Wonder Woman: Einmal frischen Wind für die Mans-World bitte!

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Das DC-Universum schickt nun endlich die nächste Figur auf die Kinoleinwand. Diesmal darf endlich die beste aller Amazonen in die große weite Welt hinaus. Und mit "Wonder Woman" ist ein Streifen entstanden, der so gar nicht den allgemeinen Erwartungen entspricht und vermutlich gerade deshalb ziemlich gut funktioniert.

Unser Kollege Lutz Herkner hat sich den Film angesehen und kann euch zumindest seine Meinung kundtun. Mit dieser steht er aber wie auch in anderen Fällen auf einer etwas anderen Position, als andere Kritiker. Und auch die Ergebnisse an den Kassen der US-Kinos sprechen eine klare Sprache. Finanziell sticht die Produktion bereits so manchen großen Standard-Superhelden aus.

Frischer Wind im Genre

Und angesichts dessen, dass das Genre immer weiter drohte in die immer gleichen Muster zu verfallen, bringt Wonder Woman auch wohltuend frischen Wind in die Sache. Das dürfte auch daran liegen, dass hier nicht doch noch irgendwo die Wendung in die klassischen Geschlechter-Stereotype stattfindet. Dafür bürgen nicht nur die Crew rund um Regisseurin Patty Jenkins, sondern schon der Erfinder der Figur William Moulton Marston, der in den 1930er Jahren nicht nur als Comic-Autor, sondern auch als feministischer Theoretiker bekannt wurde.

In bestimmten Kreisen wird der Film entsprechend ungern gesehen. Denn natürlich gibt es jene, die sich - kaum spielt einmal eine Frau die Hauptrolle auf der Leinwand - in ihrer Männlichkeit bedroht fühlen. Hinzu kommt natürlich auch die schon viel zu klischeebeladene Geschichte mit dem Verbot der Filmaufführung im Libanon, wo man nicht nur ein Problem mit der starken Frau hat, sondern vor allem auch damit, dass hier mit Gal Gadot eine ehemalige Soldatin der israelischen Armee die Superheldin verkörpert. Abgedroschener geht die Kritik an einem solchen Film dann schon kaum noch. Doch sollte man besser eben das ganze Drumherum einfach mal außen vor lassen und den Film genießen.

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Geht mir diese Feminismus Kacke auf den Sack.
 
@FuzzyLogic: Wonder Woman gibt's seit 1941 und ist eine etablierte Superheldin im Comic-Universum. Wo ist da jetzt Feminismus?
 
@Islander: die Überschrift suggeriert mal wieder "Film trotz weiblicher Hauptfigur erfolgreich" oder so was in die Richtung. Ich habe mittlerweile dutzende Beiträge auf Facebook gesehen, die in die gleiche Kerbel schlagen. Es ging mir nicht um den Fakt dass die Hauptfigur weiblich ist, falls das so rüber kam, sondern darum dass die Headline schon darauf aufmerksam macht.
 
@FuzzyLogic: Ach so, ich hatte deinen Kommentar in der Tat auf den Film bezogen, nicht die News (bzw. den Titel). Alles gut dann!
 
@FuzzyLogic: Hmm, trotz intensiver Suche kann ich hier beileibe kein Feminismus-Gedöns, weder im Artikel noch im Video entdecken. o.O
 
"In bestimmten Kreisen wird der Film entsprechend ungern gesehen. Denn natürlich gibt es jene, die sich - kaum spielt einmal eine Frau die Hauptrolle auf der Leinwand - in ihrer Männlichkeit bedroht fühlen."

Hat der Autor diese News bereits in den 70ern geschrieben oder wie kommt man heutzutage zu so einer Stuss-Aussage?
 
@gutenmorgen1: das kommt von der 08/15 Nachrichten Generator App lol
 
@gutenmorgen1: Wenn man sich in diversen Kommentarbereichen umschaut, stellt man fest, dass es noch viele"Männer" gibt, die den Weg aus der Höhle nicht gefunden haben. Jüngstes Beispiel beim Trailer zum neuen Spiel Skull&Bones, wo man eine weibliche Piratin sieht.
Und betrachtet man die gesamte Welt, so ist Gleichbehandlung aller Menschen noch lange keine Selbstverständlichkeit.
 
@gutenmorgen1: Falls es die entgagne ist: Es gibt heuete noch Kultueren, in denen Frauen Menschen zweiter Klasse sind und/oder ihre Rollen vordefiniert sind.
Denk mal nur an den IS.
Frauen haben Männern gefügig zu sein, Kinder zu kriegen, Haushalt zu führen. Immer noch ein weit verbreitetes Klischee.
 
@LastFrontier: Nein, das ist mir nicht entgangen aber ich glaube kaum, dass diese Klientel Winfuture liesst und ich glaube auch nicht, dass sie an den Kinokassen irgendetwas zu melden hat.

Eine derartig geschriebene News ist in unserem Kulturkreis einfach kompletter Nonsense und weder bei uns noch bei den Leuten hinterm grossen Teich ist eine Frau als Superheldin etwas aussergewöhnliches, nur weil eine Handvoll Neandertaler und Trolle ihren Müll in irgendwelchen Foren abladen.
 
@gutenmorgen1: Das gilt vielleicht hierzulande weniger, aber schau mal in bestimmte US-Foren.
Die Amis sind da tatsächlich ziemlich weit hinterher.
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