Smarte E-Bikes: eSIM oder Bluetooth pur - das ist die große Frage
E-Bikes sind oft smart. Die digitale Verknüpfung des Fahrrads zum Smartphone kann verschiedene Dimensionen annehmen: Während das Tenways Ago X vornehmlich über Bluetooth mit dem Smartphone kommuniziert, verfügt das Urtopia Carbon 1 über eine eSIM. Mit deren Hilfe werden neben den Fitness-Daten auch die Standort-Informationen des Fahrrads direkt in die Cloud übertragen.
Spätestens seit der Fahrradhersteller VanMoof Insolvenz angemeldet hat, dürften viele Interessenten aber vorsichtiger hinsichtlich Connected Bikes sein. Nachfolgend sollen kurz die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verbindungsarten ausgearbeitet werden. Grundsätzlich wird dabei von zwei E-Bike-Arten ausgegangen: den Fahrrädern mit eSIM und Bluetooth-Verbindung sowie den Fahrrädern mit reiner Bluetooth-Verbindung.
Durch die gute Mobilfunk-Abdeckung verfügt ein Fahrrad mit eSIM stets über eine aktive Internetverbindung. Auf diese Weise wird der Standort auch in der App erfasst, wenn kein Smartphone in der Nähe ist. Sollte sich ein Dieb am Fahrrad bedient haben, lässt sich das Bike folglich weiterhin auffinden. Dies ist nur möglich, solange der Akku eingesetzt oder noch genug Strom vorhanden ist. Sollte der Akku einmal leer sein, wird immerhin die letzte Position in der App gespeichert. Im Zweifelsfall kann dies bereits Aufschluss über den Ort geben, wo sich das gestohlene Fahrrad befindet.
Je nach Hersteller ermöglicht die 4G-Verbindung weitere Vorteile: über die Internetverbindung kann stets der aktuelle Akkustand überprüft und eventuell noch mal nachgeladen werden, bevor es auf einen Trip geht. Urtopia zeigt in der App allerdings nur den letzten Akkustand an, bevor das Gerät ausgeschaltet wurde. Die 4G- oder sogar 5G-Verbindung geht allerdings zulasten der Akkulaufzeit, sodass man genau aufpassen muss, wie lange ein Fahrrad mit aktiver Mobilfunk-Anbindung stehen gelassen wird. Fällt die Standzeit länger aus, besteht die Gefahr, dass der Akku sich komplett entleert oder die verbleibende Kapazität nicht mehr für den Heimweg reicht. Urtopia hat inzwischen eine Einstellung hinzufügt, über die sich die 4G-Verbindung deaktivieren lässt, um die Akkulaufzeit zu verbessern. Ist diese Option aktiviert, kann das Fahrrad aber nicht mehr aus der Distanz getrackt werden.
Die eSIM bietet generell viele Vorteile: Bspw. OTA-Updates können auch ohne Nutzer-Interaktion eingespielt werden, während das Fahrrad nicht verwendet wird. Diese Update-Umsetzung spart Zeit und zum Fahrtantritt sind stets alle Komponenten auf dem neuesten Stand. Der eSIM-Service kann allerdings auch weitere Kosten verursachen: Ab Werk ist beim Urtopia Carbon One der "Connected Service" für ein Jahr aktiviert. Im Anschluss kostet jedes weitere Jahr 45 Euro. Das Abo-Modell kennt man auch von NIU: Beim MQI GT lässt sich der Online-Service auch nach der Basis-Laufzeit verlängern. Da durch den eSIM-Service ein Mehrwert besteht, sind diese Kosten allerdings zu rechtfertigen.
Reine Bluetooth-Fahrräder sind auf die räumliche Nähe eines Smartphones angewiesen, um smarte Funktionen zu ermöglichen. Sowohl die Carbon- als auch Ago-Serie verwendet Bluetooth, um das Fahrrad-Display in ein Navigationsgerät zu verwandeln. Unser Kollege Timm Mohn findet die Umsetzung gelungen. In beiden Fällen muss allerdings die Hersteller-eigene App für die Navigationsfunktion verwendet werden. Google Maps kann nicht bspw. mit dem Ago X verbunden werden. Bluetooth wird auch verwendet, um die Fahrrad-Software zu updaten und zum Beispiel den Motor auf den neusten Stand zu bringen. Teilweise werden auch Self-Checks über die App angeboten, um eventuellen Fahrrad-Problemen vorzuwirken. Weder das Ago T noch das Ago X büßen während der Nichtnutzung an Akkulaufzeit ein.
Preislich macht die integrierte 4G-Verbindung aktuell keinen Unterschied. Der Preis für das stets mit der Cloud verbundene Bike ist allerdings seit einigen Wochen gefallen: Das Urtopia Carbon 1 wird aktuell für 2.699 Euro beim Hersteller angeboten. Im Sommer wurde das smarte E-Bike noch für 3.299 Euro verkauft. Zusätzlich kann man sich auf der Homepage für einen Newsletter eintragen und weitere 600 Euro einsparen. Der Preis fällt folglich auf 2.099 Euro. Damit ist das Urtopia sogar 300 Euro günstiger als das Tenways Ago X, welches auf Mobilfunk verzichtet. Das in "Ocean Blue", "Midnight Black" und "Starlight Silver" verfügbare Ago X bietet der niederländische Hersteller aktuell für 2.399 Euro an.
Mehr von Timm: Nerdbench auf YouTube
Spätestens seit der Fahrradhersteller VanMoof Insolvenz angemeldet hat, dürften viele Interessenten aber vorsichtiger hinsichtlich Connected Bikes sein. Nachfolgend sollen kurz die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verbindungsarten ausgearbeitet werden. Grundsätzlich wird dabei von zwei E-Bike-Arten ausgegangen: den Fahrrädern mit eSIM und Bluetooth-Verbindung sowie den Fahrrädern mit reiner Bluetooth-Verbindung.
Durch die gute Mobilfunk-Abdeckung verfügt ein Fahrrad mit eSIM stets über eine aktive Internetverbindung. Auf diese Weise wird der Standort auch in der App erfasst, wenn kein Smartphone in der Nähe ist. Sollte sich ein Dieb am Fahrrad bedient haben, lässt sich das Bike folglich weiterhin auffinden. Dies ist nur möglich, solange der Akku eingesetzt oder noch genug Strom vorhanden ist. Sollte der Akku einmal leer sein, wird immerhin die letzte Position in der App gespeichert. Im Zweifelsfall kann dies bereits Aufschluss über den Ort geben, wo sich das gestohlene Fahrrad befindet.
Je nach Hersteller ermöglicht die 4G-Verbindung weitere Vorteile: über die Internetverbindung kann stets der aktuelle Akkustand überprüft und eventuell noch mal nachgeladen werden, bevor es auf einen Trip geht. Urtopia zeigt in der App allerdings nur den letzten Akkustand an, bevor das Gerät ausgeschaltet wurde. Die 4G- oder sogar 5G-Verbindung geht allerdings zulasten der Akkulaufzeit, sodass man genau aufpassen muss, wie lange ein Fahrrad mit aktiver Mobilfunk-Anbindung stehen gelassen wird. Fällt die Standzeit länger aus, besteht die Gefahr, dass der Akku sich komplett entleert oder die verbleibende Kapazität nicht mehr für den Heimweg reicht. Urtopia hat inzwischen eine Einstellung hinzufügt, über die sich die 4G-Verbindung deaktivieren lässt, um die Akkulaufzeit zu verbessern. Ist diese Option aktiviert, kann das Fahrrad aber nicht mehr aus der Distanz getrackt werden.
Die eSIM bietet generell viele Vorteile: Bspw. OTA-Updates können auch ohne Nutzer-Interaktion eingespielt werden, während das Fahrrad nicht verwendet wird. Diese Update-Umsetzung spart Zeit und zum Fahrtantritt sind stets alle Komponenten auf dem neuesten Stand. Der eSIM-Service kann allerdings auch weitere Kosten verursachen: Ab Werk ist beim Urtopia Carbon One der "Connected Service" für ein Jahr aktiviert. Im Anschluss kostet jedes weitere Jahr 45 Euro. Das Abo-Modell kennt man auch von NIU: Beim MQI GT lässt sich der Online-Service auch nach der Basis-Laufzeit verlängern. Da durch den eSIM-Service ein Mehrwert besteht, sind diese Kosten allerdings zu rechtfertigen.
Reine Bluetooth-Fahrräder sind auf die räumliche Nähe eines Smartphones angewiesen, um smarte Funktionen zu ermöglichen. Sowohl die Carbon- als auch Ago-Serie verwendet Bluetooth, um das Fahrrad-Display in ein Navigationsgerät zu verwandeln. Unser Kollege Timm Mohn findet die Umsetzung gelungen. In beiden Fällen muss allerdings die Hersteller-eigene App für die Navigationsfunktion verwendet werden. Google Maps kann nicht bspw. mit dem Ago X verbunden werden. Bluetooth wird auch verwendet, um die Fahrrad-Software zu updaten und zum Beispiel den Motor auf den neusten Stand zu bringen. Teilweise werden auch Self-Checks über die App angeboten, um eventuellen Fahrrad-Problemen vorzuwirken. Weder das Ago T noch das Ago X büßen während der Nichtnutzung an Akkulaufzeit ein.
Preislich macht die integrierte 4G-Verbindung aktuell keinen Unterschied. Der Preis für das stets mit der Cloud verbundene Bike ist allerdings seit einigen Wochen gefallen: Das Urtopia Carbon 1 wird aktuell für 2.699 Euro beim Hersteller angeboten. Im Sommer wurde das smarte E-Bike noch für 3.299 Euro verkauft. Zusätzlich kann man sich auf der Homepage für einen Newsletter eintragen und weitere 600 Euro einsparen. Der Preis fällt folglich auf 2.099 Euro. Damit ist das Urtopia sogar 300 Euro günstiger als das Tenways Ago X, welches auf Mobilfunk verzichtet. Das in "Ocean Blue", "Midnight Black" und "Starlight Silver" verfügbare Ago X bietet der niederländische Hersteller aktuell für 2.399 Euro an.
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