Kein Rossmann mehr bei Amazon Prime Now:
Da kauft einfach niemand
Die Drogeriekette Rossmann wird ihre Zusammenarbeit mit dem Handelskonzern Amazon beenden. Für das US-Unternehmen ist dies gleichbedeutend mit einem erneuten Rückschlag bei dem Versuch, den Markt für Waren des täglichen Bedarfs zu erobern. Hier scheint der Onlinehandel an seine Grenzen zu stoßen.
Rossmann stellte bisher die Drogerie-Produkte zur Verfügung, die dann über den Blitz-Lieferservice "Prime Now" in maximal zwei Stunden an Kunden geliefert wurden. Doch das Konzept ist alles andere als ein Selbstläufer. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung sagte der baldige Firmenchef Raoul Roßmann, dass "diese spezielle Art der ultraschnellen Zustellung nach Bestellung von unseren Kunden nicht nachgefragt wird".
Aus seiner Sicht passt das Prime Now-Modell schlicht nicht zu dem, was die Verbraucher im Wesentlichen wollen. "Die Kunden gehen lieber in die Märkte und wollen keinen Aufpreis zahlen, um sich die Sachen ins Büro liefern zu lassen", so Roßmann. In den meisten Fällen sei es wohl so, dass Drogerieprodukte ohnehin auf dem regelmäßigen Einkaufsweg mitgenommen werden und die Kunden auch gern mal in der Filiale verschiedene Waren miteinander vergleichen.
Bei den Drogerieprodukten scheint es somit auch das gleiche Desinteresse zu geben wie bei Lebensmitteln. Vor zwei Jahren hatte Amazon auch hierzulande seinen Fresh-Dienst gestartet. Geliefert wird seitdem in vier deutschen Städten, mehr sollten zwar dazukommen, doch ist das nie passiert.
Aus seiner Sicht passt das Prime Now-Modell schlicht nicht zu dem, was die Verbraucher im Wesentlichen wollen. "Die Kunden gehen lieber in die Märkte und wollen keinen Aufpreis zahlen, um sich die Sachen ins Büro liefern zu lassen", so Roßmann. In den meisten Fällen sei es wohl so, dass Drogerieprodukte ohnehin auf dem regelmäßigen Einkaufsweg mitgenommen werden und die Kunden auch gern mal in der Filiale verschiedene Waren miteinander vergleichen.
Auch Fresh funktioniert nicht
Grundsätzlich sieht auch Roßmann durchaus eine bestimmte Chance für das Online-Geschäft. Allerdings wird sich das Wachstum aus seiner Sicht hier längst nicht so stark entwickeln wie in verschiedenen anderen Bereichen. Auch der Rossmann-Konkurrent DM hatte vor einiger Zeit schon einmal die Zusammenarbeit mit Amazon ausprobiert, doch auch hier ging es nicht so recht voran. Die Umsätze sollen jene einer normalen Ladenfiliale nicht überstiegen haben - was angesichts der Dominanz der Amazon-Plattform im Onlinehandel dann schon ein klares Zeichen ist.Bei den Drogerieprodukten scheint es somit auch das gleiche Desinteresse zu geben wie bei Lebensmitteln. Vor zwei Jahren hatte Amazon auch hierzulande seinen Fresh-Dienst gestartet. Geliefert wird seitdem in vier deutschen Städten, mehr sollten zwar dazukommen, doch ist das nie passiert.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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