Symantec wird von Google zum Verkauf des SSL-Business' gezwungen
Der Security-Dienstleister Symantec ist offenbar kurz davor, sich von seinem Geschäft mit Zertifikaten zu trennen. Denn dieses ist inzwischen mit einem massiven Risiko belastet, nachdem Google eine Untersuchung durchführt, die mit einem kompletten Vertrauensentzug enden kann.
Infografik: SSL/TLS
Vertrauen ist die Grundlage der Zertifikate-Kette, über die Nutzer sicherstellen können sollen, dass der Key einer verschlüsselten Web-Verbindung auch tatsächlich vom Anbieter stammt und nicht etwa von einem Angreifer eingeschleust wurde. Seit der Übernahme von VeriSign im Jahr 2010 für 1,28 Milliarden Dollar gehört Symantec zu den führenden Anbietern in dem Bereich und generierte hier jährlich einen Umsatz von rund 400 Millionen Dollar, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.
Nach einigen problematischen Vorfällen mit Zertifikaten, die in Verbindung zu Symantecs Services standen, droht nun allerdings im schlimmsten Fall die Zerstörung dieses Geschäftsbereiches. Denn wenn sie im Chrome-Browser nicht mehr als vertrauenswürdig eingestuft werden, wird wohl kaum noch jemand ernsthaft Zertifikate bei Symantec einkaufen. Denn die Folge wäre, dass die Nutzer jedesmal davor gewarnt würden, einer verschlüsselten Verbindung zu vertrauen. Das wäre für Online-Shops und diverse andere Angebote ein massives Problem.
Wer bereit ist, Symantec den Geschäftsbereich abzukaufen, muss natürlich damit rechnen, dass Google trotzdem den Hahn zudreht. Allerdings besteht durchaus auch die Chance, dass ein neuer Besitzer einen Vertauensvorschuss bekommt und letztlich gar nichts passiert. Dann wäre der neue Eigner wohl günstig in den Besitz eines recht lukrativen Geschäftes gekommen.
Rund eine Milliarde Dollar dürfte eine Übernahme trotz allem noch einbringen. Und es soll Verhandlungen mit mehreren kleineren Unternehmen und Investoren geben, die Interesse an dem Konzernteil gezeigt haben.
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Infografik: SSL/TLS
Vertrauen ist die Grundlage der Zertifikate-Kette, über die Nutzer sicherstellen können sollen, dass der Key einer verschlüsselten Web-Verbindung auch tatsächlich vom Anbieter stammt und nicht etwa von einem Angreifer eingeschleust wurde. Seit der Übernahme von VeriSign im Jahr 2010 für 1,28 Milliarden Dollar gehört Symantec zu den führenden Anbietern in dem Bereich und generierte hier jährlich einen Umsatz von rund 400 Millionen Dollar, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.
Nach einigen problematischen Vorfällen mit Zertifikaten, die in Verbindung zu Symantecs Services standen, droht nun allerdings im schlimmsten Fall die Zerstörung dieses Geschäftsbereiches. Denn wenn sie im Chrome-Browser nicht mehr als vertrauenswürdig eingestuft werden, wird wohl kaum noch jemand ernsthaft Zertifikate bei Symantec einkaufen. Denn die Folge wäre, dass die Nutzer jedesmal davor gewarnt würden, einer verschlüsselten Verbindung zu vertrauen. Das wäre für Online-Shops und diverse andere Angebote ein massives Problem.
Es gibt Interessenten
Hintergrund dessen ist ein schwerwiegender Fehler, der Symantec beim Umgang mit seinen Root-Zertifikaten passiert ist. Dies führte dazu, dass sich Unbefugte ein Zertifikat für die Domain Google.com ausstellen konnten. Angreifer hätten Nutzern der Dienste des Suchmaschinenkonzerns so eigene Krypto-Keys unterjubeln und ihre Kommunikation belauschen können, ohne, dass dies aufgefallen wäre. Da der vertrauenswürdige Umgang Googles mit den Daten der Nutzer geschäftskritisch für den Konzern ist, folgte natürlich eine entsprechend harsche Reaktion.Wer bereit ist, Symantec den Geschäftsbereich abzukaufen, muss natürlich damit rechnen, dass Google trotzdem den Hahn zudreht. Allerdings besteht durchaus auch die Chance, dass ein neuer Besitzer einen Vertauensvorschuss bekommt und letztlich gar nichts passiert. Dann wäre der neue Eigner wohl günstig in den Besitz eines recht lukrativen Geschäftes gekommen.
Rund eine Milliarde Dollar dürfte eine Übernahme trotz allem noch einbringen. Und es soll Verhandlungen mit mehreren kleineren Unternehmen und Investoren geben, die Interesse an dem Konzernteil gezeigt haben.
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