WinFuture.de Test: 10 DVB-T USB Sticks im Vergleich

21.06.2006 13:39 
Jay-Tech USB DVB-T Stick

Allgemeine Informationen

Der DVB-T USB Stick von Jay-Tech ist das günstigste Gerät in unserem Test. Es kostet gerade mal 49 Euro. Im Lieferumfang ist eine kleine Stabantenne enthalten, die für den optimalen Empfang sorgt. Außerdem liegt ein USB-Verlängerungskabel bei, das an einem Ende sogar eine Docking-Station hat, so dass man den Empfänger einfach auf den Tisch stellen kann. Bei unserem Testgerät schien dieses Kabel aber tot zu sein, da der Rechner die Hardware nicht erkannte. Ohne Kabel war dies kein Problem.


Das Gerät verfügt über einen IEC-Connector, über den diverse Antennen angeschlossen werden können. Die mitgelieferte Variante nutzt aber den bekannten Antennenanschluss und muss aus diesem Grund über den beliegenden Adapter angesteckt werden. Die zum Lieferumfang gehörende Fernbedienung ist ein alter bekannter von zahlreichen anderen Testgeräten – ein Anzeichen, dass es sich um Hardware vom OEM-Hersteller handelt.

Installation & Einrichtung

Die Installation des Jay-Tech USB DVB-T Stick ist kinderleicht. Einfach die Antenne anschließen, einen gute Position aussuchen und natürlich den Empfänger mit dem Computer verbinden. Auf der beigelegten CD findet man die Treiber, die Windows automatisch installiert, sofern das Medium eingelegt ist. Anschließend erfolgt die Software-Installation. Auch hier trifft man wieder auf einen alten Bekannten, den DVB-Tplayer.

Nach dem ersten Start dieses Programms öffnet sich ein Konfigurationsdialog, in dem die Sendersuche durchgeführt werden kann. Hier vergehen zwei Minuten bis alle Sender für den Raum Berlin gefunden wurden. Sobald diese Kanalliste abgespeichert wurde, kann das Fernsehvergnügen auch schon beginnen.

Funktionsumfang

Die Software DVB-Tplayer erinnert sehr stark an den Aufbau bekannter Software-DVD-Player, beispielsweise PowerDVD von Cyberlink. Wer bereits mit einem dieser Programme gearbeitet hat, wird sich mit dieser Software schnell anfreunden. Etwas mißraten ist die Senderübersicht, die leider nur neun Kanäle gleichzeitig darstellen kann und keine Programmnamen unter den Screenshots der einzelnen Sender anzeigt, sondern nur eine fortlaufende Nummer.

Der Electronic Program Guide (EPG) wurde sehr gut implementiert. Er wird in einem separaten Fenster aufgerufen und bietet umfangreiche Informationen für alle Kanäle. Für jedes einzelne Programm stehen zusätzlich noch Beschreibungstexte zur Verfügung. Außerdem ist es möglich, direkt durch einen Doppelklick auf einen Eintrag eine entsprechende Aufnahme zu programmieren. Das lästige Eingeben des Start- und Endzeitpunktes entfällt – die Daten stammen alle aus dem EPG.

Die Aufnahme des Fernsehprogramms geschieht unkomprimiert im MPEG2-Format – genau so, wie es vom Berliner Fernsehturm gesendet wird. Man kann jederzeit mit der Aufnahme beginnen. Das Starten und Beenden des Vorgangs verursacht keine Ruckler, ein schnelles System vorausgesetzt. Das Timeshifting zum Zeitversetzten Fernsehen ist etwas kompliziert zu bedienen, da zuerst die entsprechende Funktion aktiviert werden muss. Anschließend kann man durch das Klicken auf die Pause-Taste die Wiedergabe angehalten werden. Im Hintergrund läuft dann die Aufnahme.

Auch der Teletext wurde sehr leicht bedienbar umgesetzt. So öffnet sich ein neues Fenster, sobald man die entsprechende Funktion aufruft. Dort gibt man die gewünschte Seitennummer ein und in weniger als zwei Sekunden hat man die Daten auf dem Bildschirm. Radiosender lassen sich problemlos abspielen – leider wird das Video-Fenster nicht für Visualisierungen genutzt, sondern einfach ausgeblendet.

Beim Fernsehen lässt sich jederzeit ein sog. Snapshot anfertigen. Dabei handelt es sich um ein Standbild des laufenden Programms, welches im Bitmap-Format auf der Festplatte abgelegt wird. Ansonsten wird noch eine Favoritenliste angeboten, in der man alle TV- und Radiosender findet sowie eine Spalte mit einer eigenen Kanalzusammenstellung.


Audio- und Videoqualität

Während unserer Testphase sind uns keine Probleme im Bereich der Audio- und Videoqualität aufgefallen. Lediglich die üblichen Problemsender n-tv und EuroNews machten mal wieder Probleme, was sich in Form von Bild- und Tonaussetzern bemerkbar machte. Dadurch sind diese beiden Sender kaum genießbar. Sofern ein Fernsehsender es unterstützt, kann das Fernsehprogramm sogar mit Mehrkanalton wiedergegeben werden – die benötigten AC3-Filter wurden während der Installation der Software aufgespielt.

Fazit

Der Jay-Tech USB DVB-T Stick ist mit 49 Euro das günstigste Gerät in unserem Vergleichstest. Da es vom gleichen OEM-Hersteller kommt wie Hama, Rok, Yakumo und Freecom auch, unterscheidet sich das Gerät natürlich nur minimal von der Konkurrenz. Hier sollte man lediglich auf den Preis gucken und dieser ist ja bekanntlich sehr niedrig. Eine klare Kaufempfehlung.
Diesen Testbericht empfehlen
Jetzt einen Kommentar schreiben