Industrie-Standort Deutschland ist mangels Breitband in Gefahr
Wenn Deutschland schon in der IT-Branche auf dem Weltmarkt nur sehr eingeschränkt mitspielen kann, soll wenigstens die klassische Industrie für ökonomische Stärke sorgen. Doch mangels Breitband-Ausbau sieht auch diese ihre Chancen im globalen Konkurrenzkampf immer weiter schwinden.
In einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bei über 1.500 Industrieunternehmen und industrienahen Dienstleistern zeigt sich, dass die mangelhafte Breitband-Versorgung immer stärker zum Problem wird. Kein anderer Bereich ist in der Bewertung der aktuellen Situation so stark abgerutscht.
Im Allgemeinen gibt es bei der Bewertung der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung einen leicht positiven Trend. Hier vergaben die befragten Unternehmen einen Zensurenschnitt von 2,9. Die Anbindung an die weltweite digitale Infrastruktur wird hingegen nur mit einer 3,7 bewertet. Bei einer vergleichbaren Befragung im Jahr 2008 hatte es noch eine Wertung von 2,3 gegeben.
Der Netzausbau hat in den letzten Jahren schlicht nicht mit der Entwicklung mitgehalten. In nahezu allen Bereichen hat die Digitalisierung auch die Industrie durchdrungen und die Fertigung ist hochgradig vernetzt. Eine grundlegende Modernisierung der Daten-Infrastruktur ist hingegen bis heute nicht absehbar und es werden im besten Fall punktuell Aufrüstungen vorgenommen. Wenn sich dies nicht ändert, werden verschiedene Produktions-Segmente schlicht nicht mehr weiter an ihren Standorten bleiben können, wenn sie noch mit den Anbietern aus besser vernetzten Ländern konkurrieren wollen.
Im Allgemeinen gibt es bei der Bewertung der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung einen leicht positiven Trend. Hier vergaben die befragten Unternehmen einen Zensurenschnitt von 2,9. Die Anbindung an die weltweite digitale Infrastruktur wird hingegen nur mit einer 3,7 bewertet. Bei einer vergleichbaren Befragung im Jahr 2008 hatte es noch eine Wertung von 2,3 gegeben.
Ausbau hält nicht mit
"Das bedeutet im Klartext: Die politischen Ziele und Anstrengungen beim Ausbau der digitalen Infrastruktur genügen nicht den steigenden Anforderungen der Unternehmen", kritisierte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. "Wir müssen deshalb alles dafür tun, den Ausbau des Glasfasernetzes noch stärker voranzutreiben als bisher geplant."Der Netzausbau hat in den letzten Jahren schlicht nicht mit der Entwicklung mitgehalten. In nahezu allen Bereichen hat die Digitalisierung auch die Industrie durchdrungen und die Fertigung ist hochgradig vernetzt. Eine grundlegende Modernisierung der Daten-Infrastruktur ist hingegen bis heute nicht absehbar und es werden im besten Fall punktuell Aufrüstungen vorgenommen. Wenn sich dies nicht ändert, werden verschiedene Produktions-Segmente schlicht nicht mehr weiter an ihren Standorten bleiben können, wenn sie noch mit den Anbietern aus besser vernetzten Ländern konkurrieren wollen.
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Christian Kahle
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