Neuer Internet-Hype: Nutzer lassen sich begeistert von KI beleidigen

Menschen sind im Internet oft besonders empfindlich, wenn es auch nur um den kleinsten Angriff auf ihre Meinung oder Person geht. Bei einem neuen Trend betteln nun aber unzählige Social-Media-Nutzer explizit darum, beleidigt zu werden und sind von den Ergebnissen begeistert.
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Neuer Internet-Trend hebt gerade ab

Über die Jahre gab es schon etliche fragwürdige Internet-Trends, bei denen viele nur den Kopf schütteln konnten. Zuletzt begeisterte es Millionen von Internet-Nutzern, auf einer Webseite eine Million Checkboxen anzuklicken. Während es neben solchen harmlosen Erscheinungen auch viele gefährliche "Challenges" auf Social-Media-Plattformen gibt, bei denen Menschen ihre eigene Gesundheit riskieren, ist es momentan zum Glück nur angesagt, sich beleidigen zu lassen.

Das sogenannte "Roasting" ist allerdings nichts Neues. Im Prinzip geht es dabei darum, sich von einem Gegenüber aufgrund des eigenen Aussehens oder Verhaltens lächerlich machen zu lassen. Das stieß auch schon in der Vergangenheit auf so große Begeisterung bei vielen Leuten, dass sogar große Fernsehnetzwerke wie Comedy Central ganze Sendungen haben, in denen sich berühmte Persönlichkeiten von anderen beschimpfen lassen. Selbst Donald Trump nahm an dem Format bereits teil, wie man auf YouTube bewundern kann.


Nutzer lassen sich von KI beleidigen

Neu ist jetzt allerdings, dass sich Personen von künstlicher Intelligenz herabwürdigen lassen. So ist es der neueste Trend auf Instagram, ChatGPT dazu aufzufordern, sich über die eigenen Bilder auf der Social-Media-Plattform lustig zu machen. Dazu stellen Nutzer der KI einen Screenshot ihrer Instagram-Posts zur Verfügung und fordern den Chatbot mit folgendem Prompt auf, sich herablassend zu äußern: "Roaste meinen Instagram-Feed in einem Absatz". Die Ergebnisse sind zum Teil nichts für Dünnhäutige.

Wer sich auch einmal gerne von einer KI beleidigen lassen möchte, braucht dazu also nicht viel. Nur der Screenshot des eigenen Instagram-Accounts und ein Konto bei OpenAI sind notwendig.

Eine Kostprobe

Wie die Kollegen von TechRadar übrigens überprüft haben, gibt ChatGPT eine recht unterhaltsame Antwort, wenn man den Chatbot darum bittet, den Trend selbst zu roasten:

Wenn man ChatGPT bittet, einen Instagram-Account zu roasten, ist das so, als würde man einen Roboter damit beauftragen, den eigenen Modestil zu kritisieren - klar, es ist unterhaltsam, kommt aber auch ein wenig verzweifelt rüber. [...] Seien wir ehrlich: Sie bitten einen codebasierten Algorithmus darum, nicht mehr Ihr persönliches Google zu sein und stattdessen so zu tun, als sei er Ihr scharfzüngiger Freund, der einen Drink zu viel hatte. Das Ganze fühlt sich an wie der Versuch, Alexa dazu zu bringen, jemanden öffentlich zu demütigen - es ist in der Theorie amüsanter als in der Praxis, und Sie tun es wahrscheinlich nur, um den Schmerz eines echten menschlichen Roasts zu vermeiden.
ChatGPT
Zusammenfassung
  • Neuer Trend erobert das Internet
  • Nutzer bitten explizit um Beleidigungen durch KI-Chatbot
  • Roasting: Sich öffentlich lächerlich machen lassen
  • Neuer Trend: ChatGPT soll Instagram-Bilder roasten
  • KI gibt herablassende Kommentare von sich
  • Nur ein Screenshot und OpenAI-Konto sind nötig für KI-Roast
  • ChatGPT selbst vergleicht KI-Roasting mit Roboterkritik am Modestil

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