Biohacker manipulieren genetischen Code, um DNA-Sequencer zu kapern

Dns, Dna, Erbmaterial Bildquelle: Christoph Bock (Max Planck Institute for Informatics, CC BY-SA 3.0)
Für Genetiker ist die Arbeit mit so genannten Sequencern inzwischen Alltag, die DNA-Analyse-Geräte sind allerdings hochempfindlich. Die Forscher bemühen sich auch enorm, eventuell gefährlichen genetischen Code nicht zu verbreiten. Biohackern ist es nun aber gelungen, DNS so zu manipulieren, dass Infektionsgefahr nicht für Lebewesen, sondern Computer besteht.
Eine Gruppe von Wissenschaftlern der University of Washington hat gestern auf der Usenix Security Conference einen Hack vorgestellt, der nach Science-Fiction klingt, aber real ist. "Real" ist in diesem Fall aber weniger als tatsächlich existierende Bedrohung zu sehen, da der beschriebene Angriff eher eine Machbarkeitsstudie (Proof-of-Concept) darstellt.

Dennoch kann man die Art des Hacks als einigermaßen abenteuerlich, ja verrückt bezeichnen: Denn das Team hat gezeigt, dass es möglich ist, Schadcode in DNA-Strängen zu "verstecken" und zwar in Form von Binärcode. Der Gen-Sequencer, der eine derart manipulierte DNA analysiert, liest dabei letztlich ein Programm aus bzw. ein, das in der Lage ist, den Computer des Sequencers zu übernehmen.

Etwas "geschummelt"

Die Forscher geben natürlich zu, dass das derzeit alles andere als eine reale Bedrohung darstellt. Sie schreiben in ihrem Forschungspapier (PDF, via BoingBoing), dass die Attacke nur eine Erfolgsquote von 37 Prozent hat und man auch eine bewusst geschwächte Version der Sequencer-Software verwendet hat.

Dennoch sollte man den Angriff nicht auf die leichte Schulter nehmen, meinen die Forscher. Denn DNA-Sequencing wird mit der Zeit immer alltäglicher und leistungsstärker werden, und damit steigt auch die Gefahr, dass es zu Missbrauch kommt. Vor allem werden derartige Analysen rapide günstiger: Im Fall von des Herstellers Illumina sind die Kosten der DNA-Sequenzierung des menschlichen Genoms von rund 100.000 Dollar in 2009 auf gerade einmal 1000 Dollar im Jahr 2014 gesunken. Dns, Dna, Erbmaterial Dns, Dna, Erbmaterial Christoph Bock (Max Planck Institute for Informatics, CC BY-SA 3.0)
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