Nokia 5: Die Tradition wird auch beim neuen Hersteller erhalten

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Erstmals seit langer Zeit sind unter dem Namen Nokia nun wieder Smartphones zu haben. Auf dem Mobile World Congress (MWC) haben wir uns diese natürlich genauer angeschaut. Hier seht ihr das neue Nokia 5, das nicht nur aufgrund der Hardware gute Chancen hat, den Markt dann doch ordentlich aufzurollen.

Bereits recht schnell wird klar, dass hier nicht einfach ein chinesischer Massenhersteller den Namen gekauft hat und ihn nun auf seine Billiggeräte klebt. Stattdessen überzeugt das Smartphone im 5,2-Zoll-Format mit einer sehr durchdachten und überzeugenden Verarbeitung. So ist die Technik in eine stabile Aluminiumhülle eingepackt und die notwendigen Antennen-Einbettungen gut getarnt.

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In dem Gerät werkelt zentral ein Snapdragon 430-Prozessor, der auf 2 Gigabyte Arbeitsspeicher zurückgreifen kann. Der interne Speicher fasst 16 Gigabyte und kann über eine MicroSD-Karte erweitert werden. Das Panel bietet eine Auflösung von 1.280 × 720 Pixeln. In unseren ersten Tests erwies sich dieser aber als hell genug, um auch an sonnigen Tagen keine Ablese-Probleme hervorzurufen. Der Home-Button dient bei dem Gerät auch als Fingerabdruck-Sensor. Verbaut wird weiterhin ein Hauptkamera-System mit 13-Megapixel-Sensor. In dem Nokia 5 kommt ein Akku mit einer Kapazität von 3.000 mAh zum Einsatz.

Die technischen Daten sind dabei keineswegs geeignet, den Technik-Enthusiasten aus dem Sessel zu reißen. Sie entsprechen in allen Belangen einem der vielen Mittelklasse-Geräte, die im Android-Bereich zu finden sind - auch wenn nicht alle Geräte ähnlich hochwertig wirken und es sich recht klar zeigt, dass man beim Namens-Lizenznehmer HMD Global doch so manchen erfahrenen Nokia-Entwickler verpflichtet hat. Die offizielle Preisempfehlung für das Nokia 5 liegt allerdings bei lediglich 189 Euro, was auch für die nicht allzu starke Hardware eine recht deutliche Ansage ist.
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Jetzt frage ich mich nur, womit das Gerät "den Markt ordentlich aufrollen" soll? Es ist nicht besonders gut ausgestattet und reiht sich damit ohne echtes Alleinstellungsmerkmal in die Reihen der vielen, vielen Mittelklasse-Androiden ein.
 
@HeadCrash: Sehe ich genauso. Andere Hersteller bieten in der Mittelklasse und auf ähnlichem Preisniveau mehr RAM, Full HD und einen besseren SoC. Da wirkt vieles nicht sehr durchdacht.
 
@HeadCrash: Sie könnten mit Regelmässigen Updates Punkten. Weil wenn ich die eckdaten (16GB, 3000mAh, Fingerabdrucksensor) bei Geizhals mit Android 7 eingebe geht es erst bei 220€ los. Bei Android 6 gibt es aber unmengen von Modellen. Sehr schön finde ich das der Fingerabdrucksensor an der Front sitzt, dann wird er nicht von einen aufgeklappten Flipcover verdeckt bzw. wenn es auf den Tisch liegt.
 
@MR.SAMY: Problem ist aber, dass es die meisten Leute überhaupt nicht interessiert, ob sie da nun Android 6 oder Android 7 oder Android 4 auf dem Handy haben. Den meisten geht es nur darum, dass ihre gewohnten Apps funktionieren.

Regelmäßige Updates ist ein Kaufkriterium für Enthusiasten. Aber nicht für die breite Masse. Ich persönlich sehe tatsächlich kein einziges Alleinstellungsmerkmal vom Nokia 5 und fürchte daher ebenfalls, dass sie am Markt einfach in der Masse verschwinden.

Nokia wird darüber hinaus ohnehin in den Köpfen vieler noch mit Windows Mobile verbunden. Von daher... puh... einfach werden die es nicht haben.
 
@RebelSoldier: Nokia wird in den meisten Köpfen mit Qualität, Robustheit, dem ersten eigenen Handy, ausdauerndem Akku, Snake, Symbian, Meego, Forschung und Produktion in Europa und Bochum verbunden, auch wenn das neue Nokia wenig damit zu tun hat. Die Marke dürften vielen Leuten eher ein Begriff sein als Huawei. Also wird sicherlich der ein oder andere zugreifen, wenn er sich auf den ersten Blick mit der Oberfläche zurechtfindet und seine gewohnten Apps drauf laufen.
 
@datengecloud: Das Genannte trifft auf normale Handys zu, jedoch nicht auf Smartphones.
 
@RebelSoldier: Vor sechs jahren war Nokia der größte Handyhersteller der Welt und Marktführer bei Smartphones. ... dann kam Elop und hat das Ende der Nokia Betriebssysteme Symbian und Meego verkündet. Blöderweise gab es zu diesem Zeitpunkt aber nock keine Nokia-Geräte mit anderen Betriebssystemen, also haben die Kunden zu anderen Marken gegriffen und sich an Android und IOS gewöhnt. Dann gab es irgendwann Geräte auf denen zwar Nokia stand, das Betriebssystem aber garnicht nach Nokia und sehr nach Microsoft aussah. Diese Geräte wollte kaum jemand haben, erst recht nicht als der zugkräftige Name Nokia wegfiel und sie under anderem Namen verkauft wurden. Jetzt gibt es bald wieder Geräte von Nokia und der zu Android gewechselte ehemalige Nokia Stammkunde findet sich auf Anhieb zurecht und greift vielleicht wieder zu der Marke die er noch aus der Zeit kennt in der in Europa noch unter humanen Arbeitsbedingungen hochwertige Smartphones gebaut wurden.
 
@HeadCrash: Ein Vorteil für viele Android Fans sind die regelmäßigen Updates und das Pure Android.
Das ist etwas das andere in der Preisklasse nicht bieten.
Natürlich ist das der breiten Masse relativ wurscht, aber wir wissen nicht mit welchen Stückzahlen der Hersteller rechnet um profitabel zu sein.
Für mich wären die Sicherheitsupdates und das Pure Android jedenfalls eine klare Kaufentscheidung weil das sonst fast nur bei hochpreisigen Geräten der Fall ist und da auch nur vereinzelt, siehe Pixel.
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