Intel-CEO verlässt aus Protest das Beratergremium von Donald Trump

US-Präsident Donald Trump steht nach dem Neonazi-Terror von Charlottesville immer noch in der Kritik. Seine viel zu zögerliche Verurteilung der rassistisch motivierten Taten ist sogar für viele seiner bisherigen Unterstützer zu viel oder besser gesagt zu wenig. So haben nun zahlreiche prominente Wirtschaftsbosse sein Beratergremium verlassen, darunter Intel-Chef Brian Krzanich.
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Krzanich gehörte bisher zu jenen Vertretern der Wirtschaft, die in den vergangenen Monaten der Meinung waren, dass man auch dann noch miteinander reden müsse, selbst wenn man nicht mit jemandem einer Meinung ist. Dieser jemand ist in diesem Fall natürlich US-Präsident Trump, der wie kein anderer das Land entzweit.

Doch für Krzanich war Trumps Verhalten nach dem Neonazi-Terror von Charlottesville nicht mehr tragbar. Der Intel-CEO, der offen den Republikanern nahesteht, hat in der Nacht auf heute angekündigt, von seiner Beraterposition im American Manufacturing Council zurückzutreten. Dieses Gremium gilt als wichtigste Schnittstelle zwischen der US-amerikanischen Industrie und der Trump-Regierung.

"Gespaltenes politisches Klima"

Krzanich schreibt in einem Blogbeitrag (via VentureBeat), dass das zunehmend "gespaltene politische Klima" zunehmenden Schaden anrichte und kritische Probleme dadurch nicht gelöst würden. Man müsse sich wieder den dringenden Problemen des Landes und der Industrie zuwenden.

Der Intel-Chef verurteilte die rassistisch motivierten Taten von Charlottesville und meinte, dass viele in Washington stattdessen damit beschäftigt seien, alle zu attackieren, die nicht ihrer Meinung sind: "Wir sollten jene ehren, - und nicht attackieren - die für Gleichheit und amerikanische Werte aufgestanden sind."

Das ist eine deutliche Distanzierung von Trump und seinem Team. Und Krzanich ist nicht der einzige, bei dem nun das Fass zum Überlaufen gebracht worden ist, denn außerdem haben sich zwei andere Wirtschaftsbosse auf dem Gremium verabschiedet, nämlich Kevin Plank von Under Armour sowie Merck-Chef Kenneth Frazier. Bereits im Juni genug hatten Elon Musk (Tesla) und Bob Iger (Disney).
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