Avegant Glyph: Headset projiziert Bilder direkt auf die Netzhaut

Zwar mag die Avegant Glyph auf den ersten Blick wie ein verkehrt aufgesetzter Kopfhörer aussehen, jedoch handelt es sich bei dem Gadget um eine Videobrille, die Filme direkt vom Smartphone auf die Netzhaut projiziert. Unser Kollege Lutz Herkner hat die Entertainment-Brille auf dem Mobile World Congress in Barcelona ausprobiert.

Im Bügel der Avegant Glyph befinden sich keine Monitore. Stattdessen sind für jedes Auge jeweils eine Million kleiner Spiegel verbaut, die das Bild direkt auf die Netzhaut des Trägers projizieren. Videos empfängt die Brille über ein Verbindungskabel von einem angeschlossenen Smartphone oder Tablet, welches dazu einen Videoausgang besitzen muss. Der Ton wird über integrierte Kopfhörer ausgegeben.

Der Tragekomfort konnte bei einem kurzen Test durchaus überzeugen. Zwar spürt man das Gewicht der Brille, diese sitzt aber gut und durch kleine Rädchen beziehungsweise Schieberegler lassen sich der Augenabstand sowie der Fokus individuell anpassen.

Trotz einer maximalen Auflösung von 720p sieht das Bild überraschend scharf aus. Einzelne Pixel sind nicht zu erkennen, das Bild wirkt etwa so, als schaue man auf einen 60 Zoll großen Bildschirm. Natürlich lassen sich auch 3D-Inhalte wiedergeben.

Der Mobile World Congress markiert den Europastart der Avegant Glyph, die für rund 550 Euro erhältlich ist.

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