmefähigkeiten machen es vielseitig einsetzbar. Wer direkte Funktionsschalter, einen klicklosen Blendenring oder eine unveränderliche Baulänge benötigt, sollte die Einschränkungen vor dem Kauf berücksichtigen.
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Das für Fujifilm X, Sony E und Canon RF erhältliche Objektiv deckt einen Brennweitenbereich von 50 bis 120 mm ab. An einer Fujifilm-Kamera entspricht der Bildwinkel ungefähr einem 75-180-mm-Objektiv am Kleinbild. Damit reicht es in weiten Teilen an den klassischen 70-200-mm-Bereich heran, erreicht dessen lange Brennweite aber nicht vollständig. Das Gewicht beträgt je nach Anschluss 390 oder 410 Gramm. Zur Ausstattung gehören ein 55-mm-Filtergewinde, elf Blendenlamellen und eine Gegenlichtblende. Der Preis lag zum Testzeitpunkt bei knapp 800 Euro.
Das Gehäuse ist an mehreren Stellen abgedichtet, besteht jedoch nicht aus Metall. Beim Zoomen fährt der Tubus aus, anders als bei Objektiven mit Innenzoom. Neben Zoom- und Fokusring gibt es einen Blendenring. Separate Schalter für Autofokus und Bildstabilisierung fehlen. Auch lässt sich der Blendenring weder auf klicklose Bedienung umstellen noch arretieren. Wer häufig zwischen Fokusmodi wechselt oder beim Filmen die Blende stufenlos verstellen möchte, muss daher Einschränkungen in Kauf nehmen.
Die Bildqualität wurde an der Fujifilm X-T50 mit 40-Megapixel-Sensor bei 50, 80 bis 85 und 120 mm geprüft. Über den gesamten Zoombereich liefert das Sigma eine gleichmäßige Leistung. Bereits bei f/2,8 ist die Schärfe im Bildzentrum gut, während Abblenden auf f/4 den Kontrast verbessert. Für die beste Randschärfe empfiehlt sich etwa f/5,6. Leichte chromatische Aberrationen bleiben sichtbar, sind insgesamt aber gut kontrolliert. Ein deutlicher Qualitätsabfall am langen Ende war nicht festzustellen.
Die elf Blendenlamellen ermöglichen eine angenehme Hintergrundunschärfe und eine deutliche Freistellung bei Offenblende. Auch im Gegenlicht traten im Test nur wenige störende Reflexionen auf. Hinzu kommen gute Nahaufnahmefähigkeiten: Die Naheinstellgrenze liegt je nach Brennweite zwischen etwa 23 und 55 Zentimetern, der Abbildungsmaßstab bewegt sich grob um 1:2. Für Blumen und kleinere Motive ist das Objektiv damit ebenfalls geeignet, ersetzt aber kein echtes Makroobjektiv mit 1:1-Abbildungsmaßstab.
Der Linearmotor fokussierte im Test schnell und verfolgte Motive auch bei Videoaufnahmen zuverlässig. In Verbindung mit der kamerainternen Stabilisierung der X-T50 gelangen zudem ausgesprochen ruhige Freihandvideos. Das Ergebnis lässt sich allerdings nicht allein dem Objektivstabilisator zuschreiben, da beide Systeme zusammenarbeiteten.
Im Vergleich zum Fujifilm XF 50-140 mm F2.8 ist das Sigma deutlich leichter und günstiger. Das Fujifilm-Modell wiegt mehr als doppelt so viel und kostete zum Testzeitpunkt knapp 1.400 Euro. Dafür bietet es eine längere Brennweite und einen Innenzoom. Ein belastbarer Bildqualitätsvergleich war im Test nicht möglich.
Das Sigma 50-120 mm F2.8 DC OS empfiehlt sich vor allem für Porträts, Reisen und Wanderungen, bei denen geringes Gewicht und Lichtstärke zählen. Die gleichmäßige Bildqualität, der schnelle Autofokus und die Nahaufnahmefähigkeiten machen es vielseitig einsetzbar. Wer direkte Funktionsschalter, einen klicklosen Blendenring oder eine unveränderliche Baulänge benötigt, sollte die Einschränkungen vor dem Kauf berücksichtigen.
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