AstrHori 6 mm F2.8 Fisheye: Preiswertes Nischen-Objektiv im Test

Das AstrHori 6 mm F2.8 Fisheye ist sicherlich kein Objektiv für den Alltag. Wer allerdings auf besondere Effekte Wert legt, kann hier durchaus eine spannende Option finden. Die Kollegen von ValueTech TV haben es getestet.

Das voll manuelle Objektiv deckt mit 6 mm Brennweite und Lichtstärke f/2.8 einen Bildwinkel von bis zu 220° ab. Es bietet weder Autofokus noch elektronische Datenübertragung, wiegt rund 340 Gramm und ist für Canon RF, Nikon Z, Sony E und L-Bajonett erhältlich. Wetterabdichtung und Filtergewinde fehlen.

Die Verarbeitung wirkt solide, der Blendenring rastet sauber ein. Kritikpunkte sind der kurze Drehwinkel des Fokusrings sowie das Fehlen eines Unendlich-Anschlags - besonders bei Astro- und Landschaftsaufnahmen ein Nachteil.
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Im Zentrum liefert das Objektiv ab der Offenblende brauchbare Schärfe, abgeblendet steigt der Mikrokontrast. In den Ecken sinkt die Qualität jedoch stark, begleitet von deutlichen chromatischen Aberrationen. Diese lassen sich in RAW-Konvertern meist korrigieren. Für künstlerische Motive reicht die Leistung, höchste Randschärfe bleibt unerreichbar. Obwohl für Vollformat vermarktet, zeigt das Fisheye nicht immer ein vollständiges kreisrundes Bild; bei einigen Kameras schneiden Ränder an. Der extreme Winkel macht es zudem leicht, unbeabsichtigt selbst ins Bild zu geraten. Auf MFT gelingt ein saubereres Zirkularbild, APS-C liefert eher einen beschnittenen Look.

Interne Reflexionen häufig

In der Praxis treten interne Reflexionen auf, vor allem bei Gegenlicht. Abhilfe schaffen Maskierung oder konsequente RAW-Bearbeitung. Positiv ist die sehr kurze Naheinstellgrenze, die kreative Perspektiven ermöglicht - allerdings ohne ausgeprägte Freistellung. Für Videos liefert das Objektiv einen markanten Look, doch der leicht verstellbare Fokusring erschwert präzises Arbeiten. Eine mechanische Fixierung wäre wünschenswert.

Fazit: Das AstrHori 6 mm F2.8 ist ein Spezialwerkzeug mit spannendem Gestaltungspotenzial, aber deutlichen Einschränkungen bei Randschärfe, Reflexen und Bedienkomfort. Wer extreme Perspektiven sucht und Nachbearbeitung nicht scheut, erhält ein preislich attraktives Nischenobjektiv. Mehr von ValueTech: ValueTech - Technik. Einfach. ValueTech auf YouTube