Self-Checkout: 143 Prozent mehr Geschäfte in zwei Jahren

Die Verbreitung automatisierter Bezahlsysteme im deutschen Einzelhandel nimmt kontinuierlich zu. Zwischen den Jahren 2023 und 2025 verzeichnete die Branche bei den entsprechend ausgestatteten Standorten ein Wachstum von 143 Prozent.

Stetiger Ausbau seit 2019

Eine historische Betrachtung veranschaulicht die Entwicklung der automatisierten Bezahlsysteme in Deutschland. Demnach boten im Jahr 2019 bundesweit erst 903 Geschäfte derartige Systeme an. Damals standen den Konsumenten insgesamt 4760 Terminals für den eigenständigen Scanvorgang zur Verfügung.

In den darauffolgenden zwei Jahren stiegen die Werte deutlich, sodass 2021 bereits 1687 Standorte mit 7240 entsprechenden Kassen erfasst wurden. Im Jahr 2023 waren exakt 4270 Filialen mit 16.030 Automaten ausgestattet.

Bis zum Jahr 2025 kletterte die Zahl der Geschäfte mit Selbstbedienungskassen laut einer Infografik von Statista auf 10.366. Parallel dazu wuchs die Menge der installierten Terminals auf den aktuellen Stand von 38.650 Einheiten.

Drogerien als Vorreiter

Die inhaltliche Einordnung der erhobenen Daten offenbart Unterschiede zwischen den einzelnen Handelsbranchen. Der Lebensmitteleinzelhandel stellt mit 6240 umgerüsteten Standorten die absolute Mehrheit bei der Verbreitung dar. Gemessen an der Gesamtgröße des Sektors entspricht das jedoch lediglich einer Marktabdeckung von über zehn Prozent.

Eine wesentlich höhere Durchdringung findet sich im Segment der Drogeriemärkte. Von den knapp 5200 Filialen im Bundesgebiet bieten mittlerweile gut 40 Prozent ihrer Kundschaft die Möglichkeit des eigenständigen Bezahlens an.

Betrachtet man den gesamten deutschen Einzelhandel im engeren Sinne, zeigt sich für das automatisierte Bezahlmodell noch viel Potenzial. Von den insgesamt 710.000 Kassen in dem Sektor ist aktuell jede 18. eine Self-Checkout-Kasse.
Self-Checkout: 143 Prozent mehr Geschäfte in zwei Jahren Quelle: Statista
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