Autonomer Seegrid-Stapler bedroht Jobs sehr vieler Lager-Arbeiter

Autonom operierende Systeme kommen erwartungsgemäß zuerst dort, wo sie dem Menschen wirtschaftlich überlegen sind. So schickt sich ein neues System an, die Beschäftigten in großen Lagern zu ersetzen: Ein selbstständig agierender Gabelstapler kann die dortigen Aufgaben komplett übernehmen.
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Seegrid
Entwickelt wurde das Gerät von Seegrid, einem Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania. Dieses konnte bereits vor einiger Zeit einen Gabelstapler vorstellen, der zumindest selbstständig in den Lagerhallen navigieren und Güter so an die gewünschten Plätze bringen konnte. Vor allem beim Aufnehmen von Paletten musste aber stets noch ein menschlicher Mitarbeiter eingreifen.

Es sieht eigentlich recht trivial aus, wenn die Gabel auf die richtige Höhe gebracht und unter eine Palette geschoben wird. "Es sind aber oft die nicht besonders kompliziert aussehenden Sachen, die dann richtig kompliziert sind", erklärte Jeff Christensen, Produktchef von Seegrid gegenüber dem US-Magazin MIT Technology Review. Ein Punkt dabei ist beispielsweise, dass es sich bei den Fahrzeugen um Dreiräder handelt. Und diese sind im letzten Moment, der maximale Präzision erfordert, nicht gerade leicht zu steuern. Seegrid GP8 Series 6Seegrid-Stapler

Problem auf dem letzten Meter ist gemeistert

Beim neuesten Modell, dem GP8 Series 6, will das Unternehmen das aber gemeistert haben. Die Gabelstapler-Roboter können nun also komplett selbstständig an ein Hochregal fahren, die gewünschte Palette mit einem Gewicht von bis zu 4 Tonnen herausnehmen und an den gewünschten Punkt bringen. Auch das Einlagern ist natürlich möglich. Das Eingreifen eines menschlichen Mitarbeiters ist nicht mehr nötig.

Um die Aufgabe zu meistern sind die Gabelstapler mit fünf Stereo-Kameras ausgestattet, deren Aufnahmen in Bildanalyse-Applikationen fließen. Im Gegensatz zu autonomen Autos, die im Straßenverkehr bestehen sollen, ist es hier nicht notwendig, noch andere Sensoren hinzuzuziehen. Denn in den Lagerhallen herrscht stets eine recht gleichbleibende Beleuchtungssituation, so dass zusätzliche Radar- und Laser-Systeme unnötig sind.
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