Entlassungen bei Oracle deuten auf Ende von Solaris und SPARC hin

Bei Oracle ist nun das eingetreten, was eigentlich schon lange erwartet wurde: Der Konzern setzt die Axt an die Abteilungen, die verschiedene Kult-Produkte noch am leben hielten - das betrifft das Betriebssystem Solaris und auch die CPU-Architektur SPARC.
Oracle, Datenbanken, Softwarekonzern
Oracle
Offiziell gibt es von dem Unternehmen noch keine Informationen. Aus verschiedenen Quellen geht inzwischen aber hervor, dass zum Monatswechsel wohl hunderte Beschäftigte entlassen wurden. Betroffen seien Mitarbeiter aus den Teams, die Solaris und SPARC betreuten, weiterhin seien die Abteilungen für verschiedene Storage-Technologien ausgedünnt worden.

Es geht hier also um Produkte, die Oracle mit der Übernahme von Sun Microsystems vor einigen Jahren in den Konzern bekam. Das Unternehmen hatte die Kult-Firma damals aufgekauft, um Komplettlösungen aus einer Hand anbieten zu können - also nicht nur die eigenen Business-Anwendungen, sondern auch die Hardware, auf denen diese laufen. Seitdem entwickelte sich die IT-Landschaft aber stark weiter und der Trend geht eher hin zu Cloud-Produkten als zu SPARC-Servern mit Solaris und Oracle-Applikationen.

Solaris auf der Kippe

Insbesondere was die Weiterentwicklung von Solaris angeht, gab es in der letzten Zeit so einige Fragezeichen. Das Unix-Derivat sollte eigentlich in absehbarer Zeit bei der Version 12.0 ankommen. Statt dessen ging es zuletzt aber eher in Richtung eines wesentlich kleineren Updates auf 11.3.

Angesichts dessen, dass die verschiedenen berichte in Foren und auf Twitter aktuell darauf hindeuten, dass rund 2.500 Oracle-Beschäftigte gehen müssen, steht die Zukunft des Betriebssystems bei dem Konzern eigentlich komplett in Frage. Übrig soll nur ein kleineres Rumpf-Team sein. Allerdings ist Solaris längst auch ein Open Source-Projekt, so dass ein Aus bei Oracle keine komplette Katastrophe für die verbliebenen Nutzer wäre.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!