Deutsches Unternehmen lässt Duft-Handy patentieren
Das deutsche Konsortium, bestehend aus dem
Institut für Sensorikforschung und Innovationsberatung aus Göttingen (isi GmbH) und der conVISUAL AG aus Oberhausen, hat eine Anwendung zum Patent angemeldet, die es dem Nutzer erlaubt, Düfte auf ein entsprechend ausgestattetes Handy zu verschicken.
Das Prinzip ist einfach und kommt ohne zusätzliche Hardware aus.
Benötigt werden das Dufthandy und ein Chip, der auf der Größe einer SD-Speicherkarte eine Vielzahl verschiedener Düfte enthält. Der Duftchip kann von unterschiedlichen Anwendungen angesprochen werden: per SMS und MMS, von einem angeschlossenen PC oder von speziellen Duftprogrammen auf dem Handy. Um Spam zu vermeiden, kann der Nutzer eine ankommende Duftnachricht akzeptieren oder ablehnen.
Die Einsatzbereiche sind vielfältig: von duftenden MMS-Grüßen über Werbechips mit Duftproben von Parfüms bis hin zu Spielen für Handy und PC, bei denen die Düfte für ein besonderes Spielerlebnis sorgen. Mit dem Patent wendet sich das Konsortium an Handyhersteller und Netzbetreiber, die das Thema "Duft auf dem Handy" in ihrer strategischen Planung haben.
Dufttechnologien gewinnen auch auf anderen Märkten an Interesse. Das zeigen die jüngsten Entwicklungen in Asien. Hier hat das japanische Unternehmen NTT Communications einen Duftzerstäuber als externe Ergänzung für das Handy präsentiert.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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