Geekom A9 Mega: Prototyp des neuen Oberklasse-Mini-PCs im Test

Beim Geekom A9 Mega handelt es sich um einen Mini-PC mit AMD-Ryzen-AI-Max+ 395-Prozessor. Dem Prozessor steht eine Radeon 8060S zur Seite. Ab Werk ist der Computer mit 128 GB Quad-Channel-RAM ausgestattet. Er unterstützt aufgeteilt auf zwei SSDs bis zu 8 TB Speicherplatz. Der Geekom A9 Mega ist gerade erst über Kickstarter und auf der IFA 2025 vorgestellt worden. Dieser Beitrag stützt sich folglich auf einen Prototyp. Der A9 Mega wird mit Windows 11 Pro ausgeliefert, unterstützt aber auch Linux-Betriebssysteme.

Anmerkung der Redaktion: Unserem Kollegen Timm Mohn stand als bildgebendes Gerät leider nur ein 720p-Projektor zur Verfügung. Durch die überraschende Zurverfügungstellung des Gerätes wurde ausnahmsweise nur mit dem iPhone gefilmt. Die Qualität stellt nicht die reguläre Bildqualität sonstiger Produktvorstellungen dar, allerdings wäre anders kein Test möglich gewesen. Wir bitten, dies zu entschuldigen.

Der AMD-Ryzen-AI-Max+ 395 verfügt über 16 Kerne und 32 Threads. Erfreulicherweise ist eine XDNA-2-NPU mit an Bord. Besagte NPU selbst verfügt über mehr als 50 TOPS. Allerdings setzt Geekom beim A9 Mega auch auf eine AMD-Radeon 8060S, die wiederum über die doppelte Menge an AI-TOPS verfügt. In den Kommentaren bei Kickstarter wird bereits gefragt, wie die AI-TOPS beider Komponenten zusammengeführt werden. Geekom hat auf diese Rückfrage bisher allerdings nicht reagiert. Insgesamt schafft es der Mini-PC auf 126 AI-TOPS. Auf dem PC können folglich DeepSeek, ChatGPT usw. lokal ausgeführt werden. Nimmt man den A9 Mega das erste Mal in die Hand, fällt direkt auf, welch positiven Eindruck das Gerät macht. Es ist solide verarbeitet. Trotz seiner kompakten Abmessungen wirkt das Gerät robust und stabil. Das mitgelieferte Netzteil liefert 330 Watt, was für einen Mini-PC dieser Größe fast schon überdimensioniert wirkt.
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Dank des Unified-Memory-Ansatzes können bis zu 96 GB des LPDDR5X-Arbeitsspeichers dynamisch der GPU zugeteilt werden. In den ersten Praxistests zeigt sich: Die kombinierte Leistung aus GPU, CPU und NPU überzeugt. In PC Mark Extended erreicht der A9 Mega 11.253 Punkte. Die "Speed Way"-Benchmark gibt eine gute Orientierung, wohin die weitere Benchmark-Reise geht: Meist wird die durchschnittliche Punktzahl überschritten und teils sogar der Highscore weiter hochgesetzt. Anhand von Speed Way heißt das: Der A9 Mega erreicht 2.052 Punkte. Der Durchschnitt hingegen liegt bei 1.928 Punkten. Und selbst die bisherige Bestmarke liegt mit 2.046 Punkten darunter. Geekom vergleicht das System mit einer 4070 aus einem Laptop, allerdings sprechen die Benchmarks eine andere Sprache: Selbst die 5070 Ti im Chuwi Gamebook wird übertroffen. Die Leistungsaufnahme des Mini-PCs liegt bei 140 Watt. In einem YouTube-Video spricht der Hersteller von 120 Watt; diese Angabe wurde allerdings seitens Geekoms als falsch kommentiert und soll korrigiert werden.

Neues Kühlsystem

Geekom hat beim A9 Mega ein paar Stufen des hauseigenen Kühlungssystems übersprungen und setzt auf IceBlast 5.0. Der gerade erst vorgestellte A9 Max kommt noch mit dem vergleichsweise antiken IceBlast 2.0 aus. Die Lüfter-Performance fällt tatsächlich erfreulich positiv aus: Selbst bei Benchmarks wird der A9 Mega nicht übermäßig laut. Statt nur eines Lüfters kommen bei IceBlast 5.0 zwei Lüfter zum Einsatz. Geekom verspricht sich hiervon weniger Thermal-Throttling. Das IceBlast-5.0-Kühlsystem kombiniert zwei Turbolüfter mit Kupfer-Heatpipes und intelligenter Temperaturkontrolle. In der Praxis bedeutet das: Auch unter Dauerlast bleibt der A9 Mega angenehm leise und frei von Leistungsverlusten.

Im Geekom A9 Mega steckt eine WD-Black-SSD. Diese liest Dateien mit über 6.900 MB/s. Neue Daten werden mit rund 6.550 MB/s geschrieben. Öffnet man die Unterseite, kann man die interne SSD gegen eine größere PCIe-Gen4x4 austauschen. Als kleinste Größe werden 128 GB bis hin zu 4 TB unterstützt. Diese können in RAID 0 und RAID 1 geschaltet werden. Im Datenblatt steht beim Arbeitsspeicher zwar "bis zu 128 GB", allerdings ist die aktuelle Standardausführung bereits mit eben genau jenem RAM ausgestattet. Der Samsung-Arbeitsspeicher muss folglich gar nicht erst aufgerüstet werden.

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Geekom verzichtet beim A9 Mega auf einen Oculink-Port, der bei den Nutzern sicherlich gut angekommen wäre. Der Mini-PC verfügt über WLAN 7 und Bluetooth 5.4. Der Geekom A9 Mega ist nur in einer einzigen Variante verfügbar: mit 2 TB Speicherplatz und 128 GB RAM. Für circa 1628 Euro kann man den PC aktuell auf Kickstarter unterstützen. Ausgeliefert werden soll der Mini-PC bereits im November 2025. Der finale Verkaufspreis von 2099 Dollar entspricht nach aktuellem Wechselkurs 1790,93 Euro. Man spart in Deutschland also rund 160 Euro, wenn man das Projekt vorab unterstützt. Zum jetzigen Zeitpunkt haben bereits 121 Menschen dem Projekt das Vertrauen ausgesprochen. Sollten 300 Unterstützer zusammenkommen, gibt es einen Gaming-Controller gratis dazu.

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