Schokokalypse: Milka-Produktion durch Malware seit Tagen am Boden

Freunde der Schokolade von lila Kühen könnten in der nächsten Zeit mit Versorgungsengpässen zu tun bekommen. Denn der Hersteller der Süßwaren wurde massiv durch den letzten Malware-Ausbruch aus der Petya-Familie getroffen und braucht einige Zeit, um sich davon zu erholen.
Lebensmittel, Schokolade, Süßigkeit
Public Domain
Eines der wichtigsten Werke des Lebensmittel-Konzerns Mondelez seht in Lörrach in der Nähe der Grenze zur Schweiz. Täglich werden hier eigentlich 4,5 Millionen Tafeln Schokolade für die Marke Milka hergestellt. Seit Tagen allerdings liegt die Fertigung komplett brach, berichtet die Berliner Zeitung Der Tagesspiegel unter Berufung auf Vertreter des Unternehmens.

Logistiker, die normalerweise die Waren in Lörrach abholen und im gesamten Bundesgebiet verteilen, bekommen nichts mehr auf ihre Fahrzeuge geladen. Denn die Systeme des Werkes sind komplett heruntergefahren worden und die Produktion steht seit Tagen still. Man arbeite an einer Behebung der Schäden und sei auf einem guten Weg, hieß es. Wann aber konkret nachgelegt werden kann, ist derzeit noch nicht bekannt.


Es sind aber auch verschiedene andere Mondelez-Niederlassungen betroffen. Neben der Zentrale in Bremen soll es auch den Standort Bad Fallingbostel erwischt haben. Milka dürfte somit nicht das einzige Produkt sein, bei dem es zu Engpässen kommen könnte. Auch die Süßwaren Oreo und Toblerone sowie der Philadelphia-Frischkäse kommen von dem Unternehmen.

Neben Mondelez sollen auch einige andere deutsche Unternehmen von der letzten Malware-Attacke betroffen gewesen sein. Das bestätigte man seitens des zuständigen Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Meist liefen die Infektionswege über Tochtergesellschaften in der Ukraine, wo das Epizentrum lag. Die verantwortliche Malware setzte wie schon bei der WannaCry-Ransomware auf Sicherheitslücken, die staatliche Stellen lieber offen ließen, um Trojaner auf die Rechner von zu beobachtenden Zielpersonen schleusen zu können, statt die Bevölkerung durch die Behebung der Bugs zu schützen.

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