Große Auswahl: China-Notebooks der 14-Zoll-Klasse im Vergleich

Viele chinesische Hersteller haben in den vergangenen Jahren 14-Zoll-Notebooks auf den Markt gebracht. Der Notebook-Markt ist groß und bietet eine Vielzahl von Preis- und Hardware-Auswahlmöglichkeiten. Die letzte Neuerscheinung dürfte das Geekom Geekbook X14 Pro sein. Es ist das erste Notebook des Mini-PC-Herstellers seit Jahren, allerdings nicht das erste Laptop des Herstellers. Grund zu fragen: Wie schlägt sich das Gerät im Vergleich zu anderen Notebooks von asiatischen Herstellern, die bereits länger im Notebook-Markt agieren? Alle drei Hersteller (Chuwi, Geekom und Redmi) gehen nach demselben Schema vor: Sie bieten ein 16- und ein 14-Zoll-Notebook derselben Serie an. Im ersten Teil dieser Reihe vergleicht unser Kollege Timm Mohn die 14-Zoll-Geräte miteinander.

Das Chuwi

Das Chuwi CoreBook Air 14 ist ein leichtes Windows-11-Pro-Notebook mit AMD Ryzen 5. Der Prozessor verfügt über 6 Kerne, 12 Threads und taktet mit bis zu 4,5 GHz. Der Hersteller setzt seinen Fokus klar auf den Preis und den Lifestyle-Charakter: Der Blauton des Gehäuses sticht aus der Masse an Notebooks heraus und kann im Alltag gefallen.

Allerdings: Der RAM kann nicht getauscht werden, und somit wird das Notebook immer nur über 16 GB Arbeitsspeicher verfügen. Mit 1920 × 1200 hinkt das CoreBook Air 14 bezüglich Bildschirmauflösung hinter dem Geekbook X14 Pro und dem RedmiBook 2025 Edition hinterher. Beide Geräte verfügen über ein 2,8-K-Display. Weniger positiv fällt auch die Tastatur auf: Wie viele chinesische Hersteller bietet Chuwi keine deutsche Tastatur an. Im Alltag heißt das, dass man regelmäßig die richtige Taste sucht und sich öfter vertippt. Für das Notebook spricht auf jeden Fall der Preis: Mit 549 Euro ist es preiswert, insbesondere weil man sich nicht auf qualitative Defizite einstellen muss.
China-Notebooks im Vergleich China-Notebooks im Vergleich China-Notebooks im Vergleich

Das Geekom

Geekom konzentriert sich eigentlich vornehmlich auf Mini-PCs. Das macht auch der Slogan "Think Mini PC. Think Geekom" klar. Mit dem Geekbook X14 Pro erweitert der chinesische Hersteller sein Repertoire und greift nach dem mobilen Sektor.

Zwar verwendet das X14 Pro auf dem Papier den älteren Prozessor als das RedmiBook, dafür verfügt der Ultra 9-185H über mehr Threads. In Benchmarks zeigt sich außerdem: Der U9 ist durch die Bank ein wenig leistungsstärker als der U7-225H. Auch wenn die Grundversion des Notebooks mit Intel U5-125H etwas günstiger ist, bleibt der RAM gleich: Geekom verbaut immer 32 GB RAM. Nur bei der SSD macht der Hersteller einen Unterschied: Beim U5-Prozessor ist eine 1-TB-SSD verbaut. Wer mehr Speicherplatz benötigt, kann diesen nachrüsten. Der RAM hingegen ist fest verlötet. Mit einer Sache hebt sich Geekom auf jeden Fall hervor: der QWERTZ-Tastatur. Alle anderen chinesischen Hersteller, wie etwa Blackview oder Ninkear, setzen noch auf eine englische Tastatur, was das Tippen oft zu einer Geduldsprobe macht. Die deutsche Tastatur ist nicht der einzige Pluspunkt am Gerät, aber mit Sicherheit im Alltag der wichtigste.

Das Redmi

Das RedmiBook 14 (2025 Edition) ist das älteste Notebook im Vergleich. Wahrscheinlich aufgrund der RAM- und Speicherpreiskrise wurde das kompakte Notebook 2026 bisher noch nicht neu aufgelegt. Dem Notebook liegt eine Intel Ultra 5 oder wahlweise eine Ultra 7 CPU zugrunde. Dazu kommen 16 bzw. 32 GB RAM und eine 1-TB-SSD. Redmi konzentriert sich leider stark auf den chinesischen Markt. Das merkt man an der QWERTY-Tastatur und an dem Fakt, dass Windows von Haus aus nur Chinesisch spricht. Da es sich um eine Single-Language-Lizenz handelt, muss man Windows komplett neu installieren, um die Sprache zu wechseln. Da nicht jeder Treiber öffentlich verfügbar ist, muss man diese zunächst sichern und später wieder einfügen. Der ganze Prozess ist unnötig kompliziert und lässt sich nur gegen Aufpreis beim Kauf überspringen.

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Trotzdem sind die Geräte in der Fan-Szene sehr beliebt, was eigentlich dafür spricht, dass Redmi die Geräte besser lokalisiert auf den hiesigen Markt bringen sollte. Je nach Hardware-Konfiguration orientiert sich das Notebook preislich näher am CoreBook Air 14 bzw. am Geekbook X14 Pro.

Die Verfügbarkeit

An der Verfügbarkeit müssen Redmi und Chuwi definitiv arbeiten: Im Gegensatz zum Chuwi CoreBook Air 14 ist das Geekbook X14 Pro nicht nur beim Hersteller selbst, sondern auch auf Amazon verfügbar. In beiden Fällen kostet die Ultra-9-Version 1349 Euro. Der Preis kann allerdings mit dem Gutschein-Code GK14PRO10 um 10 Prozent gesenkt werden. Der Endpreis beläuft sich in diesem Fall auf 1214,10 Euro. Beim RedmiBook sieht es sogar noch schlechter aus: In der EU kann das Notebook nur über Reseller gekauft werden. TradingShenzhen bietet die Intel-5-220H-Version aktuell für 837 Euro an. Die Ultra-7-Variante schlägt mit 1087 Euro zu Buche.

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