Jackery Explorer 2000 Pro: Power-Station für Blackout und Camping

Bei der Jackery Explorer 2000 Pro handelt es sich um eine Power-Station mit 2160 Wattstunden. Sie verfügt über zwei 230-Volt-Haushaltssteckdosen sowie jeweils zwei USB-A- bzw. USB-C-Ports. Der Hersteller gibt an, dass die Power-Station nach 1000 Ladezyklen immer noch über mindestens 80 Prozent ihrer Kapazität verfügt. Jackery verzichtet auf eine App zur Fernbedienung. Eine solche ist zwar durchaus nützlich, aber für die alltägliche Verwendung nicht zwangsläufig notwendig. Power-Stations mit hoher Kapazität richten sich vor allem an Outdoor-Fans, Menschen mit Off-Grid-Wintergärten oder ähnlichen Unterkünften ohne direkten Stromanschluss. Auch Besucher von Campingwagen-Plätzen, die sich bereits mit stromlosen Stellplätzen begnügen mussten, dürften das Potenzial der Explorer 2000 Pro erkennen.

Jackery setzt beim Äußeren der Power-Station auf orangefarbene Akzente. Mit jenen hebt sich die Explorer 2000 Pro optisch von der Konkurrenz ab. Die Power-Station versorgt Haushaltsgeräte, wie etwa den Wasserkocher oder eine Klimaanlage, mit Strom. Sie kann wahlweise als Stromquelle zu Hause oder beim Camping verwendet werden. Wie lange die Power-Station aushält, ist von der Anzahl der Geräte und mit wie viel Strom sie versorgt werden sollen, abhängig. Eine handelsübliche Mikrowelle lässt sich bspw. etwa 96 Minuten mit Strom versorgen. Die Angaben sind beispielsweise im Camping-Bereich wichtig, wenn es um die Essensplanung geht. Bei jener kann sich die Frage stellen, ob man die Mikrowelle eine Woche lang abseits von jeder anderen Stromquelle verwenden kann. Hängt die Verpflegung beim Camping von der Möglichkeit ab, Essen aufzuwärmen, empfiehlt es sich, im Vorfeld die eigenen Geräte mit der Power-Station auszuprobieren, um eine exakte Prognose der möglichen Laufzeit zu ermöglichen.
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Die einzelnen Bereiche der Power-Station werden per Tastendruck aktiviert. Erfreulicherweise verfügt die Explorer 2000 Pro auch über einen Display-Button. Bei der EcoFlow Delta 2 bzw. Delta Pro muss jeweils eine andere Taste gedrückt werden, um das Display zu aktivieren.

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Die USB-A-Ports können jeweils bis zu 18 Watt ausgeben. Diese Ausgabeleistung reicht beim iPhone bereits aus, um sich als Quick Charge zu qualifizieren. Schneller geht es über USB-C: Beide Ports können bis zu 100 Watt ausgeben. Zur Stromversorgung eines aktuellen MacBook Pro mit 16 Zoll wäre folglich die Mitnahme eines eigenen Netzteils nicht mehr nötig. Unter den Ports ist vermerkt, dass Qualcomms Quick Charge 3.0 unterstützt wird. Android-Nutzer profitieren von diesem Feature. Notebooks oder PCs, die mehr Strom benötigen, können an einer der Haushaltssteckdose angeschlossen werden. Jackery verbaut hiervon allerdings nur zwei. Damit liegt die Explorer 2000 Pro etwas hinter der Konkurrenz, die meist mit vier Steckdosenplätzen daherkommt, zurück. Über die Grundfunktionen hinaus hat die Jackery Explorer 2000 Pro noch eine weitere Funktion. Unter der linken Abdeckung platziert Jackery eine LED-Leuchte. Diese kann in verschiedenen Helligkeitsstufen leuchten und SOS blicken, falls nötig.

Laden ist nicht zu laut

Ist die Explorer 2000 Pro einmal komplett leer, kann sie binnen zwei Stunden an einer Haushaltssteckdose aufgeladen werden. In der Praxis erweist sich diese Angabe als realistisch. Jackery gibt an, vier Wärme-Sensoren im Inneren verbaut zu haben. Die Kerntemperaturfühler sollen Überhitzungen verhindern und den Akku der Explorer 2000 Pro zusammen mit zwei extra Chips schützen. Während des Ladevorgangs ist die Explorer 2000 nie zu laut. Der Hersteller gibt die maximale Betriebslautstärke mit 53 Dezibel an. Unser Kollege Timm Mohn lädt die Power-Station überwiegend in einem Raum, in dem sich gerade niemand aufhält. Wirklich notwendig ist das nicht: Die Jackery Explorer 2000 Pro ist die mit Abstand leistete Power-Station auf dem Markt. Pass-Through-Charging wird unterstützt: Während die Explorer 2000 Pro aufgeladen wird, kann sie gleichzeitig auch andere Geräte mit Strom versorgen. Im Lieferumfang enthalten sind ein Kabel für die heimische Steckdose sowie ein Autoladekabel.

Mit einer Kapazität von 2160 Wattstunden ist die Jackery Explorer 2000 Pro ausreichend dimensioniert, um heimische Geräte im Falle eines Stromausfalls oder im Outdoor-Bereich über eine längere Zeit hinweg mit Strom zu versorgen. Sie ist mit 19,5 Kilo gerade so leicht genug, um sie zu tragen. Gerade, wenn Strom schnell an einem bestimmten Bereich benötigt wird, spielt das Gewicht eine wichtige Rolle. In einem Nachfolger sollte Jackery Wi-Fi und/oder Bluetooth verbauen, um die Power-Station fernsteuern und warten zu können. Auf Amazon ist die Jackery Explorer 2000 Pro für 2299 Euro verfügbar. Der Hersteller gibt 36 Monate Garantie auf die Power-Station. Diese verlängert sich auf 5 Jahre, wenn man beim Hersteller direkt kauft.

Positiv

  • Schickes Design
  • Verhältnismäßig leicht
  • Sehr leises Betriebsgeräusch
  • Auch mit E-Autos kompatibel
  • Aufladen via Kaltstecker
  • Button zum Aktivieren des Displays
  • Kompatibel mit bis zu sechs Solar-Panels

Neutral

  • Griff nicht gepolstert
  • Nur zwei Haushaltssteckdosen

Negativ

  • Keine Bluetooth- bzw. WiFi-Funktion
  • Folglich kein Aus- bzw. Einschalten aus der Ferne möglich

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Nicht jeder kann für den Notfall des Blackout das 2300 Euro teures Gerät leisten. Die meisten Einkommenschwache Menschen sind die arbeitenden Geringverdienern, Alleinerziehende, Unterhaltzahler, die Arbeitslosen, die Rentnern mit niedrigem Rentengeld die kaum über die Runden kommen und nebenbei Nebenjob machen müssen oder Flaschen sammeln.
Sonst bleibt bei Stromausfall nur warme dicke Decke, Campig Gaskocher, Taschenlampe und Kerzen.
Und das für 1 bis 3 Tage Blackout käme ca 30€ zusammen anstatt die 2300 teures Gerät die vielleicht nur einmal bis dreimal benutzt für paar Stunden. Und wenn die Blackout lange vorbei ist und was ist mit dem teuren Gerät, es verstaubt dann jahrelang im Keller rum weil nicht mehr zu gebrauchen ist. Bei ebay kleinanzeige das teures Gerät wieder zu verkaufen ist schwierig, viele sind Kaufinteressen und Gesuchte nach günstigem Preis sind nicht bereit das Powerstation mehr als 300€ auszugeben. Das sieht man ja in einigen Auktion Angebote dass fast niemand teures kaum gebrauchtes Powerstation abkaufen würde.
Wenn bei uns Blackout geben würde dann reichts die Taschenlampe und kleine Powerbank für USB Anschlüsse für LED E27 tischlampe und Handys falls Akku knapp wird. Zum Kochen reichts Camping Gaskocher mit Butangas. Ich hoffe dass ich sie nicht verwenden muss da ich Blackout ausschliesse da ich Strom von Stadtwerke beziehe und somit sicher bin.
 
Seit einem Jahr wird diese alberne Blackout Panikwelle von Medien und Webseiten vor sich hingetrieben. Ich frage mich...warum? Wir haben hierzulande lediglich eine Gasknappheit die primär für die Wärmebereitstellung genutzt wurde. Seit Tagen läuft dieses Land praktisch ohne Wind und Solarstrom und trotzdem gehen die Lichter nicht aus. Ich finde diese Diskussion um einen Blackout, der eigentlich ein unvorhersehbares Ereignis ist mit dem niemand rechnet, einfach nur albern.
Vor einem Blackout gibt es noch massiv Hebel, wie etwa Herunterfahren von Großverbrauchern oder lokale Lastabwürfe.

Wer wirklich für den Stromausfall im klassischen Sinne vorsorgen will kann mit so einem Eimer nichts anfangen. Selbst wenn in so einem Gerät 10kwh Energie wären wäre das sofort leergelutscht. Für sowas holt man sich für 300€ nen Benzin-Notstromaggregat und 2x 20Liter Benzinkanister.
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