Es muss nicht immer Lightroom sein: PhotoLab 4 von DxO im Test

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Die meisten Nutzer dürften bei der Suche nach RAW-Konvertern beim Marktführer Adobe landen - allerdings ist Lightroom keineswegs ein Muss. Es gibt auch sehr brauchbare Alternativen. DxO beispielsweise kann mit seinem PhotoLab 4 aufwarten. Die Kollegen von ValueTech TV haben es für euch getestet und können es euch im Detail zeigen.

Dass DxO hier vor allem von technischer Seite einiges bieten kann, dürfte Kennern der Foto-Szene klar sein. Denn das Unternehmen ist quasi die Instanz wenn es um Qualitäts-Benchmarks für Kameras geht. Und die dabei erlangten Daten fließen direkt auch in die PhotoLab-Software ein, die entsprechend treffsicher mit RAW-Formaten umgehen kann.

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Beste Entrauschung auf dem Markt, insbesondere seit der aktuellen Version 4. Zumindest in diesem Punkt kann Lightroom überhaupt nicht mithalten.

Die Entrauschung (Rauschen entsteht bei hoher Empfindlichkeit/hoher ISO oder auch bei niedrigerer ISO in dunklen Bildstellen) ist in DXO PL4 in 3 Stufen möglich:

Stufe 1 entfernt Farbrauschen, Stufe 2 ("Prime"-Entrauschung, funktioniert nur bei *.RAW-Dateien) entfernt Luminanz-/Helligkeitsrauschen, und dies besonders effektiv ("Prime" gab's auch schon in beiden Vorgängerversionen), Stufe 3 ("Deep Prime", benötigt ebenfalls *.RAW-Dateien) nimmt sich das Rauschen nochmal besonders intensiv vor, gesteuert von einem Algorithmus, der aus den umfangreichen Bilddatenbanken von Fa. DXO mittels KI entwickelt wurde.

Der Clou an "Deep Prime", also der Stufe 3, ist trotz mächtiger Entrauschung der fast vollständige Erhalt von feinen Strukturen/Details.

Ein ganz und gar fürchterlich rauschendes Foto, das mit ISO 12800 geschossen wurde, sieht nach der Behandlung mit "Deep Prime" aus, als sei mit ISO 100, maximal 200 geschossen worden, ohne daß es weichgezeichnet wirkt.

Ein 36-MP-Bild mit Anwendung von "Deep Prime" braucht bei mir auf einem 6 Jahre alten 4-Core-i7@3,2 Ghz m. HT allerdings circa 8 Min beim Export. Rechenstarke Hardware ist also Pflicht.
 
@departure: Ich kannte PhotoLab vorher nicht (Asche über mein Haupt), bin aber durch die Kommentare hier neugierig geworden und habe mir direkt die Testversion installiert. Bei der "DeepPRIME"-Entrauschung bleibt mir echt die Spucke weg. Selbst Topaz DeNoise AI ist da nicht so effektiv. Ich arbeite normalerweise mit Lightroom, bin jetzt aber ein wenig schwach geworden...
 
Kann ich nur zustimmen. Ich nutze seit drei Jahren DxO OpticsPro 11, also die letzte Version des Vorgängers von PhotoLab. Die gab es als Aktionen 2017 und 2108 gratis. Und es ist die erste Software bei der ich reihenweise die automatischen Optimierungen nutze. Zuvor haben mir solche Funktionen nie gefallen und haben eher verschlechtert oder nicht ausreichend verbessert und waren einfach nicht verlässlich. Aber hier wirkt teils die automatische Optimierung Wunder und hartnäckiger verfälschte Fotos lassen sich recht schnell, komfortabel und präzise per manuell optimieren. Auch ein paar wirklich brauchbare Presets gibt es wie die "One Shot HDR" und Portrait Sets.
 
sorry OT: Im Video sagt der Sprecher den Namen AnastasIa mit der Betonung auf dem letzten i.
Das hat mich gerade so 'rausgebracht, dass ich das Video unterbrechen musste.

Wer betont den Namen denn noch in der Art?

Ich kenne nur die Betonung AnastAsia, also auf dem a hinter dem t.
 
@AndyK70: weil sie Russin ist und ihr Name nun mal so ausgesprochen wird?! In ihrem Pass wird der Vorname übrigens auch mit zwei "I" aus dem kyrillischen transkribiert...

aber so oder so, finde ich das ein sehr seltsamen Grund ein Video zu beenden...
 
@KonradS2: ich habe nicht gesagt oder behauptet, dass der Name so nicht ausgesprochen wird. Ich habe gesagt, dass ich es so noch nie gehört habe.
Deswegen habe ich gefragt, ob es noch andere gibt, die es so aussprechen.
Und beendet habe ich das Video nicht, sondern nur unterbrochen. Das habe ich auch so geschrieben. Warum? Weil es für meine Ohren dermaßen ungewöhnlich war, dass ich mich nur noch darauf konzentriert habe und was im Video gesagt wurde habe ich komplett verpasst. Deswegen.
 
ich kenne durch meinen Vater ein paar Vollzeitfotografen und keiner verwendet Adobe Lightroom. Alle verwenden entweder DxO oder Capture One, dazu noch die explizite RAW-Software ihres Kamera-Herstellers.
 
Eine kurze Bemerkung zur Entrauschung. Auch ich war zuerst enttäuscht, wie ich das Ergebnis gesehen habe, aber PL entfaltet hier sein Können beim Export in ein anderes Format. Hier verhindert DXO lange Entwicklungszeiten beim bearbeiten. Die Entrauschung ist in dem kleinen Kontrollfeld zu sehen und nicht im Original.
 
Hallo Zusammen,

ich bin auch nicht wirklich ein Freund von Lightroom. Hatte einige Jahre jedoch Photoshop Elements zur Bildbearbeitung genutzt. Wobei ich es nicht so viel genutzt habe. Habe es hauptsächlich in Verbindung mit der Nik-Collection genutzt.

Wollte dann 2019 etwas mehr mit Bildbearbeitung machen und habe mich Affinity Photo zugewendet. Ergänzt habe ich dieses neben der Nik-Collection noch mit Luminar 4 und Aurora HDR als Plugins.

Da die Programme alle samt nicht so optimal RAW-Dateien entwickeln, war ich auf der Suche nach einem guten RAW-Converter. Auch aufgrund der Kritiken im Netz bin ich auf DxO's PhotoLab 3 gekommen und habe mir die Elite-Version zugelegt. Aus aus dem Grund, da einige der guten Funktionen nur in die Elite-Version integriert sind, hab ich die Elite-Version gewählt.

Installiert war das Programm ja schnell. Hier bemerkte ich auch gleich einen meiner größten Kritikpunkte an Photo Lab. Das Programm entwickelt ausschließlich RAW-Dateien von Kameras, wo es auch ein optisches Modul gibt. So wie ich es von einem großen Teil von andern Programmen kenne, dass man sich XML-Dateien aus dem Netzt laden kann oder auch die Entwicklung ohne die Einstellungen nutzen kann, geht bei Photo Lab nicht. Auch die auf der Homepage angegebene Variante, die DNG mittels Adobe DNG-Converter umzuwandeln, funktioniert definitiv nicht. Wobei nach meinen Interventionen DxO dies auf ihrer Homepage besser dargestellt hat. Nur war es da für mich zu spät.

Eine weitere Sache ist die Verwendung von View Point. Für die Perspektivenkorrektur will DxO ja zusätzlich noch mal 79 EURO haben. Nun habe ich die aktuelle Version 3 der Nik-Collection bereits gekauft, wo das Tool als Perspektive Efex enthalten ist. Will man das jedoch mit Photo Lab nutzen, muss man nochmals Geld ausgeben oder das Bild an Perspektive Efex übergeben. Ein direktes Zurück an Photo Lab geht bei mir bisher jedoch dann nicht mehr. Man könnte die Datei zwar als TIFF-Datei speichern und nochmals in Photo Lab aufrufen, aber bei TIFF-Dateien können einige Funktionen eben leider nicht angewendet werden.

Ein anderer Punkt ist bei Photo Lab, dass mir die Ebenen fehlen, auf die DxO komplett verzichtet.

Sonst ist es zur Bildbearbeitung sicher nicht das schlechteste Programm. Wobei beim Wechsel von der Version 3 zur Version 4 nicht wirklich große Änderungen hinzugekommen sind. Neben der Anpassung der Oberfläche kam eben auch das verbesserte Rauschentfernen dazu. Wobei es eben leider nur bei RAW-Dateien funktioniert. JPEG- und TIFF-Dateien entrauscht das Programm eher durchschnittlich. Da ist au bei JPEG- und TIFF-Dateien Capture One Pro 20 um längen besser. Bei RAW gefällt mir Capture One doch etwas besser.

Was die Bildverwaltung angeht, so gefällt mir bei Photo Lab 4, dass ich einen Fotoordner angegeben habe. Sobald ich neue Ordner anlege und Bilder kopiere, liest das Programm diese beim Start neu ein und zeigt diese auch an. Ähnlich macht es sonst nur von meinen Programmen Luminar 4. Es wäre nur wünschenswert, dass die ganzen anderen Ordner und Laufwerke des PC's ausgeblendet werden könnten.

Bei der Anwendung von Looks stört mich an Photo Lab, dass das sich öffnende Fenster das Bild komplett verdeckt. Auf dem kleinen Bild kann man zwar in etwa erahnen, wie das Bild nach der Anwendung des Looks aussehen würde. Aber am Bild direkt wäre es mir lieber dies nachzuvollziehen.

Ich für meinen Teil nutze jedoch eher Capture One als Photo Lab, da es mir im direkten Vergleich etwas besser gefällt und für mich die besseren Ergebnisse bietet.
 
@teddy4you:

Danke für die ausführliche Darstellung Deines bisherigen EBV-Werdeganges.

Dabei zeigt sich, daß Du, als Du nach vielen BildBEarbeitungsprogrammen irgendwann bei einem reinen RAW-Entwickler angekommen bist, von diesem trotzdem noch Funktionen erwartet hast, die nicht in die Sparte "Entwicklung" gehören, sondern in die Sparte "Bearbeitung".

Ich als alter Laborant, der wirklich noch die Entwicklungsdose bewegt, den Vergrößerer bedient und seine Hände in Chemikalien gebadet hat, sehe das so:

- RAW-Entwicklung (PhotoLab, Lightroom, Rawtherapee, CaptureONE) ist die Vergrößerung eines Negativ (oder seltener: Dia) auf ein Photopapier, bzw. in der digitalen Welt kommt dabei (zumeist) ein JPEG heraus

- Bildbearbeitung (Photoshop u. v. w. m.) ist d a n a c h RETUSCHE und WEITERBEARBEITUNG am ansonsten bereits fertigen Papierbild bzw. digital dann am JPEG, das aus dem Entwickler kam

PhotoLab braucht keine Ebenen, weil es dazu nicht gedacht ist, PL ist ein Vergrößerer & Entwickler, der in erster Linie das macht und kann, was früher auch (mit vergleichsweise irre hohem Aufwand) im Labor möglich war. Hat danach der Fotograf noch den Pinsel in die Hand genommen, so nimmt man dazu heute Photoshop oder ähnliches (also wenn man am ansich schon fertigen JPEG noch was rumfummeln will).

Ich weiß, daß diese klassischen Grenzen immer weiter verschwimmen (Lightroom kann z. B. Ebenen), aber ich komme mit dieser Trennung wunderbar zurecht. ich schieße RAW und entwickle meine Fotos dann mit PhotoLab. Seit ich die Vorzüge des RAW-Formates für mich entdeckt habe, habe ich nie mehr ein Bildbearbeitungsprogramm (wie Photoshop) verwendet, höchstens (selten) mal NIK zur Schwarz-Weiß-Umwandlung.

Die NIK-Collection fällt für mich daher in die Rubrik "Bearbeitung". Natürlich hat DxO die NIK-Collection in den Workflow von PhotoLab mit eingehängt, weil DxO das NIK-Programm gekauft hat und die Kunden erwarten, daß man von PL aus darauf zugreifen kann, ich verwende die Tools der NIK-Collection aber trotzdem erst NACH PhotoLab, also am bereits entwickelten JPEG.
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