"Flying-V"-Modell: Jungfernflug des futuristischen Flugzeugs gelingt

Das aktuelle Design von Flugzeugen ist seit Jahrzehnten im Wesentlichen unverändert und besteht aus einem langen Rumpf, zwei Tragflächen und dem Leitwerk. Die niederländische Fluglinie KLM hat sich gemeinsam mit der Technischen Universität Delft die Frage gestellt, ob es nicht vielleicht bessere Lösungen gibt. Und hat eine V-förmige Antwort nun auf die Probe gestellt.
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Gleich vorweg: Ob wir tatsächlich jemals mit Flugzeugen in V-Form reisen werden, können wir an dieser Stelle nicht beantworten, technisch haben die Forscher aber nun einen großen Schritt nach vorne gemacht: Denn KLM hat mit der TU Delft sowie in Kooperation mit Airbus ein Modell des Designs gebaut und dieses nun erstmals auf die konkrete Flugtauglichkeit überprüft (via Business Insider).

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Das "Flying-V" (nicht zur verwechseln mit der gleichnamigen Gitarrenart) wurde auf einem deutschen Militärflugplatz getestet und wie man in diesem Video sehen kann, gelang der Jungfernflug des Modells auch. Dem ersten Flug waren zahlreiche Tests am Boden sowie im Windkanal zuvor gegangen, schließlich handelt es sich hier nicht um ein Hobby-Projekt von Modellflugfans, sondern um eine ernst gemeinte Forschungsarbeit.

20 Prozent sparsamer

Projektleiter Roelof Vos erklärt darin auch, was das V-Flugzeug auszeichnet sowie was die Vorteile des Konzepts sind, an dem die TU Delft seit etwa eineinhalb Jahren arbeitet. Vereinfacht erklärt verschmelzen hierbei Rumpf und Flügel zu einer Einheit, in diesem riesigen V nehmen auch die Passagiere Platz.

Hauptvorteil dieser Bauform ist, dass weniger Treibstoff verbraucht wird als bei einem konventionellen Flugzeug - etwa 20 Prozent weniger als die sparsamsten Passagierflugzeuge von heute. Das Modell sollte nicht nur die Flugtauglichkeit beweisen, sondern diente auch dazu, mit dem Flying-V eine Reihe an Manövern durchzuführen, um die Reaktionsfähigkeit zu messen.

Nach dem erfolgreichen ersten Flug will man das Konzept weiter verfeinern. Dabei sieht man sich auch an, ob man statt Kerosin flüssigen Wasserstoff verwenden kann, denn laut den Forschern eigne sich das Design des Flugzeugs besonders gut für diesen Schritt.
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