Ecovacs Deebot X1e OMNI im Test: leistungsfähiger Wischstaubsauger

Beim Ecovacs Deebot X1e Omni handelt es sich um einen Wischstaubsauger mit 5000 Pa. Der interne Staubtank des Deebot X1e kann 400 ml Staub aufnehmen. Im Anschluss an einen Reinigungsvorgang wird der aufgesammelte Schmutz in die Docking-Station abgesaugt. Der Staubtank in jener misst 3L. In der Docking-Station werden auch die Wischmopps des Deebot X1e befeuchtet, gereinigt und getrocknet. Letzteres beugt Schimmelentwicklung vor und verlängert die Lebenszeit der austauschbaren Wischmopps. Der Ecovacs Deebot X1e Omni setzt bezüglich Mapping auf Ozmo Turbo 2.0-Technologie und soll damit für ein besseres Putzerlebnis sorgen. Im Hinblick auf die Navigation setzt der Hersteller auf die AIVI 3.0. Für eine möglichst lange Akkulaufzeit verbaut Ecovacs einen 5000 mAh-Akku.
Ecovacs Deebot X1e OMNIRoboter im eigenen Heim Ecovacs Deebot X1e OMNIAuch App-Bedienung ist möglich Ecovacs Deebot X1e OMNIBeim Arbeiten
Bevor die erste Reinigung gestartet wird, empfiehlt es sich, eine schnelle Karte zu erstellen. Mit jener werden die Räume in wenigen Augenblicken kartografiert. Die Kartenerstellung kann dazu beitragen, dass bereits die erste Reinigung sehr gründlich erfolgt. In der App lässt sich eine 3D-Karte einsehen. Das Kamera-System des Deebot X1e arbeitet mit AIVI 3.0. Das Programm erkennt bspw. Schuhe, Möbel oder Kabel. Mithilfe der künstlichen Intelligenz werden Hindernisse umfahren und Kollisionen vermieden. Es werden nicht nur die Objekte gescannt und erkannt, sondern auch der Abstand zum Hindernis gemessen. AIVI berechnet außerdem die Größe und Form. Erkennt das Kamera-System ein Hindernis, vergleicht der Wischstaubsauger die gesammelten Informationen mit einer Datenbank und kann so bspw. einen Schrank zuordnen und als solchen erkennen. Um die Datensicherheit müssen sich keine Sorgen gemacht werden: AIVI 3.0 ist vom TÜV Rheinland zertifiziert worden. Die dritte Auflage der Erkennungssoftware greift auf einen Nachtlichtsensor zurück, der dafür sorgt, dass auch im schummrigen Licht die Objekterkennung funktioniert. Den Erfassungsbereich beziffert Ecovacs mit 148,3°. Der Deebot X1 Omni ohne E im Namen verfügt über AIVI 3D. Der etwas besseren Navigationssoftware liegt ein 3-Kamera-System zugrunde. Theoretisch ist es möglich, Karten mit mehreren Stockwerken abzuspeichern. Da das Haus unseres Kollegen Timm Mohn nur ein Stockwerk hat, konnte dies nicht getestet werden.

Der Ecovacs Deebot X1e ist erfreulich leise beim Saugen. Da es sich um einen Staubsauger handelt, bleibt eine gewisse Geräuschkulisse aber natürlich nicht aus. Dennoch überzeugt der Lautstärkepegel im Standard-Reinigungsprogramm. In den Einstellungen des Wischstaubsaugers lässt sich die Saug- und Putzintensität erhöhen bzw. verringern. Während des Wischvorgangs drehen sich die Wischmopps 180-mal pro Minute. In der Praxis kann sich die OZMO Turbo 2.0-Wisch-Technik beweisen: Der Boden wird feucht, aber nicht zu nass gewischt. Hartnäckiger Schmutz, wie bereits leicht eingetrocknete Soßenflecken, stellen für den Deebot X1e kein Problem dar. Die beiden Wischmopps leisten im Test bessere Arbeit, als ein einzelnes Wisch-Modul, wie etwa beim Roborock S6 oder S7.
Ecovacs Deebot X1e OMNI Ecovacs Deebot X1e OMNI Ecovacs Deebot X1e OMNI
Im Anschluss an eine Reinigung kehrt der Ecovacs Deebot X1e zu seiner Docking-Station zurück. Dort werden die Wischmopps gereinigt und im Anschluss getrocknet. Das hierbei entstehende Schmutzwasser wird automatisch von der Docking-Station in den Schmutzwassertank befördert. Das Programm zum Trocknen der Wischmopps läuft zwei Stunden und ist dabei leicht hörbar. Wer besonders geräuschempfindlich ist, platziert die Docking-Station eher im Gästezimmer oder Flur. In der Praxis bewährt sich die Funktion recht schnell: Erfahrungsgemäß nimmt man sich immer vor, das Mopp-Modul eines Wischstaubsaugers zu entfernen und zu trocknen, kommt aber erst dazu, wenn der Wisch-Bezug bereits getrocknet ist. Durch das automatische Trocknen der Wischmopps werden unangenehme Gerüche vermieden. Während der Selbstreinigung wird der 400ml-Staubtank abgesaugt. Dieser Vorgang ist naturgemäß etwas lauter, aber erfreulicherweise schnell erledigt: Der Vorgang dauert nur 10 Sekunden. Im Test zeigte sich, dass der Staubbehälter zumeist vollständig entleert wird. Erfahrungsgemäß reicht ein 3L-Staubtank aus, um den Deebot X1e über Monate autonom saugen zu lassen. Wer die Wassertanks nicht immer verwendet, muss sich längere Zeit gar nicht um den Staubsauger kümmern.

Ecovacs Deebot X1e OMNIEcovacs Deebot X1e OMNIEcovacs Deebot X1e OMNIEcovacs Deebot X1e OMNIEcovacs Deebot X1e OMNIEcovacs Deebot X1e OMNI

Der Ecovacs Deebot X1e Omni fährt auch während einer Reinigung regelmäßig zur Docking-Station, um die Wischmopps zu reinigen. Je nach Reinigungsintensität und Größe der Wohnfläche kann es notwendig sein, dass der Wischstaubsauger zwischendrin nachlädt. Die 5000 Milliamperestunden reichen in der Regel, um eine 110 m²-Wohnung am Stück zu reinigen. Über die Einstellungen lassen sich verschiedene Reinigungsoptionen, wie etwa das zweimalige Abfahren von Räumen, einstellen. Verwendet man solche Extras, kann es dazu kommen, dass der Ecovacs Deebot X1e einen Zwischenstopp an der Docking-Station macht, um den Akku wieder aufzuladen.

Ähnlich wie der Ecovacs Deebot X1 Omni hat auch das X1e-Modell ein Videosystem mit an Bord. Man kann folglich über die App die Kameras des Wischstaubsaugers aufrufen. Das kann nützlich sein, wenn man bspw. die nähere Umgebung des Wischstaubsaugers von der Arbeit aus einsehen möchte. Über den Video-Manager kann außerdem kommuniziert werden. Mithilfe der Videotelefon-Funktion können Kinder an die Hausaufgaben oder Einbrecher an die Unrechtmäßigkeit ihres Eindringens erinnert werden. Der Ecovacs Deebot X1e ist kompatibel mit Amazon Alexa und Google. Weiterhin ist der Ecovacs-eigene Sprachassistent "YIKO" mit an Bord. Über Yiko können u.a. Reinigungen gestartet werden.

Der Ecovacs Deebot X1e Omni kann mit guter Navigation, einem sauberen Reinigungsergebnis und einer Vielzahl an Extras überzeugen. Besonders hervorzuheben ist hierbei die Trocknung der Wischmopps. Durch die direkt erfolgte Reinigung mit anschließender Erhitzung wird die Bildung von Schimmel verhindert und es entstehen auf Dauer keine unangenehmen Gerüche. Es empfiehlt sich trotzdem, den Zustand des Deebot X1e in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren und alle Bestandteile zu reinigen. Im Vergleich zum Roborock S7 Pro Ultra kommt der Deebot X1e Omni mit einem größeren Schmutzwasser- sowie Frischwassertank und Staubbeutel daher. Gerade größere Familien werden den damit einhergehenden Komfort zu schätzen wissen. Der X1e Omni ist etwas günstiger als sein großer Bruder, der Ecovacs Deebot X1 Omni ohne E im Namen. Das preisbewusstere Modell macht Abstriche, die sich nicht zwangsläufig negativ auf das Reinigungserlebnis auswirken. Durch die Farbgestaltung passt Deebot X1e vor allem in die Küche, ins Bad oder das Wohnzimmer. Aktuell ist der Staubsaugroboter für 1299 Euro auf Amazon verfügbar. Tagesaktuell lässt sich allerdings ein 300 Euro Coupon auf der Artikelseite aktivieren. Dieser reduziert den Preis auf 999 Euro.

Mehr von Timm: Nerdbench Timm auf YouTube