Sabrent Rocket XTRM-Q: Schnelle externe 8 TB-SSD statt PC-Bastelei

SSDs gibt es in verschiedenen Größen. Mit 8 TB Speicherplatz gehört die Sabrent Rocket XTRM-Q sicherlich zu den größten, aber dennoch kompakten externen SSDs, die aktuell auf dem Markt verfügbar sind. Die Vorteile einer 8 TB SSD sind klar: Selbst die größte Ausführung des MacBooks Pro lässt sich mit der Rocket XTRM-Q beispielsweise komplett sichern. Außerdem lassen sich auf der Rocket XTRM-Q auch bspw. GoPro-Projekte, die oftmals viel Platz auf der Festplatte einnehmen, mühelos schneiden. Die größte Ausführung eignet sich folglich vor allem für Content-Creator. Damit sind nicht nur YouTuber gemeint, sondern auch ganz allgemein bspw. Hochzeitsfotografen. Im Lieferumfang ist alles enthalten, um die SSD an neueren und älteren System, also mit Thunderbolt 3- oder USB-Anschluss, zu verwenden. Es ist weder eine externe Stromversorgung für die Verwendung der Rocket XTRM-Q notwendig, noch ein extra Treiber: Die SSD kann einfach an den PC, das Notebook oder Macbook angeschlossen und verwendet werden. Dabei erkennt die SSD, ohne dass man selbst aktiv werden muss, ob sie via Thunderbolt oder USB angeschlossen ist.

Nachdem unser Kollege Timm Mohn bereits eine 8TB SSD im Bleujour Kubb verbaut hat, wird die externe Lösung von Sabrent vor allem für externen Videoschnitt und Backups verwendet. Erwartungsgemäß ist der Videoschnitt auf der SSD sehr gut möglich. Auch wenn eine längere Verwendung von Final Cut durchaus eine Belastung für den Speicher darstellen kann, kam es im Test zu keinen unerwarteten Verbindungsabbrüchen oder Abstürzen.

Mit 399 Gramm ist die Rocket XTRM-Q kein Leichtgewicht. Dazu trägt sicherlich auch das Metallgehäuse bei, welches die SSD im Inneren zuverlässig schützt. Führt man die SSD bspw. im Rucksack mit, fällt das Gewicht aber gar nicht auf. Wie bereits auf der Artikelseite der SSD vermerkt, hängt die Übertragungsgeschwindigkeit stark davon ab, welche Endgeräte mit der Rocket XTRM-Q verwendet werden. Bei ältere Hardware, wie etwa dem Mac mini aus dem Jahr 2018, schneidet die SSD schlechter ab, als in Verbindung mit dem MacBook 16 Zoll (2021). Folgende Ergebnisse konnten erzielt werden:

Performance am MacBook 16 Zoll (2021)

  • Lesen: 1876,7 MB/s
  • Schreiben 1767,5 MB/s
  • Gemessen mit dem Blackmagic Disk Speed Tool

Performance am Mac mini (2018)

  • Lesen: 995,4 MB/s
  • Schreiben 961,0 MB/s
  • Gemessen mit dem Blackmagic Disk Speed Tool

Performance am Intel Nuc8 (Bleujour Kubb via Thunderbolt 3)

  • Lesen: 1039,62 MB/s
  • Schreiben 996,66 MB/s
  • Gemessen mit CrystalDiskMark

Sparsam zu mehr Flexibilität

Je nach verwendeter Hardware können die Messwerte darüber oder darunter liegen. Die gemessene Leistung ist aber auch für aufwendigere Tasks sehr gut und die SSD absolviert den Stresstest mit aufwendigeren Videoschnitt-Projekten ohne weitere Probleme. Wer mit Windows weit unter den möglichen Werten liegt, sollte den Tipps auf dem beiliegenden Heftchen folgen, welches in englischer Sprache erklärt, wie man die SSD optimal unter Windows nutzt. Für die Verwendung wird ein Gen 2 USB 3.2- oder Thunderbolt 3-Controller empfohlen. Verwendet man die SSD über eine längere Zeit, entwickelt sich durchaus eine spürbare Wärme am Gehäuse. Dies ist auch bei Modellen anderer Hersteller der Fall und hat der Verwendung der XTRM-Q bisher nicht geschadet. Die verbaute Hardware überprüft darüberhinaus die allgemeine Gesundheit sowie die Temperatur der SSD.

Die Rocket XTRM-Q gibt es in verschiedenen Speichergrößen. Wer die 8TB nicht ausreizt, kann sich auch für kleinere Speichergrößen, wie etwa 4TB, 2TB oder 1TB entscheiden. Die 500 GB Variante ist aktuell auf Amazon ausverkauft. Mit 1399,99 Euro ist die externe SSD in der Anschaffung günstiger, als die bereits erwähnte interne Variante. Wer den Speicher also nicht im PC selbst benötigt oder mit verschiedenen Geräten verwenden möchte, kann mit der Rocket XTRM-Q etwas Geld sparen. Trotzdem bleibt die 8 TB Variante eine große Invesition. Die 8TB SDD von Sabrent kann aber auch verwendet werden, um die Kosten beim Computer-Kauf zu reduzieren: Verzichtet man beim Apple MacBook auf das Speicheruprade auf 8TB, spart man sich 2530 Euro. Zieht man von diesem Betrag den Kaufpreis der SSD ab, bleiben 1130,01 Euro übrig, die man für andere Dinge oder eine zweite 8TB SSD verwenden kann. Sabrent selbst bietet bspw. noch ein Silikon Case für die SSD an, um diese vor Beschädigungen zu schützen. Angesichts der niedrigen Kosten von etwas weniger als 10 Euro stellt das exakt passende Case mit Lüftungsschlitzen eine gute Zusatzinvestition dar. Ab Kauf hat man beim Hersteller Sabrent ein Jahr Garantie. Diese Laufzeit lässt sich auf 5 Jahre erweitern, wenn man sich auf der Homepage des Herstellers registiert.

Vorteile

  • Vorformatiert in exFAT
  • Robustes Gehäuse aus Metall
  • Gummifüße auf der Unterseite für rutschfesten Stand
  • Passendes Schutzcase verfügbar
  • Keine externe Stromversorgung notwendig
  • Stabile Daten-Verbindung
  • Mit MacBook 16 Zoll (2021) sehr schnell (Lesen: 1876,7 MB/s)
  • Thunderbolt 3-Kabel im Lieferumfang enthalten
  • Status-LED an Front
  • Hochwertige, schützende Verpackung für den Versand
  • Bebilderte Anleitung für die Verwendung unter Windows

Neutral

  • Windows-Anleitung nur Englisch
  • Spürbare Wärmentwicklung bei längere Verwendung

Nachteile

  • Keine IP-Zertifizierung
  • In der 8TB Ausführung durchaus eine Investition

Mehr von Timm: Nerdbench Timm auf YouTube
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Braucht man das ???? Also für mich als Normaluser ist eine externe Festplatte von 1 oder 2 TB völlig ausreichend .
 
@Fanta2204: Für mich heißt die antwort: ja :)
 
@Fanta2204: Festplatten existieren nur in einem von 3 Zuständen.
Neu, voll oder kaputt. ;-)
 
@Fanta2204: Also ich könnte die SSD da durchaus gebrauchen ;)
 
@Fanta2204: Also für mich als Normaluser reichen 2TB bei weitem nicht. Es müssen "minimal" 4TB sein.
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