Redmi Note 15 Pro+: Stark auf dem Papier, Schwächen in der Praxis

Mit dem Redmi Note 15 Pro+ erweitert Xiaomi seine Mittelklasse um ein Modell mit beeindruckenden Eckdaten: 200-Megapixel-Hauptkamera, 6.500-mAh-Akku und 6,83-Zoll-AMOLED-Display mit bis zu 1.800 Nits. Im Praxistest unseres Kollege Andrzej Tokarskizeigt sich jedoch ein differenziertes Bild.

Stärkste Argumente für das Smartphone sind der ausdauernde Akku und das helle 120-Hz-Panel. Im YouTube-Dauertest bei maximaler Helligkeit hielt das Gerät 33,5 Stunden durch - ein Spitzenwert in dieser Klasse. Dank 100-Watt-Ladetechnik ist der Akku in rund 40 Minuten wieder voll. Das Display überzeugt mit kräftigen Farben und guter Lesbarkeit im Freien. Auch die Stereo-Lautsprecher liefern solide Ergebnisse, wenngleich teurere Geräte klanglich überlegen bleiben.
Redmi Note 15 Pro+ Redmi Note 15 Pro+ Redmi Note 15 Pro+
Die 200-MP-Kamera bietet auf dem Papier Vorteile gegenüber Rivalen wie dem Poco F7 oder dem CMF Phone 2 Pro. In der Praxis schwächelt jedoch die JPEG-Verarbeitung: Bilder wirken häufig überschärft und künstlich. Im RAW-Modus zeigt der Sensor dagegen sein Potenzial mit mehr Details und besserem Dynamikumfang. Hier bremst weniger die Hardware als vielmehr die Software.

Es geht schneller

Angetrieben vom Snapdragon 7s Gen 4 liefert das Smartphone ordentliche Alltagsleistung, bleibt in Benchmarks aber hinter Konkurrenzmodellen wie dem Pixel 9a zurück. Spiele wie Clash Royale laufen flüssig mit 120 FPS, anspruchsvollere Titel erfordern jedoch deutliche Abstriche. Positiv fällt die hohe thermische Stabilität auf.

Ausgeliefert wird das Gerät mit HyperOS 2 auf Basis von Android 15. Kritik gibt es für vorinstallierte Drittanbieter-Apps und vereinzelte System-Werbung. Die EU-Version ist nach IP68 geschützt, auf kabelloses Laden, microSD und Klinkenanschluss müssen Käufer verzichten.

Zum Startpreis von rund 350 Euro positioniert sich das Redmi Note 15 Pro+ als Ausdauer-Champion mit starkem Display, leistet sich jedoch Schwächen bei Bildverarbeitung, GPU-Performance und Software-Sauberkeit. Wer maximale Akkulaufzeit sucht, wird fündig. Für ausgewogenere Kamera-Ergebnisse oder Gaming-Leistung bieten die genannten Alternativen derzeit das rundere Gesamtpaket.

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